Kronach
Natur

Kronach: Ein Pilzgeschenk zu Pfingsten

Der begeisterte Pilzsammler Heinz Kraus aus Theisenort entdeckte bei seinem Pfingstspaziergang im Landkreis Kronach die ersten Sommersteinpilze des Jahres.
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Begeisterter Pilzsammler mit Fachwissen: Heinz Kraus mit den gefundenen Sommersteinpilzen.  Foto: Magdalena KestelBegeisterter Pilzsammler mit Fachwissen: Heinz Kraus mit den gefundenen Sommersteinpilzen.  Foto: Magdalena Kestel
Begeisterter Pilzsammler mit Fachwissen: Heinz Kraus mit den gefundenen Sommersteinpilzen. Foto: Magdalena KestelBegeisterter Pilzsammler mit Fachwissen: Heinz Kraus mit den gefundenen Sommersteinpilzen. Foto: Magdalena Kestel

Eine erfreuliche Entdeckung machten Heinz Kraus und seine Frau während eines Spaziergangs am Pfingstmontag in der Gegend um Zollbrunn - zwei prächtige Sommersteinpilze fand das Paar in den Wäldern. Begeistert waren nicht nur die Finder selbst, sondern auch der Pilzexperte Franz-Josef Mahnert, Apotheker der Cranach-Apotheke, als ihn Kraus die beiden "Prachtstücke" begutachten ließ.

Sommersteinpilze findet man schon ab Mai bis Ende Juli. Allerdings hatte Kraus dieses Jahr noch keinen Erfolg. Vielleicht hat ihm an diesem Montag der Heilige Geist des Pfingstfestes Glück gebracht - das ist zumindest seine Vermutung, verrät er schmunzelnd. Stolz zeigt der Pilzsammler seinen Fund. "Das erfreut Auge, Herz und Seele. Und natürlich auch den Leib!", sagt er. Der Theisenorter genießt die Steinpilze am liebsten klassisch mit Rührei oder nur in Öl angebraten.

Doch der Genuss des Pilzsammelns ist weit mehr. Kraus erwähnt die heilende Wirkung des Waldes auf den Menschen. "Der Körper kommt ins Gleichgewicht und es werden Glückshormone ausgeschüttet."

Fachwissen nötig

Allerdings sei es besonders wichtig, nur mit einem gewissen Fachwissen auf Pilzsuche zu gehen. Unerfahrene Sammler tragen Plastiktüten voller Pilze aus dem Wald, die von Kennern nach essbar und ungenießbar aussortiert werden sollen. Sowohl Heinz Kraus als auch Franz-Josef Mahnert kennen diese Spezialisten und lehnen etwaige Bitten zum Aussortieren des Fundes ab. "Man soll nur die Pilze einsammeln, die man erkennt und den Rest stehenlassen", mahnt Kraus und erklärt, dass Pilze eine wichtige Rolle für das Ökosystem des Waldes spielen. Sie zersetzen organisches Material wie Holz oder Laub und halten dadurch den Nährstoffkreislauf in Schwung.

Pfingstglück oder nicht - nach dem Spaziergang besuchte das Paar den ökumenischen Gottesdienst an der Marienkapelle in Kestel. Für Heinz Kraus war die Ökumene der "krönende Abschluss" des Tages.

Wissenswertes über den Sommersteinpilz

Saison Der Sommersteinpilz wächst von Mai bis Juli und kommt in Laubwäldern in der Nähe von Buchen und Eichen vor. Er ist ein ausgezeichneter Speisepilz und hat einen mild nussigen Geschmack.

Aussehen Der Hut des Pilzes hat eine milchkaffeebraune Färbung und einen Durchmesser von acht bis 25 cm. Bei jungen Pilzen ist er halbkugelartig geformt, später dann keulig bis zylindrisch. Sein cremefarbenes Fleisch hat einen angenehmen Geruch. Der Stiel ist hellbraun und mit einem weißen bis bräunlichen Netz überzogen.

Verwechslung Häufig wird er mit dem Gallenröhrling verwechselt, der zwar nicht giftig, aber aufgrund seiner Bitterkeit ungenießbar ist. Im Gegensatz zum Gallenröhrling verfärbt sich das Futter des Steinpilzes beim Andrücken allerdings nicht.Artikel von Magdalena Kestel

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