Kronach
Initiative

Kronacher sollen mehr erleben - neuer Verein hat noch viel vor

Der neu gegründete Verein "Kronach erleben" entstand zwar, weil die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes zur Disposition steht. Doch die knapp ein Dutzend Gründungsmitglieder haben mehr vor.
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Der Anlass für die Vereinsgründung ist zwar die Bewerbung um den Kronacher Weihnachtsmarkt. Doch das soll nicht alles sein. Foto: Archiv/Fugmann
Der Anlass für die Vereinsgründung ist zwar die Bewerbung um den Kronacher Weihnachtsmarkt. Doch das soll nicht alles sein. Foto: Archiv/Fugmann
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Sie ist der Anlass, aber noch lange nicht alles. Die Kronacher Weihnacht ist zwar ausschlaggebend dafür, dass sich am Freitagabend der Verein "Kronach erleben" gegründet hat. Trotzdem haben die Gründungsmitglieder viel mehr vor, als sich "nur" um die Ausrichtung des Kronacher Weihnachtsmarktes, die zuvor drei Jahre lang die Aktionsgemeinschaft inne hatte, zu bewerben.

Von Events ist die Rede. Sie sollen aber keine Konkurrenz zu Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft werden, sondern eine Ergänzung. Oder wie es der Vorsitzende Paul Schnell ausdrückt, sie sollen die Lücken auffüllen, so dass - wie der Vereinsname zweideutig sagt - die Leute Kronach erleben können beziehungsweise das Kronacher Leben um einige Veranstaltungen reicher wird.

Knapp ein Dutzend Gründungsmitglieder hoben den Verein am Freitagabend aus der Taufe. Jeweils einstimmig wurden zum Vorsitzenden Paul Schnell (Weka), zum Zweiten Vorsitzenden Steffen Mahr (Rosenbergalm), zur Schriftführerin Irene Tobiaschek (Samsara) und zum Kassier Johannes Fehn (Leder Kestel) gewählt.

Paul Schnell wollte in der Gründungsversammlung "nicht nach hinten, sondern vielmehr nach vorne schauen". Dass es zwischen einigen der Gründungsmitglieder und der Aktionsgemeinschaft zuvor zum Bruch gekommen war, ist aber ein offenes Geheimnis, nicht zuletzt nachdem einige davon im zurückliegenden Jahr aus der Aktionsgemeinschaft ausgetreten sind. "Irgendwann ist das Maß voll, die Fronten sind verhärtet", kommentierte dies Schnell lediglich.

Nachdem die Aktionsgemeinschaft erklärt habe, den Weihnachtsmarkt nicht über 2014 hinaus ausführen zu wollen, haben er und sein Kollege Jochen Friedrich als Geschäftsleitung des Kronacher Kaufhauses Weka der Stadt in einem Schreiben erklärt, dies künftig tun zu wollen. "Gleichwohl geht das nicht als Firma", erklärte er. Im weiteren Verlauf habe man also Kontakt zu dem Verein Kronach Creativ aufgenommen. Doch der Regionalmarketingverein habe letztlich entschieden, sich nicht um die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes bewerben zu wollen.

Und nachdem am 31. Januar die Bewerbungsfrist bei der Stadt abläuft, habe man nun also schnell handeln müssen, immerhin brauche es ein Dach, unter dem man sich um die Ausrichtung des Marktes bemühen kann, beschrieb Schnell den Weg zur Vereinsgründung.

Doch er betonte auch, dass der Verein mehr will, als "nur" die Kronacher Weihnacht ausrichten. Die Aktionsgemeinschaft veranstalte drei beziehungsweise vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr, drum herum will künftig der Verein "Kronach erleben" mit verschiedenen Veranstaltungen auffüllen. Gründungsmitglied Jochen Friedrich (Weka) beschrieb dies so: "Das soll sich ergänzen, wir wollen etwas für Kronach tun, nicht gegen jemanden. Es sollen Sachen sein, die es in Kronach bisher noch nicht gibt."

"Wir wollen etwas voranbringen", brachte Schnell das Ziel des Vereins auf den Punkt. Deshalb hat er auch das Amt des Vorsitzenden auf Vorschlag von Bürgermeister und Wahlleiter Wolfgang Beiergrößlein und nach einstimmiger Wahl angenommen. "Wenn wir alle zusammenhalten, kann es nur geradeaus gehen", zeigte er sich sicher. Bürgermeister Beiergrößlein zeigte sich dankbar und erklärte, den Verein begleiten zu wollen, wenngleich er in Bezug auf den Bruch mit der Aktionsgemeinschaft bedauerte, dass "es so gekommen ist". Dieser sei er dankbar, den Weihnachtsmarkt drei Jahre gestaltet zu haben. Es sei wichtig für Kronach, dass es Leute gibt, die sich nicht nur um die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes, sondern auch um weitere Events bemühen.
Dem stimmte auch Jochen Friedrich zu: "Es ist für Kronach ein Segen, dass der Weihnachtsmarkt zur Disposition steht, weil daraus nun noch mehr entsteht."

Bis zum 31. Januar können sich Interessenten um die Ausrichtung des Kronacher Weihnachtsmarktes bei der Stadt Kronach bewerben. Danach entscheidet der Stadtrat, wer den Zuschlag letztlich erhält.

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