Ludwigsstadt
Shakespeare-Festspiele

Ludwigsstadt erlebt den "Sommernachtstraum"

Regisseur Daniel Leistner verspricht für kommendes Jahr ein Theatererlebnis in Ludwigsstadt uns kündigt ein neues Konzept an.
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Bürgermeister Timo Ehrhardt (links), die Tourismusbeauftragte Manja Hünlein und Regisseur Daniel Leistner präsentieren das Plakat für "Ein Sommernachtstraum". Foto: Veronika Schadeck
Bürgermeister Timo Ehrhardt (links), die Tourismusbeauftragte Manja Hünlein und Regisseur Daniel Leistner präsentieren das Plakat für "Ein Sommernachtstraum". Foto: Veronika Schadeck

Die Shakespeare-Spiele in Ludwigsstadt gehen in die neunte Spielsaison. In 2019 wird der Regisseur Daniel Leistner "Ein Sommernachtstraum" aufführen. Dabei handelt es sich um eine volksnahe, bezaubernde, romantische und fröhlich-turbulente Komödie, die das Publikum fesseln und verzaubern wird. "Es wird ein unvergessliches Theatererlebnis", verspricht Leistner.

Erstmals gibt es auch ein neues Konzept. Denn neben dem Ludschter sollen auch Teile im Thüringer Dialekt beziehungsweise in hochdeutscher Sprache gesprochen werden. Wie der Regisseur Daniel Leistner erklärte, haben sich im Laufe der Jahre im Team viele Thüringer Schauspieler integriert. Zudem kommen immer mehr auswärtige Besucher, die den Ludschter Dialekt nicht auf Anhieb verstehen. Die Shakespeare-Spiele sollen nun zu einer kulturellen Brücke zwischen den neuen und alten Bundesländern werden.

"Wir wollen ein fränkisch-thüringisches Kulturprojekt!". Bürgermeister Timo Ehrhardt sprach von einem grenzüberschreitenden Projekt. Er erinnerte daran, dass vor dem Krieg Ludwigsstadt und das thüringische Probstzella praktisch zusammengehörten. Es wurden Freundschaften gepflegt und gemeinsame Feste gefeiert. Und dieser historischen Tradition fühlen sich die Shakespeare-Festspiele verpflichtet.

Worum geht es nun beim "Sommernachtstraum?" Auf Wunsch, so erklärt Leistner, soll die schöne Hermia Demetrius heiraten. Sie liebt jedoch Lysander. Deshalb fliehen die beiden nachts aus der Stadt. Demetrius folgt ihnen jedoch. Und Helena, eine Freundin Hermias, folgt wiederum Demetrius, in den sie verliebt ist. Im Wald treffen sich aber auch Elfen, Feen und Kobolde. Doch die Stimmung der Geister ist getrübt, denn Oberon, der Elfenkönig ist mit seiner Königin Titania zerstritten. Um sie zu ärgern, beauftragt er den kleinen Waldgeist Puck, eine Blume zu suchen, deren Saft auf die Augen der schlafenden Titania geträufelt wird und dafür sorgt, dass sie sich in das erste Lebewesen verliebt, das sie beim Aufwachen erblickt.

Schlimme Liebeswirren

Im Wald sind aber auch Handwerker, die ein Theaterstück proben. Puck verwandelt den Hauptdarsteller der Truppe, Herrn Zettel, in einen Esel. Nachdem die Handwerker entsetzt geflohen sind, irrt Zettel der Esel alleine durch den Wald und begegnet der erwachenden Elfenkönigin, die sich in ihn verliebt. Dummerweise hat Puck aber nicht Demetrius mit der Blume berührt, sondern Lysander. Die Liebenden geraten in schlimme Liebeswirren ....

Wie Leistner erklärte, wurde der Autor William Shakespeare am 26. April 1564 in Stratford-on-Avon geboren. Im Jahre 1578 ging Shakespeare nach London, wo er bald in engen Kontakt mit dem Theater war. Bereits 1598 wurde er als hervorragendster Bühnendichter Englands gefeiert.

Die Tourismusbeauftragte der Stadt Ludwigsstadt, Manja Hünlein, ist von Anfang als Schauspielerin mit dabei. Auch beim "Sommernachtstraum" wird sie wieder auf der Bühne stehen. Wer welche Rolle übernimmt, sei noch unklar, erklärte Hünlein bei einem Pressegespräch am Dienstag.

Allerdings machen nach wie vor die Vorbereitungen für die Aufführungen großen Spaß. Das ganze Team sei gewachsen. Im Laufe der Jahre kamen Akteure hinzu, manche gingen weg oder kamen wieder. Sie habe es noch nie bereut, ihre Freizeit in die Shakespeare-Spiele zu investieren. Und: "Wir freuen uns über jeden, der mitmacht!"

Insgesamt neun Aufführungen wird es im nächsten Jahr geben. Diese finden am 2., 3., 4., 5., 6., 10., 11., 12. und 13. Oktober 2019 statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Ausnahme Sonn- und Feiertage.

Wie Bürgermeister Timo Ehrhardt erklärte, wird es auch für diese Aufführungen vergünstigte Familienkarten geben.

Ab Montag gibt es Geschenkgutscheine und Eintrittskarten für die Shakespeare-Spiele im Schiefermuseum Ludwigsstadt, beim Reisebüro Schnappauf und im Internet. Mehr Infos auch unter Telefon 09263/94925.



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