LKR Kronach
Asyl

Landratsamt: Derzeit 582 Flüchtlinge im Kreis Kronach registriert

Ruhig und meist dezentral: Zweieinhalb Jahre nach der großen Flüchtlingswelle ziehen wir ein Integrations-Fazit für den Landkreis Kronach.
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Vor zweieinhalb Jahren kam eine große Welle von Flüchtlingen nach Deutschland -  Hunderte auch in den Landkreis  Kronach, wo es um sie zuletzt recht ruhig ist.  Foto: Uwe Anspach/dpa
Vor zweieinhalb Jahren kam eine große Welle von Flüchtlingen nach Deutschland - Hunderte auch in den Landkreis Kronach, wo es um sie zuletzt recht ruhig ist. Foto: Uwe Anspach/dpa
"Wir haben das gut gemeistert; unsere Maßnahmen haben gegriffen", bilanziert Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) zweieinhalb Jahre nach der großen Flüchtlingswelle. 326 Migranten leben nach Angaben des Landratsamtes im Landkreis Kronach noch in staatlichen Unterkünften, 256 weitere haben zudem eine Wohnung auf dem freien Markt bezogen (Stand: 31. Januar 2018). Am 4. Februar 2016 waren 713 Menschen in staatlichen Unterkünften untergebracht.

Im Vergleich zu anderen Regionen erregen die Migranten im Kreis Kronach nicht mehr viel Aufsehen. Für Politik und Polizei ist die in Kronach angewendete, bayernweit aber zurückgefahrene dezentrale Unterbringung ein Grund dafür.

"Bei uns ist alles ruhig. Ausländerkriminalität ist kein großes Phänomen", sagt Gerhard Anders, Pressesprecher der Inspektion Kronach. Für 2015, 2016 und 2017 spucke sein Computer unter dem Stichwort Asyl zwischen 500 und 600 Einträge aus. Anders: "Ein Schwerpunkt ist nicht festzustellen - weder örtlich noch in der Art der Delikte." Vermehrt seien Fahren ohne Fahrerlaubnis, Sozialhilfebetrug oder unerlaubter Aufenthalt festgestellt worden. Dazu kamen Ruhestörungen sowie Auseinandersetzungen der Flüchtlinge untereinander. "Verstärkte Ladendiebstähle oder gar Überfälle und Vergewaltigungen sind nicht bekannt."

Warum die dezentrale Unterbringung im Kreis Kronach etwas Besonderes ist, was der Helferkreis Asyl, der Kronacher Bürgermeister und das Landratsamt sagen und einen Kommentar der Redaktion lesen Sie hier.
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