Buchbach
Jubiläum

Langjährige Organistin in Buchbach wird geehrt

Friedel Fröba ist seit 60 Jahren Organistin in Buchbach. Dafür dankte ihr die katholische Pfarrei St. Laurentius.
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Friedel Fröba an ihrem Arbeitsplatz, der Orgel  Foto: Uwe Zipfel
Friedel Fröba an ihrem Arbeitsplatz, der Orgel Foto: Uwe Zipfel
Pfarrer Diter Glaeser bat die Organistin beim Gottesdienst, für einen Moment ihren Platz am Spieltisch der Orgel zu verlassen, um ihr für "ein Leben für die Musik" zu danken.
Völlig überrascht und etwas ungläubig, da ihr niemand, weder von den fünf Kindern noch von anderen, auch nur den geringsten Hinweis auf die Ehrung gegeben hatte, verließ sie ihren Platz an der Orgel, um die Auszeichnung entgegenzunehmen.

Friedel Fröba hat mit 18 Jahren das Klavierspiel begonnen. Am Anfang lernte sie bei der Cousine ihres Vaters, Liddy Vetterdietz, einer Lehrerin im Ruhestand. Kurz danach musste sie sich einmal die Woche auf den Weg nach Kronach machen, um bei Chordirektor Hofmann das Orgelspiel zu lernen.

Ins kalte Wasser geworfen


Nach einem halben Jahr ist sie ins kalte Wasser geworfen worden und musste mit dem Orgelspiel anfangen, da niemand zur Verfügung stand. Alles weitere eignete sie sich selbst an und erlernte es über Jahre hinweg. "Beim Üben und Spielen lernt man es am Besten" sagte sie und hatte dabei ein Lachen auf den Lippen, da sie sich noch an die Zeit des Blasebalgtretens, den ihre Schwester treten musste, erinnerte. Manchmal, wenn die Noten entsprechend schwierig waren, habe sie der Mut verlassen.

Wer das musikalische Wirken von Friedel Fröba beschreiben wolle, brauche viel Zeit, so der Pfarrer. Das Orgelspiel, der Chorgesang - sie singt im Gesangverein Liederhort Buchbach - und die Instrumentalmusik faszinierten sie seit Jahren.

Das Orgelspiel bestimmte und bestimmt einen großen Teil ihres Lebens: Unzählige Sonntagsgottesdienste, Trauungen, Taufen und Festgottesdienste hat sie mit ihrem Orgelspiel begleitet. Pfarrer Diter Glaeser bezeichnete sie als eine Seelsorgerin, die mit Musik die Menschen begleite und das mit Herz und Kopf und als Organistin natürlich mit Hand und Fuß. Sie habe die Kirchengeschichte in Buchbach mit geprägt. "In den Kirchen der Region sind Sie ohnehin zu Hause. Musik ist Ihr Leben und damit verbunden ist Ihre Gläubigkeit", so der Pfarrer weiter. Es sei ihm eine große Ehre, Friedel Fröba für ihre großen Leistungen und Verdienste um die Kirchenmusik ehren zu dürfen. "Sie haben in bewundernswerter Weise Ihnen vom Schöpfer geschenktes Talent zur Ehre Gottes und zur Freude der anderen eingesetzt und das mit verpflichtenden Terminen an Wochenenden!" Als Dankeschön überreichte er eine geschnitzte Heiligenholzfigur, eine CD und ein Buch. Ein musikalischer Gruß, gespielt von ihrem Bruder Leo (ebenfalls als Organist im Landkreisnorden bekannt), der das Orgelspiel übernahm, begleitet von Michael Ruß an der Trompete, ließ bei den Zuhörern ein Gänsehautgefühl der Rührung aufkommen.

"Süße" Orgel als Präsent


Im Namen der Kirchenverwaltung sagte Kirchenpflegerin Margit Rebhan "Vergelt's Gott" und überreichte eine selbst gebastelte "süße" Orgel mit wertvollen Pfeifen. Den Glückwünschen schloss sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kerstin Grüdl mit einem Blumenstrauß an.

Uwe Zipfel


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