Kronach
Europäischer Festungssommer

Kronacher Start mit blauen Luftballons

Die Festung Rosenberg ist dieses Jahr zum ersten Mal Austragungsort des "Europäischen Festungssommers". Am Dienstag fiel der Startschuss.
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Blaue Luftballons umwirbelten die Festung Rosenberg, als am Dienstagnachmittag der "Europäische Festungssommer" offiziell von Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (vorne rechts)  eröffnet wurde.Veronika Schadeck
Blaue Luftballons umwirbelten die Festung Rosenberg, als am Dienstagnachmittag der "Europäische Festungssommer" offiziell von Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (vorne rechts) eröffnet wurde.Veronika Schadeck
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Bei diesem Event finden an 15 Orten in zehn Ländern, wie beispielsweise in Polen, Ungarn europaweit Veranstaltungen in historischen Gemäuern statt. Die Festung Rosenberg ist mit dem Festival "Crana Historica", Rosenbergfeststellen und "Kronach leuchtet" vertreten. Am Dienstagnachmittag wurde der "Europäische Festungssommer" offiziell von Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein mit Salutschüssen von der "Cronacher-Ausschuss-Compagnie 1632" und den "tapferen Weibern" und mit aufsteigenden Luftballons eröffnet. Seit dem Jahre 1888 befinde sich die Festung Rosenberg im Eigentum der Stadt, so der Bürgermeister. Das sei auch mit Herausforderungen verbunden. Die Stadt erhalte zwar hohe Förderungen, wenn es um Sanierungsmaßnahme gehe, jedoch müsse sie auch ihre Hausaufgaben machen. Denn, so Beiergrößlein: "Wir wollen das Erbe für die zukünftige Generation bewahren!"

Bei seinen Ausführungen wurde deutlich, dass - um diese Ziel zu erreichen - der Stadt auch daran gelegen sei, die Festung Rosenberg mit Leben zu erfüllen. Sei es durch Trauungen auf der Festung, der fränkischen Galerie, Veranstaltungen oder durch die Festungsjugendherberge, die sich in der Endausbauphase befindet.
Was hat es nun mit dem Festungssommer auf sich? Es bedeutet, dass verschiedene Events in beziehungsweise auf den Areal von historisch außergewöhnlichen Festungen stattfinden. Das können Festivals, Konzerte, Historienspektakel, Ausstellungen und mehr sein. Karl Göhner vom Landesamt für Denkmalpflege erklärte, dass die Europäische Kommission 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr benannt hat. Es gehe darum, dass man mit attraktiven Veranstaltungen in spannender und historischer Kulisse innerhalb Europas Verbindungen schaffen möchte. Europa, so Göhner, habe derzeit eine Krise. Hinzu komme der Brexit und schließlich der erstarkende anti-europäische Populismus. Dass wieder die Begeisterung für das Verbindende zunimmt, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Er sprach davon, dass eine über 60-jährige Friedenszeit keine Selbstverständlichkeit sei. "Friedenszeiten bringen aber auch Bequemlichkeiten mit sich." Das Jahr 2018 stehe im Kontext, was Europa - leider auch im negativen Sinne - zu bieten habe. Er sah in dem Festungstourismus eine Möglichkeit, Menschen wieder mit und innerhalb Europas zu verbinden. Göhner bedankte sich bei der Festungsstadt und dem Verein Europäischer Festungstourismus und Festungsmarketing Netzwerk e.V. für die Ausrichtung des Europäischen Festungssommers. Er sehe mit dieser Aktion und mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 einen ersten Schritt darin, dass die Kräfte gebündelt werden, sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen und die Gemeinschaft örtlich, regional und überregional zu stärken.

Der "Europäische Festungssommer" wird vom Europäischen Festungstourismus und Festungsmarketing Netzwerk e.V. organisiert. Es ist eine nationale und transnationale Kooperation von Festungen, Institutionen, Kommunen und Experten zur Entwicklung von Festungstourismus. Die teilnehmenden Festungsmonumente erreichen über dieses Netzwerk eine breite Präsenz innerhalb Europa. Es steht somit ein spezielles touristisches Produkt für den Kulturtourismus zur Verfügung. Mehr Infos unter www.Forte-cultura.eu und auch beim Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach unter Telefon 09261/97319 oder bei kerstin.loew@stadt-kronach.de
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