LKR Kronach
Tag der offenen Gartentür

Kraft schöpfen in den Oasen nebenan

Das Gartenland Oberfranken steckt voller Schönheit, die man nur selten zu Gesicht bekommt. In 21 Naturparadiesen durften Besucher jetzt lustwandeln.
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Die Kräuterfreunde aus Kulmbach-Burghaig kamen bei ihrer Exkursion in Stockheim aus dem Staunen nicht mehr heraus. Besonders gefiel ihnen der naturnahe Gartenteich.  Foto: Gerd Fleischmann
Die Kräuterfreunde aus Kulmbach-Burghaig kamen bei ihrer Exkursion in Stockheim aus dem Staunen nicht mehr heraus. Besonders gefiel ihnen der naturnahe Gartenteich. Foto: Gerd Fleischmann
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Ein 68-seitiges Magazin des Bezirksverbandes Oberfranken für Gartenbau und Landespflege, herausgegeben im vergangenen Jahr, lädt ein zu einer informativen Entdeckungsreise durch das Gartenland Oberfranken. Dazu präsentieren sich 21 Gartenparadiese unterschiedlichster Ausprägung und Konzeption. Der Landkreis Kronach ist mit drei außergewöhnlichen Gartenanlagen vertreten. Es sind dies die Gärten von Christine und Karl Roschlau aus Nordhalben, Anita und Jürgen Girsig aus Weißenbrunn sowie Elisabeth und Gerd Fleischmann aus Stockheim.

Kräuterfreunde schauten sich um

Gerne genutzt werden zur weiteren Information die Veranstaltungen "Tag der offenen Gartentür". Durch das Magazin ergibt sich außerdem die Möglichkeit, ganz gezielt eine der besonderen Gartenanlagen zu begutachten. Die "Kräuterfreunde" des über 300 Mitglieder zählenden Gartenbauvereins Kulmbach-Burghaig nutzten die Gelegenheit, das 3000 Quadratmeter große Gartenareal von Gerd und Elisabeth Fleischmann in Stockheim zu besuchen. Und sie waren überrascht: Die gärtnerische Vielfalt, der abwechslungsreiche Baumbestand sowie die imposanten Natursteinmauern entlockten ihnen viel Bewunderung. Eine Kaffeerunde mit Pflaumenkuchen unter einem mächtigen Walnussbaum ließ Hochstimmung aufkommen.

Millionen Gärten gibt es in Deutschland, und jeder hat seinen ganz eigenen Charakter. Mal dient er als Rückzugsort für die gestresste Seele, mal als Spiel- und Tummelplatz für Kinder oder als besinnliches Ökoparadies.

Die Autorin des Magazins des Bezirksverbandes Oberfranken für Gartenbau und Landespflege ist die ehemalige "Frankenpost"-Redakteurin Elfriede Schneider aus Oberkotzau, selbst begeisterte Hobbygärtnerin. Auf ihrer Exkursion durch Oberfranken hat sie eine unglaubliche Vielfalt an Gartenanlagen entdecken dürfen. Dank ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrer langjährigen journalistischen Erfahrung und ihrem Blick für das Wesentliche ist eine Dokumentation entstanden, die beim Durchblättern das Herz eines jeden Gartenbesitzers höher schlagen lässt.

"Für Lebensqualität in Orten"

Bezirksvorsitzende Gudrun Brendel-Fischer: "Die 500 Gartenbauvereine sowie die neun Kreisverbände mit ihren 60 000 Mitgliedern leisten eine wichtige Arbeit für die Lebensqualität in Dörfern und Städten - und das alles ehrenamtlich." Vor allem wolle man mit diesem Magazin Anregungen für weitere gärtnerische Aktivitäten geben. Erfreulicherweise erfahre der Garten eine Renaissance, der in erster Linie als grüner und blühender Wohlfühlraum, den Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrungsangebote verschaffe. Letztendlich biete der Garten einen aktiven Beitrag, sich mit Obst- und Gemüse zu versorgen, so die Bezirksvorsitzende.

Autorin Elfriede Schneider: "Mit diesem Magazin über Privatgärten in Oberfranken betritt der Gartenbaubezirksverband Neuland. Gärtnerinnen und Gärtner sind hier vorgestellt, in deren grünem Paradies Besucher willkommen sind - selbstverständlich nur nach Anmeldung. Die Gärten zeigen sich ganz unterschiedlich: Mehrere ehemaligen Bauernhöfe sind dabei, deren Besitzer das ortsbildprägende Gebäude nicht verkommen lassen wollten und nach Möglichkeiten suchten, die Hofstelle schön und liebenswert zu erhalten und über die Jahre einen wunderbaren Garten anlegten."

Anregung für Hobbygärtner

Schließlich seien da noch jene Gärten der Spezialisten, die etwas ganz Besonderes aufzuweisen haben: In einem sind 5000 Zentner Steine zu Trockenmauern verbaut, in einem anderen pflegt ein Hobby-Botaniker seltene und alltägliche Gewächse und in einem weiteren könne der Besucher die Vielfalt der Tomaten kennenlernen. Elfriede Schneider kommt nach ihren Erfahrungen zu folgendem Schluss: "Diese Gärten sind ein Fest der Schönheit, jeder auf seine Art. Sie tragen zu einem bunten, blühenden Ortsbild bei und zeigen, welche Vielfalt Oberfranken zu bieten hat." Das besondere Klima habe ebenfalls seinen Reiz: "Auf den Höhen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes überraschen die Gärten mit einer Pracht, die manch einer nicht für möglich hält, und in den klimatisch günstigen Regionen wachsen Pflanzen, die man aus dem Süden kennt."

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