Zeyern
Auftritt

Märchenhaft schöne Melodien beim Dreikönigskkonzert in Zeyern

Beim Dreikönigskonzert des Musikvereins Zeyern wähnten sich die Besucher in der wunderbaren Welt der Märchen und Mythen. Auch die Solisten überzeugten.
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SolistinKristina Schnappauf sang beim Dreikönigskonzert des Musikvereins Zeyern das Lied "Let it go". Foto: Heike Schülein
SolistinKristina Schnappauf sang beim Dreikönigskonzert des Musikvereins Zeyern das Lied "Let it go". Foto: Heike Schülein
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Anmutig und unbeschwert, aber auch stürmisch, ja geradezu aufbrausend: In die einzigartige Welt der Märchen und Sagen entführte der Musikverein Zeyern sein Publikum. Ob leichtfüßige Musik aus Film und Ballett oder mysteriös-nordische Klänge - Dirigentin Kathrin Motschenbacher hatte sich für das Dreikönigskonzert wieder einiges einfallen lassen und ein sehr stimmungsvolles Programm zusammengestellt.

Georg Wunder als Märchenonkel

Mit ihren Aktiven schuf sie in der Rodachtalhalle eine wahrlich märchenhaft-winterliche Atmosphäre. Durch den Abend führte gewohnt humorvoll - gewissermaßen als Märchenonkel - Georg Wunder.

Die Hauptwerke des ersten Teils bildeten die sinfonische Dichtung "Antarctica" sowie die beeindruckende Komposition "Fate of the gods".

Mit den beiden Stücken hatten die Musiker 2018 beim Wertungsspiel in der Mittelstufe das Prädikat "mit sehr gutem Erfolg" errungen. Beim Dreikönigskonzert zeigten sie warum.

Aus der nordischen Sagenwelt

In "Antarctica" beschreibt der Komponist Carl Wittrock die Eislandschaften, mal ruhig, dann sehr lebendig. Die Sagenwelt der nordischen Mythologie ist Schauplatz von "Fate of the gods" von Steven Reineke.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils stand betörend-schwebende Orchestermusik aus dem Zeichentrickfilm "Die Schöne und das Biest" rund um die liebliche Belle und ihren verzauberten Prinzen.

Der eingangs zu hörende "A Choral for a Solemn Occasion" wurde feierlich durch die einzelnen Register des Klangkörpers und dem mächtigen Finale des Orchesters dargeboten. Weiter erklang "Let it go" aus dem Disney-Zeichentrickfilm "Die Eiskönigin". Die eingängige Ballade brachte die bezaubernde Gesangssolistin Kristina Schnappauf mit ihrer schönen Stimme herzerwärmend zum Klingen. Musik zur völligen Loslösung vom Alltag ist der verträumte Blumenwalzer aus Tschaikowskys weltberühmtem "Nussknacker"-Ballett. Mit einem Abstecher in "Die lustige Dorfschmiede" von Julius Fucik, modern arrangiert von Siegfried Rundel, fand die musikalische Reise ihr zackiges Finale.

Losgelöst, weltenrückt

Losgelöst, weltenrückt - so fühlte sich das Publikum, das sich mit stehenden Ovationen bedankte. Belohnt wurde es hierfür mit zwei ganz unterschiedlichen Zugaben: der spritzig-flotten "Tritsch-Tratsch-Polka" von Johann Strauss sowie dem ergreifenden "Abendsegen", dargeboten von den Gastinterpretinnen Anita Letsch und Sabine Fischer.

Marktrodachs Bürgermeister Norbert Gräbner hatte sich eingangs sehr über den hervorragenden Zuspruch gefreut. Zu den Gästen des traditionellen, schon seit 166 Jahren abgehaltenen Konzerts zählte auch der ehemalige Dirigent des Musikvereins und nunmehr frischgebackene Bundesdirigent des Nordbayerischen Musikbundes, Florian Unkauf aus Zeyern.

Spielleiter Tobias Partheymüller würdigte den Einsatz der Aktiven und aller Helfer sowie insbesondere der Dirigentin. Diese gab den Dank an ihr Orchester zurück, das in den letzten Tagen einen wahren musikalischen Marathon mit Silvester-Ständerla und Proben bis in die Abendstunden hinein absolviert hatte. "Ich bin sprachlos ob eurer Motivation. Das ist nicht normal", sagte.

Die Ehrungen des Nordbayerischen Musikbunds nahmen Bezirksvorsitzender Thomas Kolb und Kreisvorsitzender Wolfgang Müller vor. Seit nahezu unglaublichen 50 Jahren bereitet Fritz Kempf den Menschen Freude mit seiner Musik. Das Hauptinstrument des Hesselbachers, der mit der Ehrennadel in Gold geehrt wurde, ist das Tenorhorn (1999 Goldabzeichen). Er war aber auch schon aushilfsweise als Posaunist tätig.

Weitere Ehrungen

Zehn Jahre Theresa Schneider (Bariton)

20 Jahre Anna Eberth (Saxophon), Tanja Kremer (Klarinette, Oboe)

25 Jahre Tobias Partheymüller (Flügelhorn)

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