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Kronach
Hilfsaktion

Kronacher Café-Besitzerin verteilt Essen an Bedürftige

Am morgigen Samstag warten um 11 Uhr wieder Tüten gefüllt mit Lebensmitteln am Café Sorgenlos in der Schwedenstraße auf Menschen, die wenig Geld haben.
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Melani Buchmann stellt heute Essen für Hilfsbedürftige vor ihr Café.  Foto: Andreas Schmidt
Melani Buchmann stellt heute Essen für Hilfsbedürftige vor ihr Café. Foto: Andreas Schmidt

Die Corona-Pandemie unterscheidet nicht zwischen Arm und Reich - und sie macht auch nicht vor ohnehin schon hilfsbedürftigen Menschen Halt. Weil die Suppenküche derzeit geschlossen hat und dem Sozialladen die Waren wegbrechen, haben es sozial schwach gestellte Menschen derzeit besonders schwer.

Melani Buchmann hat sich dazu entschlossen, zu helfen, und stellt am Samstag ab 11 Uhr Essenstüten ans Fenster ihres derzeit geschlossenen Cafés Sorgenlos in der Schwedenstraße.

"Vor 14 Tagen haben wir das zum ersten Mal gemacht und Sachen nach draußen gestellt, die wir entbehren konnten. Die Leute waren wirklich vernünftig", berichtet Buchmann. "Da war keiner dabei, der alles für sich selbst mitgenommen hat." Am Ende sei alles weggewesen. "Da haben wir gesehen, wie viele Menschen in Kronach Hilfe brauchen."

Darum stellt sie auch diesmal wieder Tüten, befüllt mit dem Nötigsten zum Leben, vor ihr Café. "Mein Mann war einkaufen. Wir haben Milch, Aufbackbrötchen, Gemüsebrühe und Tee gekauft." Und auch ein wenig Schokolade wollen sie mit in Tüten packen, "damit die Leute etwas Süßes haben." Buchmann blickt derzeit selbst in eine ungewisse Zukunft. "Wir kämpfen ums blanke Überleben. Wir sitzen alle im selben Boot." Ob ihr Café die Krise übersteht, weiß sie nicht. "Aber so lange ich helfen kann, helfe ich."

Auch an Ostern will sie mit Essensspenden dafür sorgen, dass die armen Menschen über die Runden kommen - und appelliert an die Kronacher, sie dabei zu unterstützen - vor allem an diejenigen, die es sich leisten können. "Alle sind daheim und haben Zeit. Einen Nudelsalat zu machen oder einen Kuchen zu backen, tut nicht weh."