Gleich zwei von Eisenbahnfans geschätzte Loklegenden waren in diesen Tagen auf der elektrifizierten Schienenstrecke im Frankenwald unterwegs: die grün lackierte 18 201 als schnellste betriebsfähige Dampflok und die historische DR-Elok 243 005 im ursprünglichen weinroten Farbkleid als Schubunterstützung. Dazwischen vierachsige Schnellzugwagen aus dem früheren DDR-Regierungszug mit klassischen Abteilen. Außerdem eingereiht waren zwei rotlackierte nostalgische Mitropa-Speisewagen.


Bis zu 160 km/h schnell

"Exclusiv Reisen im Stil der guten alten Zeit" lautete der Titel einer von der Traditionsgemeinschaft Halle organisierten mehrtägigen Sonderzugreise mit mehreren Highlights im Programm. Über 3000 Schienenkilometer von Halle/Leipzig über Nürnberg und Passau bis zum Zielbahnhof Wien wurden zurückgelegt. Und wieder zurück. Dort, wo es die Strecke zugelassen hat, waren die Züge bis zu 160 km/h schnell.


Schmieren ist angesagt

Mit dabei waren insgesamt sechs (!) einsatzbereite Lokführer und Heizer, die sich bei Unterwegshalten auch um die Lokpflege kümmerten, Achslager prüfen mussten und unter dem Motto "wer gut schmiert..." die zahlreichen Oelschmiernippel rund um die 2,30 Meter (!) hohen Treibräder versorgten.

Nachdem im heimischen Bereich schon seit Jahren keine zur Dampflokzeit üblichen Wasserkrananlagen mehr existieren, ergänzten unterwegs Feuerwehren - zum Beispiel in Lichtenfels - den Wasservorrat der für Langstreckenfahrten mit zwei Tendern ausgerüsteten Dampflok. Im Korbstadtbahnhof waren für zahlungskräftige Bahnfans Zu-/Ausstieg möglich.