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Unglück

Oberfranken: Mann wird von Fluss mitgerissen - Leiche gefunden

Tragisches Unglück in Kronach: Dort ist am frühen Samstagmorgen ein Mann in einen Fluss gefallen und von der Strömung mitgerissen worden. Passanten eilten zu Hilfe, konnten den Mann aber nicht bergen. Am Montag wurde schließlich die Leiche gefunden.
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Unglück in Oberfranken: Seit den Morgenstunden des Samstags sucht die Polizei in Kronach nach einem Mann. Er wurde von einem Fluss mitgerissen. Foto: Stefan Wicklein
Unglück in Oberfranken: Seit den Morgenstunden des Samstags sucht die Polizei in Kronach nach einem Mann. Er wurde von einem Fluss mitgerissen. Foto: Stefan Wicklein
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Mann von Fluss mitgerissen - Leiche am Ufer gefunden: Seit dem frühen Samstagmorgen (16. März 2019) suchten Einsatzkräfte der Polizei im oberfränkischen Kronach einen unbekannten Mann, der in der Kronacher Innenstadt in den Fluss gefallen ist. Ein Großaufgebot der Feuerwehr, Polizei und Wasserwacht suchte am Samstag bis zum Einbruch der Dunkelheit nach dem etwa 30 Jahre alten Mann. Dabei waren Polizeitaucher, Personensuchhunde und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Am Samstagabend ging dann bei der Kronacher Polizei eine Vermisstenmeldung für einen 57-jährigen Ortsansässigen ein. Hierbei ergaben sich Hinweise, dass es sich bei diesem um den Mann handeln könnte, der von der Strömung mitgerissen wurde. Die weiteren Suchmaßnahmen durch die Einsatzkräfte am Samstag und Sonntag blieben ergebnislos.

Gegen 6.15 Uhr am Montagmorgen teilte ein Rettungsdienstmitarbeiter, der an den Vortagen selbst an den Suchmaßnahmen beteiligt gewesen war, bei der Polizeieinsatzzentrale mit, dass er im Uferbewuchs der Rodach bei Hummendorf eine leblose Person festgestellt hat. Rettungskräfte konnten den Mann leider nur noch tot bergen. Wie sich zwischenzeitlich herausstellte, handelt es sich bei dem aufgefundenen Leichnam um den vermissten Kronacher.

Suchaktion in Kronach: Mann wurde von Fluss mitgerissen

Am Sonntag gingen die Einsatzkräfte schon davon aus, dass sie nach einer Leiche suchen. Etwa eine Stunde nach dem Sturz in den Fluss sei am Wehr in Küps (Kreis Kronach) eine Person gesehen worden, die auf dem Wasser mit dem Gesicht nach unten trieb. Auch der Notarzt ging nach Polizeiangaben wegen der niedrigen Wassertemperatur nicht mehr davon aus, dass der Gesuchte noch am Leben ist.

Zwei Fußgänger hörten am Samstagmorgen den vermutlich unter Alkoholeinfluss stehenden Mann gegen 1 Uhr am Flussufer in der Kronachallee um Hilfe rufen: Der Mann befand sich demnach in einer Notsituation und schaffte es nicht mehr aus dem Wasser. Die Fußgänger versuchten den Mann noch aus dem Wasser zu ziehen, die Strömung riss ihn aber mit und er trieb die Kronach flussabwärts.

Umgehend wurden DLRG, Wasserwacht und Feuerwehr alarmiert: Die Rettungskräfte suchen seitdem nach dem Mann. Seit Samstagmittag suchen auch Taucher, Spürhunde und Hubschrauber nach ihm.

Leicht machten es die äußeren Umstände den Rettungskräften allerdings nicht. Wegen des derzeitigen Hochwasser sind die meisten Wehre geöffnet, sodass es wenig Stellen gibt, an denen der gesuchte Mann hängen bleiben könnte. "Auch die Suche auf Sicht ist nicht leicht, weil das Hochwasser viele trübe Partikel mit sich führt, die einen kaum etwas erkennen lassen. Daher wird auch dem Hubschrauber die Suche erschwert", erklärt die Kronacher Polizei. ham/tu

Lesen Sie zusätzlich auf inFranken.de: Am Samstagmorgen ist es in Bayern zu einem tödlichen Unfall gekommen. Drei junge Männer kamen von der Straße ab und prallten mit dem Auto gegen einen Baum. Dabei starb ein 16-Jähriger.



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