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Ludwigsstadt
Stadtrat

Ludwigsstadt lässt seine Entwicklung untersuchen

Die Stadt Ludwigsstadt will ein Einzelentwicklungskonzept erstellen. Dieses soll sich unter anderem mit der möglichen Entwicklung der Jahns-Bräu-Brache und deren Auswirkungen auf den Stadtkern beschäftigen.
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Nicht nur die Investorengruppe will die Jahns-Bräu wiederbeleben, sondern auch die Stadt ist bemüht, dieses Gebäude wieder nutzbar zu machen. Foto: Veronika Schadeck
Nicht nur die Investorengruppe will die Jahns-Bräu wiederbeleben, sondern auch die Stadt ist bemüht, dieses Gebäude wieder nutzbar zu machen. Foto: Veronika Schadeck
Der Auftrag für dieses Konzept wurde in der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrats an das Büro Dr. Heider in Augsburg vergeben.

Das Einzelhandelskonzept, beziehungsweise das "nachhaltige Versorgungskonzept" soll der Stadt als Grundlage für eine wirtschaftlich und städtebaulich zukunftsfähige Einzelhandelsentwicklung dienen. In den nächsten Wochen werden nun Mitarbeiter des Augsburger Büros eine Bestandsanalyse erstellen. Dafür wird eine Befragung der Einzelhändler durchgeführt.

Eingebunden werden soll auch die Investorengruppe der Jahns-Bräu. Wie bereits berichtet, haben diese schon vor rund 18 Monaten darüber nachgedacht, die einstige Brauerei wiederzubeleben, beispielsweise mit einer Kommunbrauerei, einem Hotel und einer Gaststätte. In der Sitzung war nun auch von einem Spezialeinzelhandel mit Produkten aus der Region die Rede.


Unterschiede zwischen Stadt und Stadtteilen

Wie Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) erläuterte, ist der Einzelhandel in seiner Stadt einerseits durch rund 30 Fachgeschäfte im Bereich des Stadtkerns und andererseits durch drei Lebensmittelmärkte außerhalb der Innenstadt geprägt. In den Ortsteilen gebe es nur noch in Lauenstein Einzelhandelsgeschäfte.

Die topografische Lage Ludwigsstadt und die damit verbundene Siedlungsentwicklung der vergangenen 150 Jahre in die drei engen Talbereiche hinein, stelle die Stadt im Hinblick auf die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des alltäglichen Bedarfs vor eine besondere Herausforderung. Ziel des Einzelhandelskonzeptes sei es, gerade die Versorgung der nicht mobilen Bevölkerung langfristig zu sichern. Deshalb sollen bis zur Sommerpause konstruktive Lösungsansätze in Kooperation mit den Einzelhändlern gesucht werden.


Studie für das Burghotel

Einstimmig wurde in der öffentlichen Sitzung die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Sanierung und Erweiterung des Burghotels Lauenstein befürwortet. Ausgelobt wird diese durch die Stadt. Die Finanzierung der rund 150.000 Euro teuren Studie erfolgt aus Mitteln der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen als Eigentümerin und aus Mitteln der Stadt. Ludwigsstadt erhält auf seinen Anteil wiederum 80 Prozent Förderung aus Städtebaufördermitteln und zehn Prozent von der Oberfrankenstiftung, so dass in etwa ein Anteil von 15.000 Euro übrig bleiben wird.

Ziel ist es nun, nach der Vorstellung des Exposè im März einen Investor für das Drei- bis Vier-Sterne-Hotel zu finden. Ehrhardt betonte, dass ohne Investor der Freistaat Bayern in der Pflicht stehe, den ersten Bauabschnitt, sprich das vorhandene Burghotel, zu sanieren und zu realisieren.
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