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Kronach

Ministerpräsident Söder steht an Kronachs Seite

Beim Neujahrsempfang der Frankenwald-CSU war der Ministerpräsident zu Gast. Er hielt eine packende Rede und sicherte dem Landkreis seine Unterstützung beim Lucas-Cranach-Campus zu. Aber er mahnte auch.
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Ministerpräsident Markus Söder (links) war beim Neujahrsempfang der Frankenwald-CSU sichtlich gut gelaunt. Mit im Bild Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (leicht verdeckt) und Landrat Klaus Löffler. Fotos: Veronika Schadeck
Ministerpräsident Markus Söder (links) war beim Neujahrsempfang der Frankenwald-CSU sichtlich gut gelaunt. Mit im Bild Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (leicht verdeckt) und Landrat Klaus Löffler. Fotos: Veronika Schadeck
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Traditionell hatte die Frankenwald-CSU zum Neujahrsempfang in den Historischen Rathaussaal eingeladen. In diesem Jahr folgten zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen der Einladung. Prominentester Gast war kein Geringerer als Ministerpräsident Markus Söder.

Söder betonte in seiner Ansprache vor allem Werte wie Freiheit, Toleranz und Respekt. Und er sicherte den Kronachern seine weitere Unterstützung zu. "Ihr könnt Euch auf mich zu 100 Prozent verlassen." Er verstand es, die Anwesenden in einer launigen und packenden Rede, die teilweise aber auch von Humor und Demut geprägt war, mitzunehmen, so dass am Ende die langanhaltenden Ovationen keine Überraschung waren.

Für ihn als Ministerpräsident gelte es, den eingeschlagenen Weg in Kronach fortzusetzen und zu beschleunigen. Söder lobte die Führungsspitze im Landkreis als ein starkes Team. Während früher gejammert worden sei, gebe es heute Forderungen und Positionen.

Söder legte darüber hinaus auch eine gewissen Lockerheit an den Tag. So bezeichnete er seinen einstigen Büroleiter, den Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn, als einen typischen, weltoffenen Franken. MdL Jürgen Baumgärtner beschrieb Söder als einen "der leidenschaftlichsten Politiker, der mit Herz und Verstand etwas umsetzt". Vom Landrat Klaus Löffler habe er bei einem Besuch in Steinbach - damals war Löffler noch Bürgermeister dort - eine schöne Schieferuhr bekommen. Die sei aber nur einen Tag richtig gegangen.

Eingehend auf den Lucas-Cranach-Campus sagte der Ministerpräsident, dass Technik, Forschung und künstliche Intelligenz in der Region eine Rolle spielen werden. Derzeit werde ein neues Konzept für Informatik und weitere Studiengänge entwickelt: "Ihr werdet da mit dabei sein", versprach er.

Söder blickte aber auch über Kronach hinaus: "Die Zukunft Bayerns hängt davon ab, ob wir die richtige Balance zwischen Ballungszentren und ländlichen Räumen finden." Solange es im Landkreis Kronach keine Einwohnerzuwächse gebe, müsse man mit Verlagerungen von Behörden oder Studienplätzen einen Zahn zulegen."

Noch nie so gut wie heute

Söder mahnte an, nicht alles so negativ zu sehen. "Es ging uns noch nie so gut wie heute. Niemals hatte die junge Generation so viele Perspektiven wie heute." Er verhehlte aber auch nicht, dass ihm die internationale Entwicklung hin zu einer unsicheren und unstabilen Welt Sorgen bereite. Der Erhalt des Friedens sei eine große Herausforderung. Und diesen zu wahren, habe auch etwas mit Respekt zu tun.

Der Ministerpräsident vertrat allerdings die Auffassung, dass der Klimawandel die "größte Herausforderung unserer Generation ist". Er wolle sich dieser stellen, da die Bewahrung der Schöpfung auch eine christliche Aufgabe sei. Er warnte aber auch davor, den Wohlstand einfrieren zu lassen beziehungsweise andere Länder nicht daran teilhaben zu lassen. Vielmehr sprach sich Söder dafür aus, den Klimawandel mit Innovationen und Forschung anzunehmen. "Das Problem Waldsterben wurde nicht gelöst, indem man auf das Auto verzichtet hat, sondern indem man den Katalysator erfunden hat." Er warnte deshalb davor, das Automobil zu verunglimpfen. "Das Auto ist unser wichtigstes Wirtschaftsgut." Vielmehr sollte man sich verstärkt mit Elektro-, Wasser und Biokraftstoff befassen.

Söder betonte, dass er sich mit seiner Regierungsmannschaft weiterhin für die Freiheit in Bayern einsetzen will. "Es ist eine unserer Aufgaben, dafür zu sorgen, dass wir die Freiheit gewährleisten. Wir sind ein Land der Werte. Dafür stehen wir ein. Und wir sind verpflichtet, dies als Auftrag gegen Hass, Hetze und Intoleranz zu sehen."

Landrat Klaus Löffler bezeichnete 2020 als ein Jahr, in dem die Weichenstellungen von 2019 sichtbar abgebildet werden. "Danke für Dein Engagement. Du warst derjenige, der die Fenster geöffnet hat", richtete Löffler dankende Worte an Söder. Anerkennende Worte richtete Löffler auch an Baumgärtner: "Für dich ist Politik nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung." Letztendlich dankte er auch dem IHK-Gremiumsvorsitzenden Hans Rebhan für sein außergewöhnliches Engagement.

Zuvor lobte CSU-Bürgermeisterkandidatin Angela Hofmann den Ministerpräsidenten: "Du hast Schwung in die Partei gebracht." Sie bedankte sich für seine Unterstützung und auch dafür, dass er sich für die Landwirte vor dem Empfang Zeit genommen hatte (siehe unten).

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