Kronach
Patientenverfügung

Kronacher Experten verraten, wie man für sich selbst vorsorgen kann

Mit drei Dokumenten - der Betreuungsverfügung, der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung - kann man für sich selbst vorsorgen. Kommt man in die Lage, Entscheidungen nicht mehr eigenständig treffen zu können, ist in den Dokumenten alles Wesentliche geregelt.
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Benjamin Stumpf ist Generationenberater und kennt sich mit dem Thema Vorsorge-Vollmachten aus. Im Notfallordner sollten  alle wichtigen Dokumente gesammelt werden, damit sie im Ernstfall schnell griffbereit sind. Foto: Rebecca Vogt
Benjamin Stumpf ist Generationenberater und kennt sich mit dem Thema Vorsorge-Vollmachten aus. Im Notfallordner sollten alle wichtigen Dokumente gesammelt werden, damit sie im Ernstfall schnell griffbereit sind. Foto: Rebecca Vogt

In Paragraf 1896 des Bürgerlichen Gesetzbuchs heißt es zum Thema "Rechtliche Betreuung": "Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer."

Mithilfe einer Betreuungsverfügung kann für einen solchen Fall festgehalten werden, wer die Betreuung übernehmen soll. Ein unbekannter Berufsbetreuer lässt sich auf diese Weise umgehen, wie Generationenberater Benjamin Stumpf erklärt. Der Bevollmächtigte erhält das Recht, im Namen der betreuten Person Entscheidungen zu treffen. Ergänzend kann in einer Vorsorgevollmacht festgelegt werden, welche Bereiche diese umfasst.

Verantwortung gegenüber den Angehörigen

In der Patientenverfügung schließlich wird geregelt, welche medizinischen Maßnahmen an einer Person vorgenommen werden dürfen, wenn diese sich im unmittelbaren Sterbeprozess befindet. Irene Piontek vom Kronacher Caritasverband sagt: "Es ist sehr wichtig, das für sich persönlich zu regeln, solange man selbst noch in der Lage dazu ist." Gleichzeitig sei eine Patientenverfügung auch eine "Geschichte der Verantwortungsbereitschaft gegenüber den Angehörigen".

Was passieren kann, wenn die genannten Dokumente nicht vorliegen, und warum sich nicht nur Ältere mit dem Thema beschäftigen sollten, lesen Sie hier.

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