Kronach
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Kronacher Weihnacht: Nicht nur essen, sondern auch kaufen

Die Vorbereitungen für die Kronacher Weihnacht haben längst begonnen. Wie jedes Jahr soll der Markt wieder einer der Höhepunkte im Stadtgeschehen werden.
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Die Vorbereitungen für die Kronacher Weihnacht laufen auf Hochtouren. Foto: Marco Meißner/Archiv
Die Vorbereitungen für die Kronacher Weihnacht laufen auf Hochtouren. Foto: Marco Meißner/Archiv

Bei Steffen Mahr, dem Vorsitzenden des Vereins Kronacherleben, hat die Weihnachtszeit schon längst begonnen - die Planungen für die Kronacher Weihnacht laufen auf Hochtouren. Ab dem 30. November lockt der Marienplatz mit seinem weihnachtlichen Glanz wieder die Besucher an.

Noch sei man dabei, alle Anmeldungen der Verkäufer zu sortieren, sagt Mahr. Wie viele Händler dabei sind, dazu könne man noch nichts endgültiges sagen. Sonst seien es 35 bis 40 Aussteller. Für den Marienplatz hätten sich viele Verkäufer angemeldet, an heißem Glühwein und deftigen Bratwürsten wird es nicht fehlen. "Alles, was mit Essen und Trinken zu tun hat, ist kein Problem", sagt Mahr. Schwieriger sei es dagegen, Verkäufer von Handwerksartikeln zu finden.

Denn die vielen Besucher, die über den Weihnachtsmarkt schlendern, essen und trinken zwar gerne etwas, kaufen aber wenig. "Es ist nicht mehr so wie früher, dass man auf den Weihnachtsmarkt geht, um Christbaumkugeln zu kaufen", meint Mahr. Stattdessen steuern viele Besucher erst einmal zielstrebig die Glühwein- und Essensbuden an.

Händler in Kühnlenzpassage?

Wenn dann die Händler ihre Buden wegen des Marktgesetzes bereits um 20 Uhr schließen müssen, wird es zwischen den Essensbuden leer. Deshalb habe man sich in diesem Jahr dazu entschlossen, alle Buden mit Handwerksprodukten in die Kühnlenzpassage zu verlegen.

Ob es tatsächlich so kommt, steht aber noch nicht fest. Die Aussteller können nämlich auf ihren Anmeldungen selbst entscheiden, ob sie lieber auf den Marienplatz oder in die Kühnlenzpassage wollen.

Außerdem möchten die Organisatoren den Händlern entgegenkommen: "In diesem Jahr haben wir die Standgebühr für Handwerker und gemeinnützige Aussteller nach unten gesetzt, damit die Kosten gedeckt sind", sagt Mahr. Rund 60 Euro müssen diese nun für ein Wochenende bezahlen.

Anmeldungen sind willkommen

Anmeldungen von Ausstellern mit Handwerksartikeln seien weiterhin willkommen. "Wir wissen aus Erfahrung, dass sich viele Aussteller erst kurz vor knapp anmelden. Wir wollen noch den ein oder anderen Neuen animieren, das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt zu erweitern", betont Mahr.

Eine weitere Alternative, um die Handwerksbuden zu stärken, könnte das Konzept sein, das auf einem großen Weihnachtsmarkt in Oberfranken durchgeführt wird. Auf diesem sei jeder Glühweinverkäufer gleichzeitig Schausteller, berichtet Mahr. So soll das Gleichgewicht von Gastronomie und Handwerk bewahrt werden. Eine Händlerin, die schon seit sechs Jahren bei der Kronacher Weihnacht vertreten ist, ist Sabine Seelow. Zusammen mit ihrer Nachbarin verkauft sie selbst gestrickte Strümpfe, Babyschuhe, Handschuhe, Mützen und Zürdelsocken. Für Seelow ist nach dem Weihnachtsmarkt vor dem Weihnachtsmarkt: Das ganze Jahr über ist sie fleißig am Stricken.

Stammkunden sind treu

Über zu wenig Kundschaft macht sie sich noch keine Sorgen, vor allem Stammkunden seien ihr treu. Aber so seien nicht alle Kunden: "Es gibt Leute, denen ist alles zu teuer", sagt Seelow. Manche würden dann versuchen zu handeln. Den meisten seien die Handwerksprodukte aber noch etwas wert.

Dass die Besucher über den Markt schlendern, eine Bratwurst essen und einen Glühwein trinken, aber nicht an den Handwerksständen stehen bleiben, hat Seelow schon beobachtet. "Wenn nichts gekauft wird, dann brauche ich auch nicht mehr zu kommen", sagt sie.

An drei Wochenenden steht sie mit ihren selbst gestrickten Socken in einer Bude auf der Kronacher Weihnacht. Seelow möchte ihre Waren dort auch weiterhin verkaufen. Jedoch: "Wenn ich mehrmals ein Minusgeschäft machen würde, dann würde ich sagen es rentiert sich nicht mehr", so die Händlerin.

Am ersten Adventswochenende verkauft Seelow ihre Waren auf dem Weihnachtsmarkt in Mitwitz. Dass selbst gemachte Produkte auf einem Weihnachtsmarkt durchaus gut angenommen werden, sieht sie dort immer wieder. "Tee, Bonbons, Adventskränze: Das kauft man alles da."

Die Kronacher Weihnacht 2018

Öffnungszeiten Wie schon im vergangen Jahr ist der Kronacher Weihnachtsmarkt freitags und sonntags von 14 bis 22 Uhr geöffnet. Samstags öffnen die Geschäfte ab 12 Uhr. Die Händler müssen ihre Buden wegen des Marktgesetzes bereits um 20 Uhr schließen.

Händler Wer seine Handwerkswaren auf der Kronacher Weihnacht anbieten will, kann sich dafür noch gerne bei den Organisatoren von Kronacherleben anmelden. fr

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