Kronach
Umweltausschuss

Kreis prüft Biotonne für Vereine

Mit der Erfassung und Verwertung von Bioabfällen im Landkreis im Bringsystem ist der Abfallwirtschafts- und Umweltausschuss zufrieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Seit 2015 werden Gemüse- und Speisereste, sog. Bioabfall, in speziellen Behältern auf den Wertstoffhöfen im Landkreis Kronach gesammelt. Das Bringsystem will man beibehalten.  Foto: Fredrik von Erichsen, dpa/Archiv
Seit 2015 werden Gemüse- und Speisereste, sog. Bioabfall, in speziellen Behältern auf den Wertstoffhöfen im Landkreis Kronach gesammelt. Das Bringsystem will man beibehalten. Foto: Fredrik von Erichsen, dpa/Archiv

Seit 2015 wird die Erfassung und Verwertung von Bioabfällen (Gemüse- und Speisereste) im Bringsystem über Sammelbehälter an den Wertstoffhöfen flächendeckend im Landkreis Kronach umgesetzt. Nach einem ausführlichen Sachstandsbericht im Abfallwirtschafts- und Umweltausschuss des Landkreises Kronach durch Thomas Mattes ist Landrat Klaus Löffler der Überzeugung, damals die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Zum 1. Oktober 2015 wurden alle zwölf Wertstoffhöfe mit entsprechenden Sammelbehältern ausgestattet. Die Erfassung und Verwertung von Bioabfällen erfolgt seither im Landkreis Kronach im Bringsystem, das heißt der Bürger oder die Haushalte liefern ihre Bioabfälle, bei Bedarf auch in der Biotonne, bei einem in ihrer Nähe liegenden Wertstoffhof ab.

In die Sammelbehälter für Bioabfälle auf den Wertstoffhöfen gehören: Obst- und Gemüseabfälle, gekochte und ungekochte Speisereste, verdorbene Lebensmittel, Brot- und Gebäckreste, Fleisch- und Wurstreste, Kaffeefilter und Teebeutel, Eierschalen, Käse-, Quark- und Joghurtreste, alles lose, ohne Verpackung. Nicht in die Biotonne gehören Gras-, Baum- und Heckenschnitt, kompostierbare Bioabfalltüten, Papier- und Plastiktüten.

Aufgrund der Tatsache, dass die Thematik Erfassung und Verwertung von Bioabfall in der abfallwirtschaftlichen Diskussion wieder eine untergeordnete Rolle spielt, diskutierte der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Montag, wie die Sammlung in Zukunft weitergeführt werden soll.

Landrat Klaus Löffler meinte, man solle das System momentan so belassen, lediglich könnte man eine Erweiterung der dezentralen Standorte überprüfen. Die Ablieferung an dezentralen Standorten an zwölf Wertstoffhöfen habe sich in der Praxis bewährt. Heidi Hansen (SPD) regte jedoch an, eventuell Leihtonnen für Vereine und Verbände für deren diverse Festveranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Dies fand Landrat Löffler eine tolle Idee. "Wir wollen alle unterstützen, wo dies machbar ist." Für Thomas Mattes vom Sachgebiet Abfallwirtschaft ist dies denkbar. "Wir werden dies überprüfen, um eine machbare Lösung zu finden und die Vereine und Verbände somit zu unterstützen", meinte er.

Gerhard Rentsch (CSU) wies darauf hin, dass dieses landkreisweit für alle Vereine angeboten werden soll. Dietmar Schmidt (SPD) vertrat die Ansicht, nachdem das Bringsystem sich im rechtlichen Rahmen halte, sollte man es beibehalten und den Bürgern nicht noch eine weitere Tonne vor der Haustüre zumuten. Edith Memmel konnte sich vorstellen, dass Bioabfälle in der Stadt eine größere Rolle als auf dem Lande spielen. Thomas Mattes bezeichnete eine Menge von 25 Tonnen jährlich als Bioabfall sehr gering im Landkreis.

Das Gremium war sich einig, eine Lösung für Bioabfälle bei Festen von Vereinen und Verbänden überprüfen zu lassen und schnellstmöglich Vereine zu unterstützen.

Sachgebietsleiterin Susanne Knauer-Marx stellte in einem weiteren Tagesordnungspunkt die Gutachten für die ehemaligen Deponien Förtschendorf, Tettau (Am Kiesel), Tettau (Schauberg), Nordhalben und Steinbach am Wald vor. Die dabei durchgeführten Maßnahmen, insbesondere Durchführung von Grundwasseruntersuchungen und Pumpversuche, wurden erläutert. Die Beprobungen werden fortgeführt. Ferner sind Rekultivierungsmaßnahmen erforderlich.

Deshalb beschloss der Ausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Rekultivierung der ehemaligen Deponien des Landkreises Kronach insbesondere mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, gegebenenfalls mit den zuständigen Ministerien, im Einzelnen zu erörtern. Sobald dazu Klarheit besteht, sind Angebote für einen entsprechenden Planungsauftrag einzuholen.

Die Ausschussmitglieder stimmten ebenfalls einstimmig einem Antrag der evangelisch- lutherischen Dekanatsbezirke Kronach-Ludwigsstadt/Michelau zu, einen pauschalen Zuschuss von 9000 Euro für das Jahr 2019 zu gewähren.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren