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Industrie

Kotschenreuther Fahrzeugbau: Wallenfelser Maßarbeit für rollende Riesen

Die Firma Kotschenreuther Fahrzeugbau aus Wallenfels stieß nicht nur bei der IAA für Nutzfahrzeuge auf reges Interesse an ihren Spezialaufbauten für Lastwagen.
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So riesig die Lastwagen und ihre Hänger auch anmuten, kommt es bei den Arbeiten doch auf jeden Millimeter an. Hier ist Robert Michalka zu sehen. Foto: Kotschenreuther Fahrzeugbau
So riesig die Lastwagen und ihre Hänger auch anmuten, kommt es bei den Arbeiten doch auf jeden Millimeter an. Hier ist Robert Michalka zu sehen. Foto: Kotschenreuther Fahrzeugbau
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Der Hof der Firma Kotschenreuther ist zugeparkt. Ein Lkw reiht sich an den anderen. Die Spezialkonstruktionen des Wallenfelser Unternehmens sind gefragt. Nicht erst bei der IAA für Nutzfahrzeuge richteten sich neugierige Blicke auf die Lkw-Aufbauten und Anhänger aus dem Rodachtal.

Wie ein Vorhang faltet sich die Schiebeplane zur Seite. Wo früher mühsam Spannverschlüsse geöffnet wurden, reichen heute wenige Handgriffe, um den Laderaum zugänglich zu machen. "Pro Abladestelle spart das bis zu 20 Minuten", erklärt Stefan Gohlke, der bei Kotschenreuther im Verkauf tätig ist. Der Grund dafür ist ein Schnellverschluss-System, das in Wallenfels verbaut wird. Solche Lösungen sind für die Firma wichtig, stellt sie doch keine Massenware für die Spediteure her, sondern liefert ihnen individuell zugeschnittene Lösungen.

Laderäume optimal nutzen

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Der mittelständische Fahrzeugbauer weiß, dass darin seine Stärken liegen. "Wir haben uns spezialisiert auf Volumentransporte unter Plane", erklärt Geschäftsführer Bernd Schneide. "Hauptsächliche Kunden sind die Auto-Industrie, die Getränke-Industrie sowie Kunden, die größere Maschinen fahren, - also alle, die großvolumige Güter bewegen."

Diese Kunden kommen zum Teil aus der heimischen Region, wie etwa die Firmen Heinz Glas oder Wiegand-Glas vom Rennsteig. Andere haben ihre Unternehmenssitze über ganz Deutschland verstreut.

Bei Kotschenreuther blickt man aber weiter über den Tellerrand hinaus. So hat das Wallenfelser Unternehmen inzwischen auch einen Fuß in der Tür zum wichtigen österreichischen Markt. Nicht zuletzt stammte der bei der Nutzfahrzeug-IAA ausgestellte 40-Tonnen-Volumen-Tandemzug von einem Neukunden aus dem Nachbarland. Vom kleinen Speditionsbetrieb bis hin zu konzernartigen Unternehmen reichen die Abnehmer der Kotschenreuther-Fahrzeuge.

"Wir planen individuell nach den Bedürfnissen der Auftraggeber und erstellen das passende Transportkonzept. Dafür haben wir Spezialisten in der Beratung und eine eigene Konstruktionsabteilung im Haus", erklärt Stefan Gohlke. Heraus kommen am Ende Einzelanfertigungen, die millimetergenau auf die Vorgaben der Kunden zugeschnitten sind.

Volumen-Gliederzüge, Wechselbrückensysteme und Getränkesattel sind die Spezialität des Wallenfelser Unternehmens. In diesem Bereich profitiert die Firma besonders von der eigenen Innovationskraft und vom langjährigen Austausch mit den Kunden.

"Dadurch bekommt man Kompetenz. Und so entwickelt sich ein Nutzfahrzeug permanent weiter", spricht Gohlke von einem fortwährenden Entwicklungsprozess der Produkte.

Künftig will sich Kotschenreuther ein noch größeres Stück vom Kuchen im Markt sichern. Am Know-how dürfte dieses Vorhaben nicht scheitern. An einer anderen Stellschraube möchten die Verantwortlichen aber noch drehen: bei den Mitarbeitern.

Gerade in der Produktion (Karosserie- und Fahrzeugbau sowie verwandte Berufe) sucht Kotschenreuther Fahrzeugbau - wie viele Industrie-Unternehmen in der Region - nach geschulten Mitarbeitern und ebenso nach Auszubildenden. Sollte die Firma die erhofften Verstärkungen für ihr Team finden, dann ist Gohlke zuversichtlich, dass Kotschenreuther weitere Duftmarken in der Branche setzen kann.

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