Kronach
Planungsbeginn

Konzept für Senioren im Landkreis Kronach soll maßgeschneidert sein

Der Landkreis Kronach versucht, mit vernetzten Konzepten für die verschiedenen Lebensbereiche die Weichen für die Zukunft zu stellen.
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Manfred Zehe und Edmund Görtler (v. r.) von Modus erklärten im Kreis der Politiker und Wohlfahrtsverbände ihre Arbeit für das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Kronach. Foto: Marco Meißner
Manfred Zehe und Edmund Görtler (v. r.) von Modus erklärten im Kreis der Politiker und Wohlfahrtsverbände ihre Arbeit für das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Kronach. Foto: Marco Meißner

Der Landkreis Kronach lässt zurzeit viele Konzepte erstellen. Das tut er bewusst in einem Zug. Denn so sollen die sich gegenseitig beeinflussenden Planungen aus einem Guss sein. Ein Rädchen soll ins andere greifen, um die Region zukunftsfest zu machen. In diese Ideen-Maschinerie werden nun auch die Senioren einbezogen.

Die Modus Wirtschafts- und Sozialforschung GmbH aus Bamberg wird den Landkreis Kronach begleiten, um ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept zu erstellen. Am Freitag stellten die Vertreter des Unternehmens ihre Planung für die kommenden rund eineinhalb Jahre im Landratsamt den Vertretern des Kreistags und der Wohlfahrtsverbände vor.

Was alle Beteiligten sich von diesem Vorhaben erhoffen, unterstrich Modus-Geschäftsführer Edmund Görtler als das Ziel: "Wir wollen keine Arbeit im stillen Kämmerchen leisten. Es soll ein lebendiges Konzept werden, von allen getragen." Bereits in mehr als 40 Landkreisen konnte Modus bei derartigen Projekten Erfahrungen sammeln. Deshalb ist Wolfgang Puff, Leiter der Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft (WSE) im Landkreis Kronach, auch überzeugt, den perfekten Partner gefunden zu haben. "Wir wollten jemanden an der Hand haben, der das wirklich kann", sagte er. Denn Entwicklungen bei der älteren Generation strahlen seiner Ansicht nach aus. "Was Senioren guttut, kann anderen nicht schaden." Beim Konzept gehe es daher weniger um eine Bestandsaufnahme, als um Ideen, die in die Praxis umgesetzt werden.

Bürger im Mittelpunkt

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Erreicht werden soll dies durch die enge Einbindung der Bürger ("Sie stehen im Zentrum") sowie durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Wohlfahrtsverbänden auf Augenhöhe, wie Görtler erläuterte. Befragungen, Workshops, das Zusammenführen von Expertisen der Beteiligten, all das soll bis Mitte 2020 zu einem klaren Bild führen, was die älteren Menschen im Kreis benötigen, wo Vernetzungen möglich sind und welche bestehenden oder neuen Einrichtungen Verbesserungen erreichen könnten. "Wir machen eine professionelle Bedarfsermittlung, die echte Bedarfe feststellt", versprach Modus-Soziologe Manfred Zehe. Am Ende solle ein Qualitätskonzept stehen, nichts von der Stange.

Darauf legte Landrat Klaus Löffler (CSU) einen besonderen Wert. "Wichtig ist der Kronacher Weg", forderte er eine maßgeschneiderte Lösung für die Region. Großen Wert legt er darauf, dass das Projekt ganz nah an den Menschen dran ist.

Die anwesenden Kreisräte aller Gruppierungen unterstützten diese Ansicht, ebenso die Wohlfahrtsverbände. Während die Kommunalpolitiker unter anderem darauf hinwiesen, dass das Projekt am Ende an der Umsetzbarkeit gemessen wird, ging BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes darauf ein, dass die Verbände im Landkreis schon eine Menge auf die Beine gestellt haben. Von der Zusammenarbeit auf dieser Basis erwarten sie sich nun einen weiteren positiven Schritt.



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