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Kronach
Eröffnung

Kronachs Festung Rosenberg als Kernmarke

Mit dem neuen Zeughaussaal bekommen die historischen Gemäuer eine Veranstaltungsstätte für Unternehmen. Kronachs Bürgermeister freute sich bei der feierlichen Einweihung über einen Förderbescheid in Höhe von 5,4 Millionen Euro.
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Der neue Zeughaussaal ist technisch modern ausgestattet und besticht durch individuell anpassbare Beleuchtung. Foto: Maria Löffler
Der neue Zeughaussaal ist technisch modern ausgestattet und besticht durch individuell anpassbare Beleuchtung. Foto: Maria Löffler
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"Wir müssen unsere Festung in den Herzen der Kronacher Bürger verankern." Die Leiterin des Kronacher Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs, Kerstin Löw, weckte in ihrer Rede zur feierlichen Eröffnung des neuen Zeughaussaales tiefe Emotionen. Sie sprach von der Festung als "Kernmarke" und als emotionalen Bezugspunkt. Und sie bezeichnete den Neuen Zeughaussaal als Baustein zur kulturhistorischen Wertschätzung.

Erschließen möchte die Tourismuschefin das "Erlebnis Festung Rosenberg" vor allem auch einer ganz neuen Zielgruppe, nämlich den Unternehmern. Konzerte, Vorträge, Tagungen und Seminare, alles wäre denkbar, denn sowohl die "High-End-Technik" als auch die Möglichkeit zur Unterteilung des großen Saales machten das möglich. So könne man ein "wochenend-fokussiertes Geschäft auf die Woche verlagern.

Aber nicht nur Löw brachte Emotionen ins Spiel: Auch Oberfrankens Regierungsvizepräsident Thomas Engel bezeichnet die Festung als "ein Stück Heimat, das den Blick gefangen hält. Sie schafft Identität." Vor allem lobte er "ein sensibles Umgehen mit der Bausubstanz, die an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst wurde."

Der Einsatz erheblicher, finanzieller Mittel habe sich also gelohnt. "Es kommt wieder Leben in und auf die Festung." Damit man diesen Weg auch weiter beschreiten könne, sei er nicht mit leeren Händen gekommen. Einem erfreuten Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein überreichte er einen Förderbescheid in Höhe von 5,4 Millionen Euro.

Risiken und Nebenwirkungen

Von einem "Arbeitstsunami mit Risiken und Nebenwirkungen sprach Bauamtsleiter Daniel Gerber, der hoffte, dass "Brandschutzklappen und Entrauchungsanlagen nicht zum Dauerbrenner" werden würden. Er fasste die Sanierungsmaßnahmen noch einmal in einem Vortrag zusammen und würzte den mit seinem bekannt trockenen Humor. Sein Bogen spannte sich von einer "wehrhaften und militärischen Nutzung" über den "Sitz und Zufluchtsort der Fürstbischöfe" hin zur "Verteidigungsarchitektur", einer "Nutzung als Zivilstrafanstalt und Kriegsgefangenenlager", einem "Rüstungsstandort" und einer "Wohnunterkunft für Flüchtlinge und finanziell schwächeren Mitbürgern."

Landrat Klaus Löffler entdeckte "Neues im Vertrauten", als er sich umblickte. Dennoch beschäftigten ihn Fragen wie: "Wo stehen wir und wo wollen wir hin?" Am Ende sei man noch lange nicht: "Wir haben eine starke Kreisstadt, müssen aber auch Chancen zulassen."

Pastoralreferentin Sarah Maria Röck-Damschen wünschte sich, dass künftig in diesem Saal Menschen zusammenkommen, die einander verstehen und die sich untereinander austauschen. Musikalische Akzente setzte die Berufsfachschule für Musik Oberfranken-Kronach.

Förderung:

Volumen Bisher wurden zwölf Millionen Euro in die Festung Rosenberg investiert.

Planung Die Stadt Kronach rechnet mit weiteren 6,6 Millionen Euro.

Zuschüsse Insgesamt sind seit 1972 bereits 24 Millionen Euro in Kronacher Sanierungsgebiete geflossen.

Finanzierung Die Realisierung der beiden Zeughäuser betrug geschätzt 5,6 Millionen Euro, von denen bisher 5,5 Millionen ausgegeben wurden.