Kronach
Lichtakademie

Kronachs Obere Stadt lässt Licht aufgehen

In der Lucas-Cranach-Straße soll eine Lichtakademie entstehen. Doch nicht nur für diesen Zweck ist geplant, ein Gebäude herzurichten.
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In der Lucas-Cranach-Straße möchten die Verantwortlichen von "Kronach leuchtet" eine Lichtakademie installieren. Eine Sanierung des Gebäudes wird auch aus anderen Gründen positiv gesehen. Foto: Marian Hamacher
In der Lucas-Cranach-Straße möchten die Verantwortlichen von "Kronach leuchtet" eine Lichtakademie installieren. Eine Sanierung des Gebäudes wird auch aus anderen Gründen positiv gesehen. Foto: Marian Hamacher

Dass gezielt eingesetztes Licht ein Stück Lebensqualität in eine Stadt trägt, beweist das Team von "Kronach leuchtet" seit Jahren. Nun könnte das Wissen darum zu einem Exportschlager werden. Eine Lichtakademie in der Oberen Stadt soll's möglich machen.

"Die Stadt ist durch ,Kronach leuchtet‘ europaweit ein Begriff geworden", betonte der Initiator der Veranstaltung, Rainer Kober, am Montagabend in der Stadtratssitzung. Über die Jahre habe sich das Team eine große Kompetenz in Sachen Licht erworben. Nun sehen Kober, Vorsitzender von Kronach Creativ, und Projektleiter Markus Stirn die Zeit gekommen, dieses Wissen weiterzutragen. Eine Lichtakademie ist das Ziel. "In der Lichtbranche fehlt genau diese Aktivität", betonte Kober und sprach von einem möglichen Alleinstellungsmerkmal für die Cranach-Stadt. Stirn versicherte, dass es "ein großes Feld ist", dass die Akademie abdecken könnte.

Eine Förderung für diese Arbeit steht in Aussicht, drei Vollzeitstellen soll sie ermöglichen, hofft der Projektleiter. Allerdings braucht es für eine solche Akademie auch Räumlichkeiten. Die hoffen die Verantwortlichen, in der Oberen Stadt gefunden zu haben. Das Gebäude in der Lucas-Cranach-Straße 27 wurde dafür ausgewählt. Dort sollen nach den Plänen des Architekturbüros 3D Lichtlabore, Lehrsäle, Büro und Dozenten-Appartement entstehen.

Von der barrierefreien Erschließung dieses Gebäudes könnten auch andere profitieren. Die Stadt könnte in diesem Zuge die öffentliche WC-Anlage in dem so genannten Fiedlershaus aus dem 17. Jahrhundert herrichten lassen.

Heimatstuben bleiben

Und wie Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) weiter versicherte "werden die Podersamer Heimatstuben bleiben". Auch ihre Räume würden durch eine Sanierung aufgewertet werden.

Das Gebäude befindet sich insgesamt in einem schlechten Zustand. Es ohne den Gewölbekeller zu sanieren, kostet nach derzeitiger Schätzung circa 2,3 Millionen Euro.

"Die Sanierung bringt Leben in die Obere Stadt", war Jonas Geissler (CSU) überzeugt. Martina Zwosta fand die Kosten "ein wenig arg hoch". Marina Schmitt (SPD) hielt es für dringend notwendig, die Toilettenanlagen wieder in Schuss zu bringen und gerade stadteigene Gebäude herzurichten. Michael Zwingmann (FW) freute sich über die Sanierungspläne, auf die mit der Lichtakademie auch noch ein Konzept oben drauf gesetzt werde. Eine barrierefreie Lösung befürwortete Peter Witton (Grüne).

Mögliche Förderungen und die genauen Baukosten sollen nun im Detail ermittelt werden. Das vorgelegte Konzept für die Akademie wird derweil weiter verfolgt. Das beschloss der Stadtrat einstimmig.

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