Kronach
Gericht

Kronach: Vergewaltiger schwängert Mädchen (14) - Gericht hebt Urteil teilweise auf

Ein 35-Jähriger aus dem Kreis Kronach vergewaltigte die 14-jährige Freundin seiner Stieftochter, das Mädchen wurde schwanger. Dafür muss der Mann fünf Jahre und neun Monate hinter Gitter - doch er geht in Revision.
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Der Angeklagte hat die 14-jährige Freundin seiner Stieftochter vergewaltigt. Symbolfoto:pixabay
Der Angeklagte hat die 14-jährige Freundin seiner Stieftochter vergewaltigt. Symbolfoto:pixabay

Weil er im Januar 2017 ein damals 14 Jahre altes Mädchen vergewaltigt hat, wurde ein 35-Jähriger aus dem Landkreis Kronach bereits im September vergangenen Jahres zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt. Außerdem muss er 10 000 Euro an sein Opfer zahlen. Doch er hat Revision eingelegt, die Sache wird ab Mittwoch noch einmal am Landgericht Coburg verhandelt.

 

Der Angeklagte hatte während der ersten Verhandlung die Vergewaltigung nach einigem Hin und Her eingeräumt. Bei dem Opfer handelt es sich um eine Freundin seiner Stieftochter, die zum Tatzeitpunkt noch Jungfrau war. Die Schülerin wurde von dem Mann schwanger und ist mittlerweile Mutter einer Tochter.

Opfer betäubt

Die Staatsanwaltschaft Coburg hat dem 35-Jährigen nicht nur schwere Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Jugendlichen vorgeworfen, sondern auch gefährliche Körperverletzung. Er soll sein Opfer vor der Tat betäubt haben, um es gefügig zu machen.

Das Mädchen war damals zu Besuch bei einer Freundin und wollte dort auch übernachten. Im Verlauf des Abends soll ihr der Beschuldigte einen Schnaps gegeben haben. An das, was dann passiert ist, kann sich die Jugendliche nicht mehr erinnern. Sie ist laut Anklageschrift erst am nächsten Morgen mit starken Bauchschmerzen und Übelkeit wieder aufgewacht.

Es geht nicht um die Schuldfrage - nur um das Strafmaß

Während des ersten Prozesses konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Beschuldigte dem Mädchen Betäubungsmittel verabreicht hat. Er bestritt zudem, dass sich das Opfer an nichts mehr erinnern kann.

Bei der morgigen Verhandlung geht es nicht mehr um die Schuldfrage, das Verfahren wird nicht komplett neu aufgerollt. "Das Urteil wurde auf die Revision des Angeklagten vom Bundesgerichtshof teilweise aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen", erklärt Daniel Kolk von der Staatsanwaltschaft Coburg. Lediglich das Strafmaß wird erneut verhandelt. "Der vom Bundesgerichtshof abgeänderte Schuldspruch ist rechtskräftig."

Mehrere Zeugen sind für den ersten Verhandlungstag geladen. Das Urteil wird am Mittwoch, 9. Oktober, erwartet.

 

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