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Kronacher Ausbildungsmesse ebnet die Wege in die Berufswelt

Bei der Ausbildungsmesse in Kronach konnten sich Jugendliche einen Überblick über die Jobangebote in der Region verschaffen.
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Eigentlich will Christoph Schelle zur Polizei, aber dem Bauhandwerk ist er auch nicht abgeneigt. Am Stand des Bauunternehmens Mühlherr entdeckt er sein Talent für den Maurerberuf. Foto: Veronika Schadeck
Eigentlich will Christoph Schelle zur Polizei, aber dem Bauhandwerk ist er auch nicht abgeneigt. Am Stand des Bauunternehmens Mühlherr entdeckt er sein Talent für den Maurerberuf. Foto: Veronika Schadeck
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Über 90 Firmen und Institutionen waren am Samstag bei der elften Kronacher Ausbildungsmesse in den Sporthallen des Schulzentrums vertreten, um ihr breites Spektrum von rund 150 Berufsbildern vorzustellen.

Schon kurz vor Beginn der Ausbildungsmesse waren rund um das Schulgelände kaum noch Parkplätze zu finden. An den Ständen waren Ausbilder, Personalchefs und Besucher in Gespräche vertieft. Manche Jugendlichen konnten gar ihre ersten praktischen Erfahrungen in der Berufswelt sammeln.

Einer der jüngsten Besucher dürfte Luke Scholz gewesen sein. Obwohl er erst vier Jahre alt ist, war der "junge Mann" bereits zum zweiten Mal bei der Ausbildungsmesse dabei. Er mauerte, nahm den Schraubenzieher in die Hand und entdeckte so mit viel Spaß die Arbeitswelt. Im vergangenen Jahr sei er mit seinem Sohn zum ersten Mal dagewesen, erzählt sein Vater. Damals habe er zusammen mit Luke seinen Bruder besucht, der bei der Messe mit einem Stand vertreten war. Seitdem sei Luke ein Fan der Ausbildungsmesse.

Alternativen suchen

Nur wenige Meter weiter setzte Christoph Schelle am Stand des Bauunternehmens Mühlherr mit Begeisterung Stein auf Stein. Eigentlich möchte er zur Polizei, erklärte der 18-Jährige. Trotzdem ist er überzeugt: "Man sollte sich alle Möglichkeiten offen halten!"

Unter dem Motto "Das Auge isst mit!" kamen Azubis und der Betriebsleiter von Wela, Wolfgang Vetter, mit den Heranwachsenden ins Gespräch. Bei ihnen konnte man Götterspeise probieren. Dabei wurde deutlich, dass man sich ausschließlich von der Farbe leiten ließ, wenn es um die Feststellung des Geschmacks ging. In lockerer Atmosphäre folgten schließlich Gespräche über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Wela.

Technik und Pflege

Celine Geiger folgte am BRK-Stand fasziniert den Ausführungen von Timo Heumann. Dieser stellte der jungen Frau unter anderem die künftig zu praktizierende "generalistische Pflegeausbildung" vor. Diese ermöglicht den Zugang zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Pflege.

Am Stand der Firma Waltec wurde gebohrt und gefeilt. Am "Greifautomaten" konnte das Zusammenspiel von Elektronik, Mechanik und Pneumatik beobachtet werden. "Diese Messen sind gut, vielseitig, und man kann einiges ausprobieren", lobte Ramona Dieckmann die Veranstaltung. Sie war mit ihren Sohn Jannik bei der Messe.

In seiner Rede sprach Landrat Klaus Löffler (CSU) von einem Selbstbewusstsein, das sich in der Region entwickelt habe. Sowohl die Unternehmer als auch das Handwerk seien vorbereitet, um zusammen mit ihren Mitarbeitern die Heimat zu gestalten. Weiter ging er auf den künftigen Hochschulstandort Kronach ein. Diese Entwicklung bedeute, dass Kronach neben der Finanzhochschule weitere Hochschulangebote bekommen werde. Damit sollten die wirtschaftliche Praxis, die Forschung und starke regionale Kompetenzen verknüpft werden. Löfflers Dank galt seinen Fraktionen im Kreistag, MdL Jürgen Baumgärtner (CSU) und der Staatsregierung für deren Bereitschaft, den Landkreis weiterzuentwickeln.

Aussteller sind zufrieden

Die Resonanz der Aussteller auf die Messe war positiv. So erklärte Peter Müller vom Backhaus Müller, dass Jugendliche für den Beruf des Bäckers und der Fachverkäuferin gezielte Fragen stellten. "Es wurde häufig nach Praktikumsplätzen gefragt", freute sich der Personalleiter der Wiegand-Glas-Unternehmensgruppe, Ingbert Löffler. Vor allem gab es viele Anfrage nach den Berufsbildern Elektroniker und Mechatroniker. "Das ist gut so, denn vor allem im technischen Bereich brauchen wir Leute!"

Alexander Schülein freute sich: "Die Messe ist eine gute Gelegenheit, unser Unternehmen vorzustellen." Sein Arbeitgeber, Petz Industries, war zum ersten Mal mit dabei.

"Wir haben viele Anfragen", freute sich das Vorstandsmitglied der Sparkasse Kulmbach-Kronach, Harry Weiß. An seinem Stand führten meist die Azubis die Gespräche mit den Schülern. "Es ist die gleiche Generation, das kommt gut an." Er selbst nutze die Gelegenheit zum Austausch mit den Besuchern. Auch bei den weiteren Befragten gab es nur positive Stimmen.

Organisiert wurde die Ausbildungsmesse, wie schon in den Jahren zuvor, von der Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft Landkreis Kronach unter der Federführung ihres Geschäftsführers Wolfgang Puff. Dieser dürfte sich freuen, denn er kann davon ausgehen, dass in diesem Jahr die Bewertung wieder top ausfällt und vielleicht noch das Ergebnis vom letzten Jahr übertreffen wird. Damals bescheinigten 98 Prozent der Aussteller dieser Messe, insgesamt "gut bis sehr gut" zu sein.

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