Kronach
Vernissage

Kronacher Galerie Goldmüller zeigt Werke dreier kreativer Damen

In Kronach wurde die Ausstellung "Kunst in ihrer großen Vielfalt - malen - klopfen - formen" mit Bildern, Skulpturen und Keramikarbeiten eröffnet.
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Die Bildhauerin Brigitte Bühler schafft kraftvolle Skulpturen wie diese, die auch in der Ausstellung zu sehen ist.Maria Löffler
Die Bildhauerin Brigitte Bühler schafft kraftvolle Skulpturen wie diese, die auch in der Ausstellung zu sehen ist.Maria Löffler
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"Ich male meine Bilder dann, wenn andere schlafen", beschreibt Claudia Kratzer aus Bamberg die Entstehung ihrer Kunstwerke. Einige davon hängen seit vergangenen Freitag in der Galerie Goldmüller in der Schwedenstraße. Die Ausstellung "Kunst in ihrer großen Vielfalt - malen - klopfen - formen" wird noch bis zum 19. Januar zu sehen sein. Ausgestellt sind auch Werke der Bildhauerin Brigitte Bühler und der Keramikkünstlerin Kerstin Sperschneider.

Die Antwort auf die Frage, ob hier handwerkliche Produkte oder Kunstwerke ausgestellt werden, liege alleine im Auge des Betrachters, meinte Kerstin Sperschneider. Sie machte bei der Ausstellungseröffnung nicht viele Worte, sondern ließ dem Publikum Zeit, sich "filigrane Linien, kraftvolle Sandsteinfiguren und die Klarheit in den Tonarbeiten" anzusehen.

Arbeiten ohne Vorlagen

Claudia Kratzer meinte dazu: "Kunst muss nicht gelehrt - sondern geschaffen werden." Und als sie nach ihrer erstaunlichen Maltechnik gefragt wurde, antwortete sie ganz bescheiden: "Mich faszinieren Formen und Farben. Ich fange irgendwo an, arbeite aber nicht mit Vorlagen, auch wenn es so aussieht. Die Muster entstehen in meinem Kopf und aus einem bestimmten Gefühl heraus. Dann nehme ich den Bleistift und zeichne Linien. Ab und zu nutze ich auch Lineal und Zirkel. Am Ende frage ich mich: ,Was würde dem Bild als Farbe gefallen?‘ Wo meine Technik herkommt, kann ich also gar nicht wirklich beantworten. Ich will Menschen nur eine Freude damit machen."

Claudia Kratzer arbeitet überwiegend nachts, wie sie verrät. "Wenn alle schlafen, dann habe ich Ruhe, dann finde ich in meinen Bildern eine Zuflucht. Die 50-jährige Bambergerin hatte eigentlich gar nicht vor, ihre Kunstwerke irgendwann einmal auszustellen.

Bilder in einem Ordner verstaut

"Die Bilder waren in einem Ordner. Manchmal habe ich sie rausgeholt, angeschaut und wieder verstaut. Das habe ich so lange gemacht, bis mir mal jemand gesagt hat, die wären viel zu schade für einen Ordner." Jetzt ist sie stolz darauf, dass ihre filigranen Bilder, die teilweise stark an Mandalas erinnern, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind.

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