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Kronacher Weinfest: Die Neue auf dem Trauben-Thron

Seit Samstagabend hat Kronach eine neue Weinkönigin. Katrin Welscher wird Kronach für ein Jahr repräsentieren. Als Weinprinzessinnen stehen ihr Christina Seegenschmiedt und Nicole Hühnlein zur Seite
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Katrin Welscher konnte sich bei der Wahl zu Weinkönigin durchsetzen.  Fotos: Heike Schülein
Katrin Welscher konnte sich bei der Wahl zu Weinkönigin durchsetzen. Fotos: Heike Schülein
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Die Kronacher lieben ihr Weinfest - gehört es doch aufgrund seiner besonderen Atmosphäre und einzigartigen Stimmung ohne Zweifel zu den schönsten Kronacher Festen im Jahreskreis. Am Wochenende erlebte der Dauerbrenner seine bereits 66. Auflage. Zunächst an anderen Standorten beheimatet, findet das sommerliche Highlight nunmehr schon seit vielen Jahren im mit vielen bunten Lichtern beleuchteten Stadtgraben statt. Für die Ausrichtung zeichnen seit 19 Jahren die Kronacher Musikanten und des Jugendorchesters Kronach verantwortlich, die sich erneut über zahlreiche Gäste freuen durften.

Höhepunkt zu später Stunde

Unbestrittener Höhepunkt war die Wahl der neuen Kronacher Weinkönigin am Samstagabend. Scheinbar handelt es sich auch bei Petrus um einen Fan des süffigen Rebensaftes. Nach tagsüber reichlich Regen durchwachsenem Wetter blieb am Abend und in der Nacht trocken, sodass die Inthronisierung der neuen Majestät von Schauern verschont blieb.

Heuer bewarben sich gleich vier junge Damen um den "Traubenthron". Keine leichte Aufgabe für die vielen Gäste, sich für eine Regentin zu entscheiden. Um 23 Uhr oblag es schließlich Kronachs Bürgermeisterin Wolfgang Beiergrößlein, das Ergebnis zu verkünden. In einem "starken Feld" machte Katrin Welscher aus Theisenort das Rennen. Die 27-Jährige wird ab sofort für majestätischen Glanz bei verschiedenen Anlässen in Kronach aber auch Kronachs Wein-Partnerstadt Rhodt unter Rietburg sorgen. Sie strahlte übers ganze Gesicht, als der feierliche Krönungsakt vollzogen wurde und sie die königlichen Insignien erhielt. Als Weinprinzessinnen stehen ihr Christina Seegenschmiedt und Nicole Hühnlein zur Seite, die die zweit- beziehungsweise drittmeisten Stimmen erhielten. Ebenfalls zur Wahl hatte sich Claudia Treuter gestellt.

Obwohl die Freude bei Katrin Welscher groß war, hatte sie ihre Bewerbung eigentlich nicht geplant. "Seit einigen Jahren sagen meine Musikerkollegen immer zu mir, ich solle mich doch einmal als Kandidatin aufstellen lassen. Ganz spontan habe ich das dann heute auch gemacht. Aber ich freue mich natürlich schon sehr, dass ich gewählt wurde", erzählt Kronachs neue Majestät, die im Jugendorchester Kronach und bei den "Kronacher Musikanten" Flügelhorn und Trompete spielt.

Weinkönigin zu sein, sei eine ehrenvolle Aufgabe. Am meisten freue sie sich auf den Besuch in der pfälzischen Weinbauerngemeinde Rhodt unter Rietburg, mit der Kronach eine enge und freundschaftliche Partnerschaft pflegt. Auch das Fest erfolgt in guter Zusammenarbeit mit der Rhodter Winzergenossenschaft. Obwohl es ja hierfür keine bestimmte Kleidervorschrift gibt, will Katrin Welscher bei ihren Auftritten Dirndl tragen und natürlich das Diadem, das ja Pflicht ist. Die medizinische Fachangestellte ist selber einem edlen Tropfen Rebensaft nicht abgeneigt - am liebsten Bacchus, womit wir schon bei einem weiteren Top-Thema des Abends wären.

Ein Bacchus für Kronach?

Bürgermeister Beiergrößlein hatte nämlich beim Verkünden des Wahlergebnisses mit einem Grinsen im Gesicht vermeldet, dass Andreas Geßlein, obwohl sich dieser gar nicht um eine Regentschaft beworben hatte, eine stattliche Anzahl an Stimmen erhalten hatte. "Ich werde eine Antrag an meinen Stadtrat stellen, dass wir im nächsten Jahr neben einer Weinkönigin erstmals auch einen Kronacher Bacchus wählen", meinte das Stadtoberhaupt augenzwinkernd, von der Idee aber offensichtlich durchaus angetan.

Er und Günter Soja, Vorsitzender des Jugendorchesters Kronach, hatten eingangs die Gäste zum Schnapszahl-Weinfest willkommen geheißen. Ein großes Anliegen war dem Stadtoberhaupt dabei der Dank an Christina Seegenschmiedt, die im vergangenen Jahr für die von ihrem Amt zurückgetretene Weinkönigin eingesprungen war und dabei Kronach vorbildlich repräsentiert hatte. Als Anerkennung hierfür lud er sie auch zum anstehenden Besuch im schönen Rhodt ein. Großen Respekt zollte er auch ihren drei Mitbewerberinnen für ihre Kandidatur. Dem schloss sich Rhodts Bürgermeister . Torsten Engel an, der die Weinkönigin - auch namens der mit angereisten Abordnung aus seiner Heimat, darunter auch Rhodts Weinprinzessin Johanna I. - beglückwünschte.

Für die richtige Stimmung sorgten am Samstag die "Kronacher Musikanten", dieses Mal dann auch mit königlichem Glanz in eigenen Reihen. Am Freitagabend hatte die "TomTomBand", bestens bekannt von den Büttenabenden der "Kroniche Fousanaocht", Oldies, Pop und Schlager aus sechs Jahrzehnten zum Besten gegeben. A

m Sonntagnachmittag spielten das Kidsorchester und das "Jugendorchester Kronach" auf, bevor anschließend in altbekannter Weise die "Original Heidelbergler" aus Schmölz für den Ausklang des wieder einmal sehr gelungen Festes sorgten.

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