Kronach
Kronacher Freischießen

Kronacher Freischießen: Zahl der Körperverletzungen steigt deutlich - die Polizei zieht Bilanz

Die Zahl der Körperverletzungen ist im Jahr 2017 deutlich angestiegen. Die Polizei spekuliert über die Ursachen - und zieht ein gemischtes Fazit.
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Die Zahl der Körperverletzungen ist im Jahr 2017 deutlich angestiegen. Die Polizei spekuliert über die Ursachen - und zieht ein gemischtes Fazit.. Foto: Marco Meißner
Die Zahl der Körperverletzungen ist im Jahr 2017 deutlich angestiegen. Die Polizei spekuliert über die Ursachen - und zieht ein gemischtes Fazit.. Foto: Marco Meißner
Das Kronacher Freischießen 2017 ist vorbei - alle Beteiligten ziehen Bilanz. So auch die Polizei, die zu einem gemischtem Fazit kommt.

Denn mit insgesamt 22 polizeilich bekannt gewordene Körperverletzungen hat die Polizei dieses Jahr mehr als dreimal so viele Delikte zu verzeichnen wie im Jahr 2016. (Anm. der Red.: Durch einen Tippfehler war in der ursprünglichen Meldung der Polizei von vier Fällen im vergangenen Jahr die Rede - tatsächlich waren es sieben Fälle, wie die Polizei am Montagnachmittag nachbesserte.) Die Gesamtzahl der diesjährigen Körperverletzungsdelikte orientiere sich jedoch an den Zahlen aus den Jahren 2011, 2013 und 2015 und ist somit aus polizeilicher Sicht nicht besorgniserregend.
Gerade an den ersten drei Festtagen stieg die Zahl der Raufereien im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Auf dem Festgelände selbst sind zwölf und im Umfeld des Platzes zehn Strafanzeigen von den Beamten aufgenommen worden. Ob eventuell das schlechte Wetter, welches die Besucher in die gut gefüllten Bierhallen zwang, maßgeblich hierzu beigetragen hat, bleibt Spekulation.
Positiv ist die Bilanz der begangenen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit dem Freischießen. Hier hat die Polizei einen deutlichen Rückgang von 19 Delikte (2016) auf sechs Delikte (2017) zu verzeichnen. Ebenso rückläufig ist die Anzahl der verübten Diebstähle. Hier mussten lediglich zwei Personen zur Anzeige gebracht werden.

Erfreulich ist auch die sehr niedrige Anzahl der festgestellten Trunkenheitsfahrten im Zusammenhang mit dem Freischießen. Lediglich drei betrunkene Verkehrsteilnehmer mussten beanstandet und aus dem Verkehr gezogen werden. Einmal mussten die Beamten einem erheblich betrunkenen Mofafahrer den Fahrtantritt verbieten.
Abschleppmaßnahmen hat die Polizei Kronach dieses Jahr zwar nicht zu verzeichnen, jedoch wurden zahlreiche Verwarnungen wegen Falschparkens im Umfeld der Veranstaltung ausgesprochen.
Fazit: Die anfänglichen Bedenken aufgrund des turbulenten Veranstaltungsbeginns haben sich nicht bestätigt. Aus polizeilicher Sicht nahm das Freischießen 2017, im Vergleich zu den Bilanzen der Vorjahre, dann doch einen normalen Verlauf.

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