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Kleintettau
Auszeichnung

"Klein Eden" nun zertifiziert

Das Tropenhaus in Kleintettau hat sich der Prozedur nach der EU-Öko- und Bio-Verordnung unterworfen.
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Mit dem Bio-Zertifikat wurde der Nachhaltigkeitsgedanke verankert - hier der Projektleiter der Marketinggesellschaft Ralf Schmitt. Foto: Veronika Schadeck
Mit dem Bio-Zertifikat wurde der Nachhaltigkeitsgedanke verankert - hier der Projektleiter der Marketinggesellschaft Ralf Schmitt. Foto: Veronika Schadeck
Seit August 2017 ist das Kleintettauer Tropenhaus "Klein Eden" nach der EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Es ist somit das einzige Tropenhaus, das europaweit eine derartige Auszeichnung vorweisen kann. Das heißt, im Tropenhaus kann man neun Fruchtarten, wie beispielsweise Bananen, Lulo, Guave, Maracuja etc. in Bioqualität kaufen.
Betritt man "Klein Eden", fallen einem schon die "Bio-Zertifikate" im Eingangsbereich ins Auge. Für den Projektleiter der "Marketinggesellschaft für die fränkische Rennsteig-Region", Ralf Schmitt, ist dieses Zertifikat von großer Bedeutung. "Wir können somit beweisen, dass das Tropenhaus auf höchstem gesetzlich gesicherten lebensmittelrechtlichen Standards produzieren kann!" Außerdem steige die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln. Und so mancher Verbraucher von Bio-Lebensmitteln kauft aus einem ökologischen Bewusstsein heraus ein, denn immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die Herkunft ihrer Lebensmittel. Und: "Wir haben bewiesen, dass wir mit Abwärme aus der Glashütte subtropische Früchte mit hoher Qualität anbauen können!"
Was ist nun das Besondere daran? Für "Klein Eden" bedeutet der ökologisch-biologische Anbau von Produkten, dass die Pflanzen überwiegend mit Fischwasser gedüngt werden. Schädlinge werden nicht chemisch, sondern mit Nützlingen bekämpft. Denn biologischer Anbau bedeutet auch den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Weiterhin existiert ein eigener Biokreislauf.
Ralf Schmitt spricht davon, dass nun jedes Jahr "Klein Eden" regelmäßigen Kontrollen unterzogen wird. Den Kontrolleuren liegt ein genauer Plan des Tropenhauses sowie eine Beschreibung der Funktion und eine Liste der hergestellten Produkte vor. Auch künftig werden chemisch-synthetische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel also tabu sein. Verstoße man einmal gegen eine EU-Verordnung, ist "man draußen und man muss den ganzen Prozess von vorne anfangen". Und: Auch die Weiterverarbeitung der Früchte darf nur mit zulässigen Zutaten geschehen.
Die Idee, das Tropenhaus beziehungsweise die darin wachsenden Früchte nach der EG-Öko-Verordnung zertifizieren zu lassen, wurde zum Ende des Jahres 2013 geboren, erzählt Ralf Schmitt.
Der Nachhaltigkeitsgedanke spielte dabei eine große Rolle. Es ging um die Achtung und Erhaltung eines natürlichen Kreislaufs vom Boden zur Pflanze. Im Frühjahr 2014 fand dann die Erstinspektion durch unabhängige Kontrolleure, wie beispielsweise durch Vertreter des Biolandverbandes statt. Für die Kontrolleure war dieser Besuch ein Novum: "Zum ersten Mal mussten sie sich mit dem Anbau von Früchten unter Glas auseinandersetzen!"
Bei der ersten Nachprüfung im Jahr 2015 wurde schließlich das Tropenhaus als "Betrieb zum ökologischen Landbau" eingestuft.
Und danach dauerte es noch über zwei Jahre, bis man das begehrte Siegel erhielt. Aber: "Es hat sich gelohnt!"
Seine biozertifizierten Früchte und auch die daraus entwickelten Produkte will Ralf Schmitt nicht nur im Tropenhaus, sondern auch bei den Teuschnitzer Gesundheitstagen am 21. und 22. Oktober vorstellen. Und er denkt schon eifrig über weitere Produkte nach, die man mit den Biofrüchten aus dem Tropenhaus kreiieren kann.

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