Kronach
Wohnen

Magische Zahl ist die 200

Die Politik will die Weichen für mehr Wohnraum im Landkreis Kronach stellen. Ein erster Gipfel findet am 28. November statt.
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Es gibt zwar größere Wohngebäude in Kronach, doch die Zahl der Wohnungen im Landkreis reicht nicht aus. In mehreren Gipfelgesprächen geht es darum, Verbesserungen zu erzielen.  Foto: Archiv/Marco Meißner
Es gibt zwar größere Wohngebäude in Kronach, doch die Zahl der Wohnungen im Landkreis reicht nicht aus. In mehreren Gipfelgesprächen geht es darum, Verbesserungen zu erzielen. Foto: Archiv/Marco Meißner

Egal ob Stadt oder Landkreis Kronach, seit Wochen wird über den Bedarf an Wohnraum diskutiert. Es geht um aktuell hohe Mieten, Leerstände, fehlende Singlewohnungen, für Senioren ungeeigneten Wohnraum und vor allem um eine Rückkehr der Kommunen zum sozialen Wohnungsbau. Der Ruf von Mietern und Wohnungssuchenden wurde von der Politik erhört. Der Landkreis will nun die Weichen für Verbesserungen stellen - und zwar mit Bürgern und Bauherren auf Augenhöhe.

Am Donnerstag, 28. November, steht das erste Gipfeltreffen auf Kreisebene an. Im Vorfeld gab es bereits Nachfragen, warum dann beispielsweise der Mieterverein als Vertreter der Betroffenen nicht mit im Boot sitzt. Die Antwort ist einfach. "Es wird zwei Veranstaltungen geben", erklärt Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) der diese Gespräche in die Wege geleitet hat und sie nun gemeinsam mit Landrat Klaus Löffler (CSU) durchführen wird.

Den beiden Politikern war es wichtig, in der ersten Runde "die zu hören, die so ein Projekt stemmen können". Also Bürgermeister, Bauträger und Banken. Wie Baumgärtner schildert, soll mit ihnen erst einmal ausgelotet werden, welche Möglichkeiten im Kreis Kronach bestehen, um mehr Wohnraum zu schaffen. Und es geht darum, welche Voraussetzungen dafür noch notwendig sind. Immerhin hat sich die Politik ein stattliches Ziel gesteckt. "In den nächsten zwei Jahren wollen wir 200 Wohnungen schaffen", stellt der Abgeordnete fest.

Viele Ansatzpunkt

Die Fragen, die sich ihm in dieser Hinsicht stellen: Wie lässt sich der Leerstand aggressiver angehen? Wie lassen sich Genehmigungsverfahren beschleunigen? Wie kann mehr Bauland generiert werden? Wie lassen sich die Ortskerne besser beleben? "Ich erwarte mir von den ersten Gesprächen vor allem von den Bauträgern, dass wir ganz konkrete Lösungen aufzeigen", unterstreicht Baumgärtner.

Mut macht ihm dabei die Entwicklung bereits im Vorfeld des ausdrücklich nicht parteipolitischen Treffens. "Es ist cool, dass schon jetzt Leute bei uns anrufen, die bereit sind, im Landkreis Kronach zu investieren."

Auch der Büroleiter des Landrats, Markus Wich, unterstreicht, dass dieses Treffen nur ein erster Schritt sei, um die Möglichkeiten auszuloten. "Es soll ein Auftakt sein, um einen Impuls zu setzen", stellt er klar, dass anschließend weitere Personen und Gruppierungen in die Diskussion eingebunden werden müssen.

Zweiter Gipfel soll folgen

Baumgärtner denkt dabei beispielsweise an den Mieterverein, aber ebenso an die Sozialverbände. "Das zweite Treffen ist noch nicht terminiert", räumt er ein. Lange warten will er damit allerdings nicht. Wenn alles klappt, visiert er eventuell schon den Januar dafür an.

Infos zum Treffen

Gipfel Der erste Kronacher Wohnbaugipfel wird am Donnerstag, 28. November, von 13 bis 15 Uhr stattfinden. Daten Als Grundlage für die Diskussion dient dabei eine vom Landkreis Kronach in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse für Wohnraum. Diese stellte vor allem Engpässe bei Mietwohnungen und Wohnangeboten im Alter fest.

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