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Kronach
Tierseuche

Afrikanische Schweinepest breitet sich aus: Fränkische Schweinebauern in Sorge

Die Afrikanische Schweinepest treibt Schweinebauern wie Christian Diller aus Glosberg Sorgenfalten auf die Stirn. Bricht die Seuche in seiner Umgebung aus, kann er kein einziges Tier mehr verkaufen. Doch der 31-Jährige befürchtet, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist.
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Landwirt Christian Diller aus Glosberg macht in seiner Schweinemast alles Erdenkliche, um das ASP-Risiko so gering wie möglich zu halten. Der 31-Jährige weiß aber auch, dass die Seuche im Falle eines Ausbruchs auch seinen Betrieb treffen würde. Foto: Sandra Hackenberg
Landwirt Christian Diller aus Glosberg macht in seiner Schweinemast alles Erdenkliche, um das ASP-Risiko so gering wie möglich zu halten. Der 31-Jährige weiß aber auch, dass die Seuche im Falle eines Ausbruchs auch seinen Betrieb treffen würde. Foto: Sandra Hackenberg

Kommt der Pestzug einmal ins Rollen, ist er kaum aufzuhalten. Spätestens, seit ein infizierter Wildschwein-Kadaver in Westpolen - gerade einmal 42 Kilometer vor der Grenze zu Deutschland - aufgefunden wurde, ist klar: Bis die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch hierzulande ausbricht, ist es nur eine Frage der Zeit. Da sind sich die Experten einig.

Nicht nur Kronachs Schweinebauern wie etwa Christian Diller sehen mit Sorgenfalten in die Zukunft. Zwar trifft der 31-Jährige alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen, um seine Schweine vor der hoch ansteckenden Seuche zu schützen. Doch der Landwirt glaubt, dass ein Ausbruch der ASP die ganze Schweinebranche in eine Krise stürzen würde - seinen eigenen Betrieb mit inbegriffen.

Der Kreis Kronach versucht, das Risiko zu minimieren. Welche vorbeugenden Maßnahmen bereits getroffen wurden, lesen Sie auf inFranken.dePLUS.

Vorsorgemaßnahmen gegen Schweinepest: Risikozonen werden eingerichtet

Um sich vor der Schweinepest zu schützen haben die Behörden in Deutschland und Polen weitere Vorsorgemaßnahmen vereinbart. Auf beiden Seiten der Grenze sollen "Risikozonen" von mindestens acht bis 15 Kilometern mit Vorgaben zur Wildschweinjagd eingerichtet werden, wie das Bundesagrarministerium am Freitag in Berlin mitteilte.

Die Tierseuche breitet sich in Polen aus. In Brandenburg sollte am Freitag - als weiterer Schutz vor einer Einschleppung nach Deutschland - mit dem Bau von Zäunen an der Grenze begonnen werden.

Das Bundesagrarministerium appellierte erneut an die Länder, sich für den Fall eines Ausbruchs zu wappnen.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Die deutschen Bauern sind aber besorgt. Beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein würde Deutschland den Status als "seuchenfrei" verlieren und es drohten Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.

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