Beim Fernsehgerätehersteller Loewe in Kronach wird die Kurzarbeit nächste Woche auslaufen. Dies teilte Unternehmenssprecher Roland Raithel auf Nachfrage mit.

Loewe hatte die Kurzarbeit im Sommer bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Sie betraf seit Mitte Juni Teile der Fertigung. Zunächst mussten 121 Mitarbeiter für je drei Tage pro Monat zuhause bleiben. Zuletzt waren es noch 110 Fertigungsmitarbeiter.

"Die Fußball-WM hat nicht den Schub gebracht. Hinzu kam der heiße Sommer. Die Leute haben weniger gekauft. Das war ein generelles Marktphänomen in der Unterhaltungselektronik", sagte Raithel.

Zwei Stunden im Monat kostenlos

Doch glücklicherweise scheine die Durststrecke überwunden. Die Nachfrage im September sei noch verhalten gewesen. Aber schon die Branchenmesse IFA Anfang September in Berlin habe "gute Signale" gebracht. Und "im Oktober haben wir gespürt, dass das Geschäft wieder anzieht".

Jetzt hofft die Branche vor allem, dass das Weihnachtsgeschäft das aufholen kann, was in den zurückliegenden Monaten dieses Jahres fehlte.

Loewe beschäftigt aktuell 563 Mitarbeiter, davon 474 in Kronach - und damit etwa zwei Duzend mehr als noch zu Jahresbeginn. Alle Beschäftigten arbeiten seit dem Sommer wieder zwei Stunden kostenlos, das heißt 35 Stunden Arbeit bei einer Bezahlung für 33 Stunden.

Grundlage ist ein Ende 2016 gefasster und bis Ende 2018 laufender Ergänzungstarifvertrag. Dank guter wirtschaftlicher Lage war diese Regelung zunächst zu Jahresbeginn ausgesetzt worden. Seit Mitte Juni gilt sie wieder - bis zum Jahresende. Wie es danach weitergeht, darüber unterhalten sich aktuell die Tarifparteien.