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Zeyern
Straßenbau

Massive Erdbewegungen in Zeyern laufen

Die Arbeiten am letzten Bauabschnitt der Ortsumgehung Zeyern liegen voll im Zeitplan. Darüber informiert eine Kronacherin, die nun am Staatlichen Bauamt in Bamberg in Sachen Straßenbau die Fäden in der Hand hält.
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Massive Erdbewegungen finden derzeit wieder an der Ortsumgehung Zeyern statt.Theresa Heim
Massive Erdbewegungen finden derzeit wieder an der Ortsumgehung Zeyern statt.Theresa Heim
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Trotz der zwischenzeitlichen Schwierigkeiten beim Bau der Ortsumgehung kann Zeyern aufatmen. Die Arbeit des letzten Bauabschnitts unter dem Kulmbacher Unternehmen Strabag laufen planmäßig. Deshalb zeigt sich die Bereichsleiterin Straßenbau des Staatlichen Bauamts Bamberg, Katrin Roth, zuversichtlich: "Wir sind mit den aktuellen Fortschritten zufrieden."

Zurzeit wird der Hang aus dem Abschnitt in Richtung Wallenfels weiter abgetragen. Die Erdmassen müssen gar nicht weit transportiert werden, werden sie doch für den Damm im Bereich des anderen Ortsausgangs in Richtung von Marktrodach benötigt. Ab Ende September sind dann Arbeiten für die Entwässerung angesetzt. "Die anfänglich kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von 15,5 Millionen Euro werden sich voraussichtlich auch nicht erhöhen", betont Roth. Außerdem sei es erfreulich, dass man sich aktuell voll und ganz im Zeitplan befinde, der ja zwischenzeitlich angepasst werden musste. So könne auch mit der Fertigstellung des Projekts im Herbst 2020 gerechnet werden.

Die Verkehrsteilnehmer müssen auch weiterhin nicht mit Behinderungen rechnen. "Der gesamte Massentransport geschieht auf der Trasse und dadurch ergeben sich erst gar keine Schwierigkeiten auf der B 173."

Das Gesicht hinter dem Vorhaben

Nun geht es also in die heiße Phase, die Kathrin Roth bislang nur aus der Ferne mitverfolgen konnte. Die gebürtige Kronacherin ist nämlich erst seit vergangener Woche wieder in ihrer Heimat ansässig. Seit 1995 durchlief sie zahlreiche Stationen in ganz Bayern. "Der Wunsch, wieder in die Heimat zurückzukehren, war natürlich immer präsent," schmunzelt sie.

Roth studierte Bauingenieurwesen und durchlief danach ein zweijähriges Referendariat, um schließlich die Laufbahn der technischen Beamtin einzuschlagen.

An ihrem Beruf schätzt sie vor allem die vielfältigen Aufgaben und die Möglichkeit, den Menschen in der Region durch Straßenausbau- und -erhaltung zu helfen. Ihr persönliches Highlight der vergangenen Jahre? "Ganz klar die Leitung der Dienststelle München-Maisach mit zahlreichen Baustellen und einem Bauvolumen von rund 230 Millionen Euro pro Jahr." Trotz der Tatsache, dass es wenige Frauen in ihrem Berufsfeld gibt, fühlt sich Katrin Roth von ihren männlichen Kollegen sehr gut aufgenommen und in ihrem Umfeld auch wohl.

Vorteile für Kronach?

Man könnte nun vermuten, dass das Bamberger Bauamt mit einer Kronacherin in der Führungsposition ein besonderes Augenmerk auf den Landkreis Kronach legt. Dem ist aber nicht so: "Alle werden gleichbehandelt. Ziel ist es, Schwerpunkte individuell zu setzen und die Steuergelder sinnvoll zu verwenden", betont Roth und fügt hinzu: "Kronach ist gut bebaut. Hier liegt unser Blick mehr auf der Instandhaltung."

Wichtiges Projekt

Neben der Ortsumgehung Zeyern ist die Planung des zweiten Bauabschnitts der B 173 bei Johannisthal, die sogenannte Lärchenhoftrasse, ein wichtiges Projekt, das es umzusetzen gilt. Doch hier steht noch eine Gerichtsentscheidung aus.

Katrin Roth freut sich jedenfalls über die Aufgaben und sicherlich auch neuen Herausforderungen "Hier bei uns liegt der Fokus mehr auf der Organisation und dem Kontakt mit den Bürgern, wohingegen in München das Hauptaugenmerk auf der Bebauung liegt", erklärt Roth.

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