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Kronach
Begegnung

Kronacher Schüler finden beim Lernen zusammen

Die Schüler der Klasse 6b von der Gottfried-Neukam-Schule Kronach haben sich auf den Weg gemacht, um sich vorurteilsfreies Wissen über Menschen mit Beeinträchtigung zu erwerben und den Umgang mit Schwächeren zu erlernen. Ihre Partnerklassen kommen von der Petra-Döring-Schule in Kronach.
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Die Schülerinnen und Schüler der Gottfried-Neukam-Schule sowie der Petra-Döring-Schule kamen zu einem gemeinsamen Vorlesetag zusammen. Foto: Heike Schülein
Die Schülerinnen und Schüler der Gottfried-Neukam-Schule sowie der Petra-Döring-Schule kamen zu einem gemeinsamen Vorlesetag zusammen. Foto: Heike Schülein
"Es ist eine wechselseitige Bereicherung, denn mit dem gegenseitigen Kennenlernen und der Feststellung, dass man gemeinsame Interessen hat, wächst die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz", freuen sich die verantwortlichen Lehrkräfte beider Schulen. Trotz der Verschiedenheit habe man Verbindungen gefunden, und die Aufmerksamkeit habe sich auf eine wechselseitige Bereicherung gerichtet.

Im Klassenzimmer der 6b in der Gottfried-Neukam-Schule stellten sich die Schülerinnen und Schüler beider Einrichtungen zunächst einmal einander vor, während man sich in der Turnhalle der Petra-Döring-Schule zum gemeinsam Spielen traf.


Stationen zum Kennenlernen

Nach einem gegenseitigen "Beschnuppern" und dem spielerischen Vorstellen, was in der Regel einmal in der Woche immer freitags erfolgte, kam man nun - als erster großer Meilenstein der Patenschaft - zu einem gemeinsam organisierten
Vorlesetag zusammen. Dieser Tag wurde von den Partnerklassen ganz unterschiedlich vorbereitet. So stellten die Schülerinnen und Schüler der Petra-Döring-Schule ihre Klassenlektüren mit Laptop und verschiedenen anschaulichen Materialien an zwei Stationen in ihrer Turnhalle vor. Die Klasse 6b arbeitete ihrerseits ein Bilderbuch-Kino und ein Lesetheater an zwei weiteren Stationen aus. Wer eine Ruhepause benötigte, durfte an der Bücherstation entspannen und in aller Ruhe schmökern.

Dabei nahmen die Schülerinnen und Schüler gerne die Hilfe der anderen in Anspruch, indem sich diese beispielsweise ein Buch von einem Lesepartner vorlesen ließen oder sie es gemeinsam anschauten. So ergaben sich schöne Szenen im guten Miteinander, ohne jegliche "Berührungsängste".



Wichtige Schnittstelle

"Lernen und Leben in der Schule beeinflussen die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen entscheidend. Gerade die moderne Gesellschaft ist von hoher Individualisierung und einer sich daraus ergebenden Vielfalt von Lebensformen gekennzeichnet", waren sich die Lehrkräfte einig. Wenn Erziehung und Unterricht auf das Leben in dieser Gesellschaft vorbereiten sollten, dann müsse in der Schule die Normalität des Verschiedenseins erfahrbar werden. Gemeinsames Lernen könne die Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen zu einem vorurteilsfreien Miteinanderleben befähigen.

Auch in Zukunft wird diese Verbundenheit weiter bestehen. Beim nächsten Treffen wird die Klasse 6b wohl von ihrem Schullandheim-Aufenthalt berichten und ihre Freunde aus den Partnerklassen bei Plätzchen und Tee zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier einladen.

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