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Großbrand

Millionen-Schaden nach Sägewerk-Brand in Höfles: "Riesen Knall" und schwarze Rauchwolke - neue Details zu Brandursache

In Höfles ist in einem Sägewerk am Montagabend ein Feuer ausgebrochen: Die Kriminalpolizei hat erste Ermittlungsdetails veröffentlicht.
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  • Schwarze Rauchwolke und "Riesen Knall" in Oberfranken
  • Sägewerk in Flammen
  • Polizei nennt Details zu Großbrand:

 

Update am 17.09.2019, 15.40 Uhr: Schaden in Höfles im Millionen-Bereich

Der Schaden des Großbrandes im Sägewerk im oberfränkischen Höfles beläuft sich auf circa vier Millionen Euro. Die Schätzung ergibt sich aus den Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg.

Des weiteren gibt es Neuigkeiten zur Brandursache: Laut der Kriminalpolizei stet ein technischer Defekt im Raum.

Erstmeldung: Schwarze Rauchwolke in Höfles - Sägewerk in Höfles

Die schwarze Rauchwolke ist schon vom Südkreisel in Kronach aus zu sehen. Gut fünf Kilometer weiter schlagen die Flammen meterweit in die Höhe. Das Sägewerk Förtsch im Kronacher Ortsteil Höfles brennt gestern Abend gegen 17.30 Uhr lichterloh.

"Es hat einen riesen Knall getan, und plötzlich stand alles in Flammen", sagt eine Anwohnerin. Die Feuerwehrkräfte kämpfen vor Ort zunächst mit dem Wassermangel. Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Tage wird zur Herausforderung, wie Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger mitteilt. Ebenso wie ein gut 30 Meter hoher Lagerturm auf dem Gelände.

Schnell greifen die Flammen auf eine benachbarte Scheune über. Im Radio werden die Anwohner von Höfles und Vogtendorf bereits durch die Polizei darum gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Höfles: Keine Personen bei Großbrand verletzt

 

Personen wurden nach erstem Kenntnisstand der Polizei nicht verletzt. Hunderte Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis Kronach sowie aus dem Nachbarlandkreis Kulmbach befanden sich nebst THW, BRK und Polizei im Einsatz.

 

Gegen 19.30 Uhr sprach der Kreisbrandrat davon, dass man den Brand "soweit im Griff" habe. Allerdings sei das Sägewerk komplett niedergebrannt, die Scheune und weitere umliegende Gebäude habe man aber halten können.

Enormer Schaden in Höfles

In den benachbarten Fluss sei Öl gelangt, aber auch hier seien die Einsatzkräfte dabei, Ölsperren zu errichten. Etwas Sorge bereitete ihm allerdings der etwa 30 Meter hohe Turm auf dem Gelände. "Wir sind mit zwei Drehleitern dran, um das Feuer darin zu löschen. Wir hoffen, dass er hält und nicht einstürzt", so Ranzenberger. Die Arbeiten auf dem Sägewerksgelände werden seiner Einschätzung nach bis in die Morgenstunden dauern.

Zur Brandursache konnte auch Polizeisprecher Heiko Mettke gestern Abend noch keine Angaben machen: "Wir müssen abwarten, bis das Gelände begehbar ist." Schätzungen zur Schadenshöhe gibt es hingegen schon: Mindestens im hohen sechsstelligen Bereich soll er liegen.

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