Kronach
Blutspende

Kinospaß für Erstspender

Im Sommer werden die Blutkonserven knapp. Der BRK-Kreisverband Kronach belohnt daher neue Blutspender mit einer Kino-Freikarte für die "Filmburg".
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Spender auf der Liege - der BRK-Kreisverband Kronach sucht dringend Erstspender und startet hierfür eine Werbeaktion.  Foto: Blutspendedienst
Spender auf der Liege - der BRK-Kreisverband Kronach sucht dringend Erstspender und startet hierfür eine Werbeaktion. Foto: Blutspendedienst
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Wegen der Urlaubszeit sind die Blutspende-Termine im Sommer oft nicht so gut besucht wie sonst. Für eine lückenlose Versorgung der Patienten sind die Blutspendedienste aber dringend auf die Spenden angewiesen. Um neue Spender zu gewinnen, hat der BRK-Kreisverband Kronach eine neue Werbeaktion für Erstspender gestartet. Diese werden für ihre erstmalige Spende zusätzlich mit einer Freikarte für das Kronacher Kino bedacht.

"Blutspenden ist eine gute Sache", findet Jan, der in seinen Sommerferien beim BRK jobbt. Es sei schön, anderen Menschen helfen zu können. Außerdem könne man selbst auch einmal in die Lage kommen, auf fremdes Blut angewiesen zu sein. Deshalb habe er es sich fest vorgenommen, sobald er volljährig ist, sich selbst "anzapfen" zu lassen.

Auch die Sonderaktion gefällt ihm. "Eine Kinokarte ist ein verlockendes Angebot", sagt der 17-Jährige, dessen Mutter beim BRK beschäftigt ist. Gerade junge Leute, auf die die Aktion besonders abziele, seien ja oftmals eifrige Kinobesucher und würden sich sicherlich sehr über einen Kinoabend freuen.

Nicht ersetzbar

Blut ist - so BRK-Ehrenamtsmanager Ralf Schmidt - nach wie vor durch nichts zu ersetzen. Trotz intensiver Forschung könnten keine funktionsfähigen Blutzellen künstlich entwickelt werden. "Das macht es so wichtig, dass Menschen ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden", appelliert er. Täglich werden in Bayern circa 2200, bundesweit 15 000 Blutspenden benötigt - zur Versorgung verunfallter Personen, aber auch für Krebspatienten oder Patienten mit Herz- oder Magen- und Darmkrankheiten.

Ein Drittel der Bundesbürger ist mindestens einmal im Leben selbst auf das Blut anderer angewiesen. Auch Organ-Transplantationen sind ohne Blutkonserven undenkbar. Jede Blutspende wird eingehend untersucht; so dass es sich hierbei auch um eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung handelt.

Erfreulicherweise ist die Spendenbereitschaft im Landkreis Kronach sehr hoch. "Wir sind bayernweit unter den Top Ten", lobt Schmidt. Doch im Sommer werden die Reserven oftmals knapp. Der Bedarf steige dann wegen höherer Unfallzahlen, während die Spenden bei steigenden Temperaturen oder aufgrund von Urlaubsaufenthalten abnähmen. Hinzu kommen eventuelle Sperrzeiten nach Aufenthalten in gewissen Ländern beziehungsweise Regionen. Insgesamt brauche man eine breitere Basis von Menschen, die in einer gewissen Regelmäßigkeit spenden, zumal ja auch altersbedingt - gespendet werden darf bis 72 Jahre - alljährlich Spender wegfielen.

"Um den immer größeren Bedarf an Blut sicherstellen zu können, brauchen wir gerade jetzt dringend Blutspender-Nachwuchs", appelliert der Ehrenamtsmanager auch an bereits aktive Blutspender, in ihrem Bekannten- oder Familienkreis entsprechend Werbung zu machen. Hierfür hat man sich - neben dem kleinen Geschenk für alle Blutspender - das zusätzliche Dankeschön in Form einer Kinokarte ausgedacht.

"Wenn beispielsweise ein befreundetes Ehepaar zusammen erstmals zur Blutspende geht oder ein Freundeskreis, eine Fußballmannschaft, eine Schulklasse - wie auch immer, dann können sie sich zusammen einen schönen Abend machen", rührt er tüchtig die Werbetrommel für die Aktion, die noch bis Jahresende läuft. Zudem würden die Spender ja jedes Mal noch im Anschluss an die Blutspende sehr gut verpflegt.

Das BRK bittet um Beachtung, dass seit dem 1. Januar 2018 die Vorlage eines Ausweises, Reisepasses oder Führerscheins im Original für Blutspender verpflichtend ist.

Die Erstspende

Fragebogen Erstspender müssen zunächst einen Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte ausfüllen, dann geht es für sie - wie für alle Spender - zur ärztlichen Untersuchung.

Untersuchung Der Arzt misst beispielsweise Blutdruck, Puls und Temperatur und bespricht mit ihnen den ausgefüllten Fragebogen. Unter Berücksichtigung aller Befunde entscheidet er über ihre Spendefähigkeit.

Hämoglobinwert Mitarbeiter vom Blutspendedienst bestimmen den Hämoglobinwert (der rote Blutfarbstoff). Dies ist wichtig, um eine mögliche Blutarmut auszuschließen und damit die Spender mit der Blutspende nicht zu gefährden.

Blutgruppe Mittels eines Schnelltests wird bei Erstspendern zusätzlich die Blutgruppe typisiert. Ein Tröpfchen aus der Fingerkuppe reicht dafür aus.

Blutspende Dann geht es los: Bei der Blutspende werden circa 500 ml Blut entnommen. Nach etwa zehn Minuten ist der Spendenvorgang beendet.

Ruhezeit Danach sollen sich die Spender mindestens noch zehn Minuten ausruhen. Anschließend gibt es einen kleinen Imbiss mit Getränken. Vor allem reichlich Trinken ist wichtig - auch im Vorfeld der Blutspende. Nach der Spende können die Spender ihren Tag wie gewohnt fortsetzen. Alkohol, Rauchen und schwere körperliche Betätigungen sollten aber vermieden werden.



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