Küps
Bauausschuss

Küpser Friedhöfe werden umgestaltet

Auf den sechs gemeindlichen Friedhöfen werden pflegearme Urnengräber angelegt. In Theisenort muss die Natursteinmauer am Ehrenmal instand gesetzt werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die bis zweieinhalb Meter hohe Natursteinmauer am Ehrendenkmal in Theisenort ist in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Rainer Glissnik
Die bis zweieinhalb Meter hohe Natursteinmauer am Ehrendenkmal in Theisenort ist in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Rainer Glissnik

Die Friedhöfe innerhalb des Marktes Küps bekommen ein neues Gesicht. Die Marktgemeinde hat sich auf den Weg gemacht, auf den sechs gemeindlichen Friedhöfen pflegearme Bestattungsformen einzuführen. Maßgeblich beraten wird die Marktgemeinde von der Kreisfachberaterin im Landkreis Kronach, Beate Singhartinger, der Bürgermeister Bernd Rebhan ausdrücklich dankte.

In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erläuterte der Rathauschef die bereits erfolgten Maßnahmen. Beim Friedhofswesen wurde bereits einiges auf den Weg gebracht, um die gemeindlichen Friedhöfe weiterzuentwickeln. Tüschnitz ist bereits für Urnengräber umgestaltet, ebenso Oberlangenstadt. In Johannisthal soll die Maßnahme im September erfolgen. In Theisenort erfolgte eine Ortsbegehung.

Die Grundkonzeption ist immer gleich, erläuterte Bürgermeister Bernd Rebhan. Im neuen Küpser Friedhofsteil soll ein Bereich mit einem anonymen Grabfeld sowie für Urnengräber mit Steinplatten geschaffen werden. Die Garten- und Blumenfreunde Küps waren beteiligt. Für Blumenablage wird ein gemeinsamer Platz am Rande geschaffen. Neben den pflegearmen Urnengräbern wird es auch weiterhin Urnengräber wie bisher geben. In Theisenort ist Ähnliches geplant. Dort muss zudem eine Mauer saniert werden. Das obere hintere Eck ist für die pflegearmen Urnengräber vorgesehen. Die Arbeiten sollen noch heuer vom Bauhof ausgeführt werden. Ralf Pohl meinte, dass im hinteren Bereich unbedingt eine zweite Wasserentnahmestelle errichtet werden soll. Dies ist vorgesehen, sicherte Bürgermeister Rebhan zu.

Urnenwände sind nicht beschlossen, weil es genug Platz auf allen Friedhöfen gibt, informierte der Bürgermeister. Sie haben den Nachteil, dass Urnen nach 20 Jahren herausgenommen werden und andernorts bestattet werden müssen.

Im Rathaus sollen die alten Fenster durch neue ersetzt werden. Ein gewaltiges Problem ist der mangelnde Sonnenschutz. Etliche Büros heizen so im Sommer erheblich auf. Ralf Pohl riet, intensiv nach Fördermöglichkeiten zu schauen. Eventuell solle deshalb auch noch gewartet werden. "Ich möchte da nicht mehr warten, weil es nicht auszuhalten ist", warb der Rathauschef für schnelles Handeln. Insgesamt sind es 44 Fenster, geschätzt wird mit Kosten von 43 000 Euro.

Fugen müssen erneuert werden

Die bis zu zweieinhalb Meter hohe Natursteinmauer am Ehrendenkmal in Theisenort ist in einem schlechten Zustand. Es sind schon einige Steine herausgebrochen, andere sind porös. Ingenieur Markus Albrecht (IVS) besichtigte die Mauer. Die Fugen wurden mit zu hohem Zementgehalt hergestellt, so dass hier keine Feuchtigkeit entweichen kann. "Wir haben da dringenden Handlungsbedarf", erklärte das Marktgemeindeoberhaupt. Überhängender Bewuchs wurde bereits etwas entfernt. Die Altverfugung muss erneuert werden. Durch Verpressen soll eine statische Sicherung erfolgen. Die Abdeckplatten müssen neu aufgesetzt werden. Entlastungsöffnungen wurden vorgeschlagen, damit Sickerwasser abfließen kann. Gerechnet wird mit 75 000 Euro Kosten. Das Büro IVS wurde beauftragt, die Instandsetzungsarbeiten in die Wege zu leiten.

Ralf Pohl regte an, am Ehrenmal auch die Steinfigur zu untersuchen und eventuell etwas zu tun, damit diese nicht noch stärker verwittert. Er wünschte sich auch, dass möglichst eine dort stehende Linde erhalten werden sollte. Es soll vorher noch einen Ortstermin geben.

In der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde die Anschaffung eines Pritschenwagens für die Grünpflege beschlossen, nachdem das alte Fahrzeug sehr reparaturbedürftig wurde. Kosten: 45 000 Euro.

In Schmölz wird am 22. September ein E-Bike-Treffen stattfinden. Der Bau- und Umweltausschuss gab grünes Licht, dass Heike Förtsch - Betreiberin des Schmölzer Biergartens - an diesem Tag den Schmölzer Dorfplatz nutzen kann. Das Treffen wird vor allem auf dem Gelände des Biergartens stattfinden, für einige Infostände will sie auch den Dorfplatz nutzen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren