Kronach
Bundesstrasse 173

"Meilenstein" für Ausbau der B 173

Für den weiteren Ausbau der Bundesstraße 173 zwischen Lichtenfels und Kronach ist offenbar eine wichtige Hürde genommen.
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Der Fernstraßenbau in der Region kommt weiter voran. Symbolbild: Felix Kästle/dpa
Der Fernstraßenbau in der Region kommt weiter voran. Symbolbild: Felix Kästle/dpa

Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) stellte am Donnerstagnachmittag auf Anfrage unserer Zeitung fest: "Wir haben seit heute, 11 Uhr, vollziehbares Baurecht." Damit dürfte es mit dem Bauabschnitt III (Michelau - Zettlitz/Redwitz) seiner Einschätzung nach zeitnah losgehen.

Baumgärtners Zielsetzung: ein Spatenstich noch im Spätherbst 2019. Klar ist für ihn aber auch, dass damit das Engagement für den Ausbau der B 173 nicht nachlassen darf. Der Weg zu den dann noch ausstehenden Lückenschlüssen bei den Gaabsweihern und vor Oberlangenstadt müsse im gleichen Atemzug geebnet werden.

Große Freude über Baumgärtners Mitteilung herrschte auch beim Lichtenfelser Landrat Christian Meißner (CSU), der von "einem Meilenstein" sprach. Die vierspurige Anbindung der Region Lichtenfels und Kronach sei ein wichtiger Standortfaktor. Wirtschaft und Pendler warteten dringend darauf - seit Jahrzehnten. "Wenn das Baurecht da ist, geht's ganz schnell", ist Meißner überzeugt. Das Staatliche Bauamt stehe schon in den Startlöchern.

Staatliches Bauamt: Trotz Ausbau sind vorherige Arbeiten nötig

Norbert Schmitt hatte damit gerechnet, dass sein Telefon früher oder später klingelt. Als unsere Redaktion den Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Bamberg erreicht, kann er sich denken, dass es um die Pressemitteilung über Bauarbeiten an der Bundesstraße 173 im Kreis Lichtenfels geht.

Die für Kronacher als Pendel- und Fernverkehrsstrecke wichtige Verbindung Richtung Süden soll im Mai und Juni stellenweise hergerichtet und dafür voll gesperrt werden. Dabei ist der Ausbau der B 173 in diesem Bereich schon in Sicht. Wird hier etwa Geld verpulvert? Schmitt weiß um die Außenwirkung der für die Zeit vom 27. Mai bis 28. Juni geplante Baumaßnahme. Doch das Vorgehen ist in seinen Augen vernünftig, nötig und keinesfalls ein Schildbürgerstreich. Dafür nennt er mehr als einen Grund. Zum einen sei der zeitliche Faktor zu nennen. Alle bürokratischen Vorgänge für den Ausbau, wie die Erlangung des Baurechts und die Bereitstellung der Mittel, müssten in einem solchen Prozess erst absolviert werden. In dieser Hinsicht sei das Bauamt "so weit wie in den letzten Jahrzehnten nie", da es nun einen Baubeginn für den Abschnitt III (Michelau - Zettlitz/Redwitz) ins Auge fassen kann.

"Vorausgesetzt, wir haben das Geld und können auf den Knopf drücken, wird's aber auch nicht in zwei, drei Jahren fertig sein", geht Schmitt näher auf das Ausbauvorhaben ein. Erhebliche Erdmassen müssten bewegt werden. Außerdem werde mit den Brücken begonnen. Über 20 werden es am Ende sein. Und in dieser ganzen Zeit rauscht der Verkehr weiter über die bisherige, teilweise arg lädierte Trasse.

"Anwohner sind ziemlich genervt"

Damit kommt Schmitt zum zweiten Grund für die aktuelle Baumaßnahme: "Sechs, sieben Jahre wird es schon mit dem Ausbau dauern. Ob die Anwohner in den betreffenden Gemeinden bereit sind, die Situation noch so lange hinzunehmen?!", stellt er eine rhetorische Frage. Der starke Verkehr habe über die Jahre in den Ortsdurchfahrten Schäden wie Spurrinnen und Schlaglöcher verursacht, die nicht mehr nur durch Ausbesserungen zu beheben seien. Ein beträchtlicher Verkehrslärm sei die Folge. "Die Anwohner sind ziemlich genervt", weiß Schmitt. Gerade der Abschnitt mit den Ortsdurchfahrten von Trieb und Hochstadt sei einer der am stärksten belasteten auf dieser Strecke.

Schließlich stelle sich die Frage nach der Straßenübergabe. Die Abschnitte, die später in die Verantwortung anderer Baulastträger übergehen, möchte das Bauamt schließlich nicht in einem maroden Zustand weiterreichen.

Es ist ihm klar, dass die Frage trotzdem aufkommt, ob das zusätzliche Bauvorhaben nicht hinausgeschmissenes Geld ist. Schmitts Antwort ist aber ein deutliches Nein.

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