Kronach
Umbau

Kronacher "Lädla" zieht in früheren Konsum ein

Der Sozialladen des Caritas-Kreisverbands Kronach ist zurzeit noch in der Rosenau zu finden. Schon im Sommer soll es jedoch in der Siedlung mit dem Verkauf weitergehen.
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Der Umbau im früheren "Gardinen Vettermann" läuft auf vollen Touren. Bald zieht hier der Sozialladen ein. Foto: Marco Meißner
Der Umbau im früheren "Gardinen Vettermann" läuft auf vollen Touren. Bald zieht hier der Sozialladen ein. Foto: Marco Meißner
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Cornelia Thron, Irene Piontek und Silvia Tübel strahlen um die Wette. Kaum zu glauben, dass sie sich über eine Baustelle so freuen können. Doch sie sehen in diesem Augenblick nicht die Handwerker, die Deckenplatten abmontieren und Lampen abschrauben. Die drei Frauen vom Caritas-Kreisverband erkennen vielmehr durch all den Baustaub im Gebäude genau, wo sich bald Kunden tummeln werden, wo sie diesen ein breites Angebot bieten und ein noch schöneres "Lädla" als bisher präsentieren können.
"Wir haben drei Jahre nach einer Möglichkeit gesucht, die bezahlbar ist und doch allen Voraussetzungen entspricht", erklärt Caritas-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron. Pünktlich zum 15. Jubiläum des "Lädlas" in Kronach und zum 40-jährigen Bestehen des Kreisverbandes wurden sie fündig. Der Umzug in die Siedlung ist beschlossene Sache. Dort wird der ehemalige Konsum, später "Gardinen Vettermann", zur neuen Anlaufstelle für die Kunden.

Über Georg Köstner von der Stadt Kronach, zuständig für das Leerstandsmanagement, sei der Kontakt zum neuen Vermieter zu Stande gekommen. "Er hat uns die vergangenen drei Jahre begleitet und immer gut unterstützt", lobt Thron das Engagement Köstners. Eines Tages sei der erlösende Anruf von ihm gekommen: "Was halten Sie vom ,Gardinen Vettermann‘?" Danach sei alles blitzschnell gelaufen, weil die Caritas-Vertreter sofort einen guten Draht zum neuen Vermieter, Wolfgang Simon, gefunden haben.


Passgenaue Lösung für den Laden gefunden

Diesen Eindruck hat auch Köstner. Er freut sich sehr, dass es mit dem Umzug klappt. "Es war schon schwierig, etwas Passendes zu finden", geht er auf die Anforderungen an das neue "Lädla" ein: Es muss fußläufig erreichbar sein, der Bahnhof darf nicht zu weit entfernt sein, es soll aber auch keine 1a-Lage haben, eine reibungslose Belieferung muss gesichert sein, die Größe spielt eine wichtige Rolle und einiges mehr. Doch am Ende sei mit etwas Glück alles optimal verlaufen. "Ich habe zufällig mitbekommen, dass das Objekt gekauft wurde. Dann habe ich auf kurzem Dienstweg einen Kontakt hergestellt", sagt er.

"Wir sind ja keine komplizierten Leute", erklärt Vermieter Wolfgang Simon die schnelle Übereinkunft. Den Laden will er aber nicht einfach so weiterreichen. "Es ist eine Komplettsanierung", stellt er fest, dass die Räume erst einmal im großen Stil in Schuss gebracht werden. Bis hin zum neuen Dach reichen die Arbeiten.
Dass der Umzug nötig ist, zeichnete sich schon länger ab. Cornelia Thron hebt zwar hervor, dass auch mit dem bisherigen Vermieter in der Rosenau ein sehr gutes Verhältnis besteht, doch die räumliche Situation war keine Dauerlösung mehr. Beengte Verhältnisse vor und im Laden sollen nun bald der Vergangenheit angehören.

Dank eines Aufenthaltsbereichs im Laden müssen wartende Kunden nicht länger auf der Straße oder auf Parkplätzen herumstehen. Zudem gibt es im Umfeld des Geschäfts Parkplätze und "eine richtige Ladezone", wie Thron betont. Was dort ausgeladen wird, kann gleich passend eingelagert werden. Dank der früheren Nutzung als Konsum ist das Gebäude ja als Lebensmittelladen angelegt. Es gibt Metzgerei-Räume, die als Lager auch für frische Waren geeignet sind, ein eigener Backwarenbereich ist im Gebäudezuschnitt schon vorgesehen und der Laden ist weitläufiger als der bisherige.


Heiße Phase des Umzugs steht bevor

Zwar wird momentan noch umgebaut, doch lange wird das neue "Lädla" nicht mehr auf sich warten lassen. "Der Umzug ist für Juli geplant", erklärt Sozialpädagogin Irene Piontek. Die Schließungszeit soll so kurz wie möglich gehalten werden. Deshalb wird auch erst der neue Laden hergerichtet, ehe der alte verlassen wird. Von im Idealfall ein bis zwei Tagen für den Umzug spricht Piontek. Im August soll der Verkauf auf alle Fälle in den neuen Räumen über die Bühne gehen.

Dann dürfen die Caritas-Mitarbeiter wieder strahlen. Denn wenn alles glatt läuft, machen sie sich und ihren Kunden selbst das größte Geschenk zum Doppeljubiläum.


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