Tettau
Tourismus

"Klein Eden" soll ein Bistro erhalten

Der Verein "Rennsteigregion im Frankenwald" stellte ein neues Projekt für das Tropenhaus vor, das Zulauf verzeichnet und bei Besuchern sehr gut ankommt.
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Das Tropenhaus Klein Eden zieht jährlich Tausende Besucher an.  Foto: Archiv/Veronika Schadeck
Das Tropenhaus Klein Eden zieht jährlich Tausende Besucher an. Foto: Archiv/Veronika Schadeck

Im Tropenhaus "Klein Eden" soll ein Bistro entstehen. Wie Regionalmanager Willi Fehn am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Rennsteigregion im Frankenwald" im Restaurant "Anno Domini" erklärte, soll dieses Bistro eine Ergänzung zur vorhandenen Gastronomie sein.

Der bereits vorhandene Raum im Tropenhaus soll als Tagungsraum genutzt werden. Es ist auch geplant, die Räume für Feiern und Caterings zur Verfügung zu stellen. Das Projekt ist mit rund 250 000 Euro veranschlagt, davon erhofft man sich 200 000 Euro an Förderungen. Die Trägerschaft hat der Markt Tettau übernommen.

Bei der Versammlung wurden die Erfolge des Vereins genannt, es wurden aber auch Schwierigkeiten nicht verhehlt. So sprach Carl-August Heinz davon, dass die Anreicherung des Tropenhauses mit Reptilien Familien und ganze Schulklassen anzieht. Er ist auch zuversichtlich, eine Besucherzahl von 25 000 bis Ende Februar zu erreichen.

Kritisch bewertete der Unternehmer anhand des Tropenhaus die geltenden Ausschreibungsvorschriften. Diese hätten nicht nur zu einer stark verzögerten Baubeginnphase geführt, sondern auch dazu, dass man auf das billigste Angebot beim Bau des Tropenhauses zurückgreifen musste. Als Beispiel nannte er das Wasserbecken, das eine Firma aus Malta lieferte. Seit einem Jahr fallen nun teure Reparaturkosten an, die mittlerweile mit über 50 000 Euro zu Buche schlagen. Das komme daher, "weil die Kondensatoren südlich der Alpen einfach Schrott sind". Und: "Wer billig kauft, kauft zweimal - vielleicht begreift das mal jemand in einer Förderbehörde!"

Bangen um Fördergelder

Ein anderes Thema war die FOS am Rennsteig, die sich mittlerweile zur "Privaten Fachoberschule Kronach" gewandelt hat. Somit, meinte der Vorsitzende des Vereins "Rennsteigregion im Frankenwald", Thomas Luger, fehle der Hinweis, dass diese Schule für den Landkreis bestimmt und und aus der Rennsteig-Region hervorgegangen sei. Er habe die Befürchtung, dass sein Verein als ehemaliger Träger Fördergelder in Höhe von rund 90 000 Euro zurückzahlen müsse.

Luger wies darauf hin, dass der Verein angewiesen sei, eine Endabrechnung zu bekommen. Und er stellte klar, dass - wenn Rückforderungen seitens der Förderbehörde kommen sollten - sich der Verein an den Landkreis wenden werde. "Dieser ist letztendlich der Nutznießer eines eingefahrenen Porsches". Luger bedankte sich aber auch beim Landrat Klaus Löffler und Regionalmanager Willi Fehn für ihre Bemühungen dahingehend, dass der Verein keine Rückzahlungen leisten müsse.

Carl-August Heinz verwies auf ein Gespräch mit dem Schulleiter der FOS Kronach, Hubert Sendl. Dieser sehe durchaus Chancen, eine Technikerklasse in Ludwigsstadt zu etablieren.

Und er sprach davon, dass nach wie vor Schüler Praktika in Unternehmen des Nordens absolvieren. Der Ludwigsstädter Bürgermeister Timo Ehrhardt wies darauf hin, dass der Landkreis die FOS Sabel mit insgesamt 800 000 Euro unterstütze. Diese Summe werde sich aber nun nach der staatlichen Anerkennung reduzieren. Er erwähnte die Bürgschaft seiner Stadt in Höhe von einem "mittleren fünfstelligen Betrag" für die ehemalige "FOS am Rennsteig". Ehrhardt: "Da steht noch einiges in der Luft."

Der Rennsteigtaler

Zudem ging der Bürgermeister auf den Rennsteigtaler ein. Rund 1000 wurden ausgegeben, allerdings sei ein geringer Rücklaufwert zu verzeichnen. Er hofft nun darauf, dass die Bürger ihre Rennsteigtaler in der Weihnachtszeit bei den heimischen Geschäften einlösen. Und er war überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um die Kaufkraft in der Rennsteig-Region zu erhöhen.

13 000 Gäste

Nicole Wittig vom Tourismusbüro sprach von einem "bombastischen Jahr". Insgesamt besuchten 2017 rund 13 000 Gäste, darunter in 345 Gruppen aufgeteilt, die Region. Sie wies darauf hin, dass im März zum ersten Mal ein Vereins- und Verbandstag stattfinden soll, um die Rennsteig-Region bekannter zu machen. Manja Hühnlein wies auf die Prämierung "Wir sind Genussort" hin. Jetzt gelte es, eine Organisationsstruktur zu finden, um diese Auszeichnung lebendig zu halten.



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