Neuengrün
Kirchweihgaudi

Maja schlägt den faulen Willi in Neuengrün

In Neuengrün traten Pater Jan Poja und Bürgermeister Jens Korn wieder gegeneinander an - als Bienen. Der Seelsorger hatte beim Nektarsammeln die Nase vorn.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Bienen schweben ein zum Wettstreit in Neuengrün. Links Jens Korn, rechts Jan Poja.: Susanne Deuerling
Die Bienen schweben ein zum Wettstreit in Neuengrün. Links Jens Korn, rechts Jan Poja.: Susanne Deuerling
+10 Bilder

"Rettet die Bienen" - das war das Motto der diesjährigen Kirchweihgaudi in Neuengrün am "Kerwa Monday für Future". Die Biene Maja, Pater Jan Poja, und der faule Willi, Bürgermeister Jens Korn, konnten dieses Motto hervorragend umsetzen, und das Duell zwischen Don Camillo und Peppone ging auch in diesem Jahr mit überragendem Erfolg an Don Camillo Pater Jan Poja.

Mit einer Gedenkminute an den verstorbenen "Paten" der Biene Maja, Karel Gott, begann die Kirchweihgaudi in Neuengrün auf dem Dorfanger. "Rettet die Bienen" war das Motto, und als die beiden "Bienen" Bürgermeister Jens Korn und Pater Jan Poja "einflogen", erinnerten sie eigentlich eher an dicke Hummeln. Es folgte ein rasanter Wettstreit beim Nektar- und Pollensammeln.

Der Parcours für die beiden Bienen begann schon sehr "gefährlich". Aus Maßkrügen musste das Bier mit "Rüsseln" (Schläuchen) herausgesaugt werden. Aber Achtung nicht zum Trinken, sondern in Nektarbehälter. Gar nicht so einfach, wenn man durstig ist. War der Behälter voll, ging's zum Bienenkorb. Doch wie sollte es auch anders sein, nicht auf direktem Weg, sondern erst durch ein "Spinnennetz", das die Spinne Thekla aufgespannt hatte. In den großen Gummistiefeln gar nicht so leicht, durch die engmaschigen Fäden zu steigen. Doch ohne Pollen darf keine Biene in ihren Bienenstock. Und so "sammelten" die beiden mit den "Popos" und Kletttafeln die Tennisbälle, die auf Strohballen parat lagen. Das hin und her wackeln zum Befestigen erinnerte stark an wackelnde Enten.

Auch der weitere Parcours hatte es in sich. Durch einen Weg aus Grashalmen in Form von schwingenden Holzlatten ging es endlich zum Ausleeren der Behälter. Schnell wieder zurück zu den Bierkrügen und erneut gesaugt. Gott sei Dank gab es ein Zeitlimit, sonst wäre das mit dem Saugen bestimmt in ein Trinken umgeschlagen.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bzw. ein Bienenduell der besonderen Art. Doch Bürgermeister Jens Korn hatte keine Chance gegen einen überragenden Pater Jan Poja, der zum Schluss mehr als doppelt so viel Nektar gesammelt hatte. Und so blieb auch in diesem Jahr für das Stadtoberhaupt nur der zweite Platz, die Trophäe des faulen Willi übrig. Der Wettkampf wurde in diesem Jahr laut Bienengesetz streng überwacht von Flipp, dem Grashüpfer (Alexander Löffler).

Ein Trainingslager?

"Es ist halt so, der Willi ist der Biene Maja schon immer hinterhergeflogen. Da hatte ich keine Chance", lacht Jens Korn, der auch in diesem Jahr seine Niederlage mit Humor nimmt. Und Niederlagen gegen Pater Jan hatte er bei der Kirchweihgaudi in Neuengrün schon viele hinnehmen müssen. Bei den sieben Duellen bisher ging Jens Korn nur zweimal als Sieger vom Platz. Vielleicht wäre ein Trainingslager bis zum nächsten Jahr gar keine so schlechte Idee, denn dass es 2020 wieder viele Überraschungen geben wird, das ist jetzt schon sicher.

Schon vor dem "Kampf der Giganten" gab es ein Spektakel auf dem Dorfanger in Neuengrün. Die Glücksfee, Kirchweihmadla Marina Schütz, zog die Lose und den Kinderhahn, der diesmal in Form eines Gutscheins für die Weka daherkam, konnte sich mit dem Hahnenschlag der "Neuneuengrüner" Ben Behrschmidt sichern.

Lustig ging es zu bei der Ziehung zum Hahnenschlag der Erwachsenen, Hier wurde der Hahn durch einen Gutschein vom Gasthaus Hildner ersetzt. Unter dem Beifall der zahlreichen Besucher traf Luzia Gareis mit dem Schlegel den Blecheimer und durfte sich ab sofort "Kirchweihmontagshahnenschlagkönigin 2019" nennen. Anschließend wurden die zahlreichen gespendeten Preise verlost. Den Spendern und Sponsoren sagte das Kirchweihmontagskomitee ein herzliches Vergelt's Gott. Der Erlös dieser Kirchweihmontagsgaudi geht wie alle Jahre an die Pfarrgemeinde Neuengrün. Der Dank von "Marktschreier" Roland "Jack" Schmidt ging auch an die Blaskapelle Neuengrün-Schlegelshaid, die nicht nur die Kirchweihgaudi musikalisch umrahmte, sondern auch beim "Zug durch die Gemeinde mit den vielen Außenstellen" aufgespielt hat.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren