Kronach
Sanierung

Kronacher Festungsstraße wieder befahrbar

Nach einem Jahr Baustelle herrscht nun wieder freie Fahrt. Die Arbeiten an der Festungsstraße sind endlich abgeschlossen. Am Dienstag erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe - mit einem etwas anderen Einweihungsband.
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Die Sanierung ist abgeschlossen. Noch ausstehenden Pflanzungsarbeiten sollen im Herbst erfolgen.  Foto: Magdalena Kestel
Die Sanierung ist abgeschlossen. Noch ausstehenden Pflanzungsarbeiten sollen im Herbst erfolgen. Foto: Magdalena Kestel
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Das desolate Kalksteinpflaster ist Geschichte, verschwunden sind die Stolperfallen und Schlaglöcher. Auf dem Weg zu Festung können Autofahrer und Fußgänger nun die neue Vorzeige-Straße benutzen, die sich harmonisch in das Architekturbild der oberen Stadt einfügt. Nach einem Jahr aufwendiger Baumaßnahmen trafen sich am Dienstagvormittag Vertreter der Stadt und bauausführender Firmen zur offiziellen Verkehrsfreigabe am Rathausparkplatz. Jochen Löffler, technischer Leiter der Stadtwerke Kronach, gab einen kurzen Überblick zum vergangenen Bauprozess.

Die Planungen für das Projekt, welches an die Firma Karl Krumpholz Rohrbau GmbH vergeben wurde, starteten im Jahr 2017. Dessen Junior-Geschäftsführer Andreas Rubenbauer bedankte sich im Namen der Firma für die Erteilung des Bauauftrags, welcher einer der größten Tiefbaustraßenaufträge der letzten Jahre sei. Er ist froh, dass sein Unternehmen den Umbau der Festungsstraße - "ein signifikantes Flaggschiff für die Stadt Kronach" - realisieren konnte.

Herausfordernder Bau

Der tatsächliche Baubeginn war im August 2018. Löffler spricht von einer Auftragssumme knapp über einer Million Euro. "Die Baumaßnahmen sind gut vorangegangen", berichtet der technische Leiter. "Auch wenn sich die Fortschritte augenscheinlich nur zögerlich entwickelten." Dies lag an den vielen Arbeiten im Untergrund, die oftmals nicht sichtbar waren, erklärt er. Das Projekt sei ein ungewöhnlich aufwendiger Straßenbau gewesen, auch aufgrund der besonderen Lage.

Dies bestätigt IVS-Geschäftsführer Markus Albrecht. Der Leiter des Ingenieurbüros erwähnt den gestalterischen Anspruch des Projekts. Ziel war, eine Symbiose zwischen Straße und Bauten zu schaffen. Das frühere Kalkpflaster wurde durch Granit-Großpflaster in der Farbe Muschelkalk ersetzt. "Die Verkehrsräume wurden so sortiert, dass sich der rollende Verkehr von den Fußgängern abkoppelt", erklärt Albrecht. Ungefähr eineinhalb Meter sorgen nun für Sicherheit und trennen Festungsstraße und Gehweg.

Nach der Baupause im Winter wurden die Arbeiten Ende Februar 2019 wieder aufgenommen. Bis auf die noch ausstehende Begrünung mit Bäumen und Sträuchern sei alles fertiggestellt. "Es war eine stets kooperative und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten", betonte Jochen Löffler. Sie zeige, dass das Projekt zur Verschönerung der Lucas-Cranach-Stadt allen ein Anliegen sei.

Auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) sprach den beteiligten Firmen, den Stadtwerken und dem Bauhof seinen Dank aus. Er freue sich, dass diese nach Jahrzehnten notwendige und geplante Baumaßnahme nun gelungen sei. " Die Festung muss erhalten und gestaltet werden", betont er. Dafür ist mit der Sanierung der Festungsstraße ein weiterer Schritt erfolgt.

"Ich bin sehr froh über das Ergebnis und hoffe, dass die Straße in dieser Schönheit für noch mehr Besucher auf der Festung sorgt", wünscht sich Kerstin Löw, Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs Kronach.

Lob vom Bauleiter

Abschließend ergriff der verantwortliche Bauleiter Albrecht Kretzschmar das Wort und richtete lobende Worte an sein Team, welches während der gesamten Baumaßnahme herausragende Arbeit geleistet habe.

Statt dem üblichen Band, welches bei Einweihungen normalerweise durchgeschnitten werden muss, hatten die Kronacher eine kreativere Idee: Spontan bildeten alle zusammen eine Menschenkette über der Fahrbahn, mit der die Festungsstraße offiziell freigegeben wurde.

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