Steinbach am Wald
Tourismus

Leuchtturmprojekt für den Rennsteig

Das Freizeit- und Tourismuszentrum in Steinbach am Wald wird am Mittwoch offiziell eröffnet. Es bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten.
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Bis auf einem Teil der Außenanlagen ist das Freizeit- und Tourismuszentrum fertiggestellt. Veronika Schadeck, gemalt von Elise
Bis auf einem Teil der Außenanlagen ist das Freizeit- und Tourismuszentrum fertiggestellt. Veronika Schadeck, gemalt von Elise
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Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit ist das Freizeit- und Tourismuszentrum bis auf einen Teil der Außenanlagen fast fertiggestellt. Am kommenden Mittwoch wird die Einrichtung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Für Frühjahr 2020 ist ein "Tag der offenen Tür" geplant.

Es ist schön geworden. Es ist zweifelsohne ein Leuchtturmprojekt, das die Stärken und Sehenswürdigkeiten der Region zeigt und zudem als Sport- und Erholungsort dient. "Das Projekt war für uns alle sehr aufwendig und zeitintensiv", so der Geschäftsleiter, Thomas Kotschenreuther.

Flößerei und Bergbau

Bei einem Pressegespräch fallen zwei Touristen auf, die im "FrankenwaldZentrum" im Obergeschoss die Produktion von Glas auf einem Monitor verfolgen. Maria und Alois Stinglwagner sind zum dritten Mal in der Rennsteig-Region. Zuerst vor der Wende, dann nach der Wende und nun in diesen Tagen. Ihr Fazit: "Es ist eine tolle Einrichtung - hier spiegelt sich alles, was die Region hergibt!"

Und in der Tat. So wird nicht nur die Rennsteigregion im "FrankenwaldZentrum", das sich im Obergeschoss befindet, multimedial und attraktiv in Szene gesetzt. Hingewiesen wird auch auf die Flößerei, auf Glas, Holz, Porzellan. Aus dem Rodachtal wurde gar ein Floß zur Verfügung gestellt. Berücksichtigt wird auch die Stockheimer Bergbaugeschichte werden.

Ein Highlight ist das "GenerationenBad" mit integriertem Mutter-Kind-Bereich und Dampfkabinen. Wie Bürgermeister Thomas Löffler erklärte, habe man bei all den Planungen Wert darauf gelegt, dass alle Generationen sich gut aufgehoben fühlen. Es wurde auf Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit geachtet.

Als eine tolle Sache bezeichnet er die mit dem Freizeit- und Tourismuszentrum angrenzende Rennsteighalle, die durch die Joachim-Wiegand-Sportstiftung errichtet wurde. Der Bürgermeister ist seinem Ehrenbürger dankbar für dieses Projekt. Wenn nun Mitte des Jahres 2020 der Kur- und Erholungspark fertiggestellt ist, dann wird das ganze Areal ein Kleinod der Erholung und körperlichen Betätigung. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass auf dem Außengelände ein Kinderspielplatz mit Pavillon entstehen. Zudem gibt es auch einen Verleih für Nordic-Walking-Stöcke. In Zusammenarbeit mit den Staatsforsten ist zudem ein Waldumbaulehrpfad geplant. Eine Köhlermeiler soll an die Geschichte der Region und der Glasindustrie erinnern. Zudem sollen noch bis Mitte 2020 Liegeflächen für Schwimmbadbesucher geschaffen werden.

Erleichtert ist Löffler zudem, dass mit Dunja Wittmann eine Pächterin für die integrierte "Fichtenstube" gewonnen werden konnte.

Kosten: 9 Millionen Euro

Der Bau des Freizeit- und Tourismuszentrum hat länger gedauert als geplant, die Baukosten stiegen. Als der ehemalige Bürgermeister Klaus Löffler den Spatenstich im Herbst 2014 vornahm, ging man von Investitionskosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro aus. Damals hielt man auch eine Einweihung für Ende 2016 für denkbar. Mittlerweile hat sich nicht nur die Bauzeit verlängert, sondern es sind auch die Kosten auf neun Millionen Euro gestiegen. Darunter fallen 800 000 Euro für die Außenanlagen. Die Fördersumme liegt bei rund drei Millionen Euro.

Bürgermeister Thomas Löffler weist in diesem Zusammenhang auf die Bauhochkonjunktur hin. Es sei nicht immer einfach gewesen, Baufirmen zu gewinnen. Dadurch gab es Zeitverschiebungen. Außerdem seien während der Bauphase Ideen und Entwicklungen dazugekommen. "Eigentlich ist das Freizeitzentrum nie ganz fertig!" Der Bürgermeister räumt zudem ein, einige Ausschreibungen wegen überteuerter Angebote wiederholt zu haben. Sein Geschäftsleiter weist darauf hin, dass alle Planungen und Maßnahmen mit den kommunalen Gremien, mit Tourismusexperten, Ingenieurbüros und sonstigen Fachleuten abgestimmt worden seien.

Thomas Löffler spricht von einem Anlaufpunkt für die nächsten Jahrzehnte und für alle Generationen. Das Freizeitzentrum wurde in den 70-er Jahren unter der Regie des Altbürgermeisters Edwin Trebes und des Altlandrats Heinz Köhler gebaut. Man wollte damit den Tourismus aufbauen. Im Jahre 2009 erfolgte durch den damaligen Bürgermeister Klaus Löffler und seinem Gremium die Beauftragung für eine Konzeptstudie.

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