Kronach
Musik

Kronacher Schülerbands heizen Würzburg ein

Mit gleich drei Gruppen reiste die Kronacher Gottfried-Neukam-Mittelschule nach Würzburg, um beim Festival "rock.im.puls - Bandklassen on stage" aufzuspielen - und viele neue Erfahrungen zu sammeln.
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Die Bandklassen an der Gottfried-Neukam-Mittelschule "Bass(t) scho!" und "Crazy Frogs" sowie die Schulband "No Name" begeisterten ihr Publikum beim Festival "rock.im.puls - Bandklassen on stage". Foto: privat
Die Bandklassen an der Gottfried-Neukam-Mittelschule "Bass(t) scho!" und "Crazy Frogs" sowie die Schulband "No Name" begeisterten ihr Publikum beim Festival "rock.im.puls - Bandklassen on stage". Foto: privat
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45 Schülerbands, 600 Musiktalente - und mittendrin die Bandklassen "Bass(t) scho!" und "Crazy Frogs" sowie die Schulband "No Name": Gleich mit drei Gruppen - und damit als eine der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Schulen - ging die Kronacher Goffried-Neukam-Mittelschule beim Festival "rock.im.puls - Bandklassen on stage" auf dem Würzburger Landesgartenschau-Gelände an den Start.

Vertreten waren dort Klassenbands aus ganz Bayern mit zehn bis 15-jährigen Schülern in den Kategorien "Jahrgangsstufe 5", "Jahrgangsstufe 6" und "Schülerbands 7. bis 10. Klasse".


Auch selbstgeschriebene Songs

Seit dem Schuljahr 2013/2014 können an der Gottfried-Neukam-Schule Musiktalente in nunmehr zwei Bandklassen ein Instrument erlernen und gemeinsam musizieren. Hinzu kommen die beiden Schulbands - die großen und kleinen "No Name". Für diese herausragende Musikförderung war die Schule erst kürzlich vom Projekt "klasse.im.puls" der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) zertifiziert worden.

In Würzburg standen nun an die 600 Kinder auf der großen Bühne, um das tobende Publikum mit ihren teilweise selbst geschriebenen Songs in bisweilen ganz schön schrillen Bühnenoutfits mitzureißen. Viele Bands hatten sogar in ihren Ferien an ihren sorgsam einstudierten Choreographien sowie am Klang gefeilt. Auch wenn dem einen oder anderen beim Anblick der riesigen Bühne und professionellen Licht- und Tontechnik das Herz etwas in die Hose rutschte: auf der Bühne rockten, rappten und tanzten die jungen Stars wie Profis.


Große Aufregung

Dies gilt auch für die am frühen Morgen zusammen mit vier Lehrerinnen in Richtung Würzburg gestarteten beiden Bandklassen und die Schulband der Mittelschule. "Bereits in den Bussen war die Aufregung groß. Die stieg dann noch mehr, als die Schülerinnen und Schüler die große Bühne in Würzburg sahen", verrät die Bandklassenleiterin Julia Bauer.

Das Festival begann zur Mittagszeit mit den Bandklassen der fünften Jahrgangsstufe. "Bass(t) scho!" rockte die Bühne mit dem Hit "Bad Moon Rising". Auch die Bandshirts mit eigenem Logo, die der Förderverein der Schule jedes Jahr sponsert, waren sofort ein Blickfang.


Eine stolze Lehrerin

Nach circa einer Stunde Wartezeit kam der große Auftritt der "Crazy Frogs". Mit gleich drei Liedern heizten sie dem Publikum richtig ein: Bei "500 Miles" sangen alle mit; bei "Alone" wurde es etwas ruhiger; aber beim "Fliegerlied" hielt es niemanden mehr auf seinem Platz. "Der Auftritt war ein voller Erfolg", zeigt sich die Fachlehrerin Musik stolz. Während die beiden Bandklassen mit zwei Betreuerinnen heimfuhren, durften sich Julia Bauer und ihre Kollegin Kathi Stubenrauch gegen 17 Uhr am tollen Auftritt der "No Name" erfreuen.

Zu fünft ging es auf der Bühne richtig ab. Gitarrist Abbod sorgte mit seinem Solo zu "Sweet home Alabama" für Begeisterungsstürme. Bei "Wannabe" legten die beiden "Spice Girls" Celine und Besjana los.

Mit "Wake me up" - eine Hommage an den kürzlich verstorbenen DJ Avicii - verabschiedete sich die Schulband von ihrem Publikum.

In der fünften Jahrgangsstufe setzte sich schließlich die Realschule Riedenburg durch. In der sechsten beziehungsweise siebten bis zehnten Jahrgangsstufe entschied sich die Jury die Jakob-Stoll-Realschule Würzburg.

Gewinner waren jedoch an diesem Tag alle Mitwirkenden; bringen doch die Präsenz auf der Bühne und das Auftreten vor unbekanntem Publikum Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. "Für unsere Schülerinnen und Schüler war es ein großes Erlebnis, vor so vielen Leuten und mit einem solchen Equipment aufzutreten. Außerdem war es sehr interessant, zu erleben, was andere Bands so singen", erzählt die Musiklehrerin.

Um weitere Erfahrungen zu sammeln, will man auch weiterhin auf anderen Festivals oder Konzerten auftreten - sollte sich die Möglichkeit hierzu ergeben. So hatten beispielsweise jüngst einige Sängerinnen der Schulband bereits beim Muttertagskonzert an der Grundschule Johannisthal-Schmölz Gastauftritte.
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