Ludwigsstadt
Feuerwehr

Ludwigsstädter "Oma" kann in Rente gehen

Die Ludwigsstädter Wehr freut sich über ein neues Fahrzeug. Es ersetzt zwei ältere Autos, von denen eines schon rund 60 Jahre auf dem Buckel hat.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das neue Löschfahrzeug und seine Technik fand bei jung und alt großes Interesse.Heike Schülein
Das neue Löschfahrzeug und seine Technik fand bei jung und alt großes Interesse.Heike Schülein
+6 Bilder

Die Feuerwehr Ludwigsstadt feierte am Sonntag die offizielle Übergabe ihres neuen Katastrophenschutzfahrzeuges. Dabei erhielt das LF 20 KatS auch den kirchlichen Segen.

Zum kleinen Festakt am Feuerwehrhaus konnte federführender Kommandant Jörg Söllner Vertreter der Kreisbrandinspektion Kronach, Mitarbeiter der Verwaltung des Ludwigsstädter Rathauses sowie Landrat Klaus Löffler begrüßen. Besonders freute er sich über zahlreiche Abordnungen von Feuerwehren der Großgemeinde Ludwigsstadt wie auch aus Tettau, Steinbach am Wald, Teuschnitz und Probstzella.

"Der Weg zur Beschaffung unseres neuen Löschgruppenfahrzeugs war nicht immer einfach. Aber es zählt das, was dabei herausgekommen ist, und mit dem Ergebnis können wir alle sehr zufrieden sein", zeigte er sich sicher.

Kosten: 360 000 Euro

In seiner Ansprache ging Söllner nochmals auf die Hintergründe der vom Stadtrat im Jahr 2016 einstimmig beschlossenen und 2017 in die Ausschreibung gegangenen Ersatzbeschaffung ein. Der Kaufpreis beträgt 360 000 Euro, worauf die Stadt einen Zuschuss seitens der Regierung von Oberfranken von 100 000 Euro erhält. Das neue Löschgruppenfahrzeug ersetzt die bisher vorhandenen LF 16/12 sowie TLF 16/25, die bereits über 20 beziehungsweise sogar rund 60 Jahre "auf dem Buckel" haben und gegen Höchstgebot verkauft werden sollen. Dabei tut es ihm schon etwas leid, dass die gute "alte Oma" - Spitzname für das TLF 16/25, das damals das allererste Tanklöschfahrzeug im Landkreis Kronach war - nach 62 Jahren treuen Dienst nun veräußert werde.

"Das Fahrzeug ist keine Anschaffung für die Feuerwehrleute, sondern zum Schutz aller Bürgerinnen und Bürger", betonte Bürgermeister Timo Ehrhardt. Diese Sicherheit werde in einem herausragenden ehrenamtlichen Engagement von immerhin über 200 Aktiven in der Großgemeinde Ludwigsstadt gewährleistet. Bei der Förderung dieses bürgerschaftlichen Engagements gehe es der Stadt vor allem um die Verbesserung der Rahmenbedingungen, um dies zu ermöglichen. "Der Schutz der Bevölkerung hat erste Priorität bei uns im Stadtrat", bekundete er. Die Feuerwehr dürfe man nicht als Kostenfaktor betrachten. Der Dienst der Kameraden sei eh unbezahlbar.

"Unsere kleinen Helden"

Landrat Klaus Löffler würdigte die seitens der Feuerwehren des Landkreises dargebotene Stabilität - für ihn gleichbedeutend mit Verlässlichkeit und Vertrauen als Grundlage jeglichen Handelns und wichtiger Eckpfeiler sowie Fundament unserer Gesellschaft. "Der Landkreis Kronach ist verdammt stolz auf seine Feuerwehren. Ihr seid unsere kleinen Helden", bekundete er.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger würdigte den schönen Rahmen der Feier und die Anwesenheit so vieler Kameraden auch anderer Wehren. Es sei ein schönes Zeichen, dass diese nicht nur im Einsatz Zusammenhalt zeigten, sondern auch bei solchen Anlässen. "Das ist ein schönes, inhaltsreiches Fahrzeug", stellte der KBR fest, der das LF 20 KatS vor 14 Tagen abgenommen hatte. Das Fahrzeug sei bestens geeignet für die vielfältigen Aufgaben der Ludwigsstädter Wehr. Eine gute Ausrüstung sei wichtig und notwendig. Aber noch wichtiger seien die Kameraden, die diese bedienten.

Mit sorgsam ausgewählten Worten aus der Bibel erbaten Pastoralreferent Josef Grünbeck und Regionalreferent Sascha Fritsche den Segen Gottes für das Fahrzeug sowie alle Aktiven. Nach der Schlüsselübergabe wurde im Feuerwehrhaus weitergefeiert.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren