Küps
Gemeinderat

Kinder in Küps bekommen einen Neubau

Küps plant die Errichtung eines neuen Kindergartens am Standort Hirtengraben 15. Jetzt wurde die Planung vorgestellt.
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Der bisherige Kindergarten erfüllt die Anforderungen nicht mehr. Veronika Schadeck
Der bisherige Kindergarten erfüllt die Anforderungen nicht mehr. Veronika Schadeck

Der Neubau des Kindergartens Küps war am Dienstagabend das Schwerpunktthema in der Gemeinderatssitzung. Hier informierte Dimitra Papadimitriou vom Büro H2M aus Kulmbach über den aktuellen Planungsstand.

Zuvor erinnerte Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) daran, dass im vergangenen Jahr der Marktgemeinderat beschlossen hatte, den weiteren Bedarf an Krippenplätzen durch die Schaffung von 24 neuen Krippenplätzen im Kernort zu decken. Weiterhin sei beschlossen worden, das Objekt "Am Hirtengraben 15" im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern zu erwerben und das Areal als Standort für den neuen Kindergarten festzulegen. Ende Mai soll der Abbruch des bestehenden Gebäudes erfolgen. "Wir werden dort Bagger sehen!"

Vom Standort begeistert

Dimitra Papadimitriou äußerte sich begeistert über den Standort. "Mit dem Neubau wollen wir die Struktur der Ortschaft stärken!" Die Architektin wies darauf hin, dass der bestehende Kindergarten in den 70er Jahren gebaut, in den 90er Jahren erweitert wurde und mittlerweile veraltete Strukturen aufweist. Bezüglich des geplanten Kindergartens sprach sie von einem "bewegten Haus", das in Beziehung mit dem Luthersaal und dem Pfarrhaus gesetzt werden soll. Zudem werden auch Parkplätze geschaffen.

Ihren Planungen zufolge wird sich die Kinderkrippe im Erdgeschoss finden. Diese Fläche wird aufgeteilt in zwei Gruppenräume, einen Ruhe- und Personalraum. Außerdem wird ein Zugang zum Garten geschaffen. Das erste Geschoss ist für die älteren Kinder gedacht. Hier werden neben dem großen Gruppenraum, auch ein Intensivraum, Speiseraum und eine Küche angebracht. Außerdem besteht die Möglichkeit einen Spielflur zu schaffen. Bezüglich Kostenschätzung sprach sie von einer Summe in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Ende Juli will nun ihr Büro eine exakte Kostenberechnung und einen genehmigungsfähigen Entwurf vorlegen.

Wie Hans Rebhan erklärte, werde die Gemeinde wegen der Fördermittel die Trägerschaft für dieses Projekt übernehmen, Eigentümer ist und bleibe nach wie vor die Kirchengemeinde.

Kredite sind notwendig

In der Sitzung wurden auch die Eckdaten der ersten Haushaltsberatung bekanntgegeben. Demnach stehen als größte Positionen im Finanzplan der Erweiterungsbau und die Sanierung der Schule, Breitbandausbau, Erschließung von Industriegelände, Neubau Kindergarten Küps etc. an. Infolge der erheblichen Investitionen werden weitere Kreditaufnahmen in Höhe von 2 775 300 Euro für 2020 und 1 217 450 Euro für 2021 notwendig sein. Verabschiedet werden soll das Zahlenwerk in der nächsten Sitzung.

Ralf Pohl (SPD) äußerte den Verdacht, dass die Gemeinde sich nicht immer an die vorhandenen Prioritätenlisten hält, was die Realisierung von Projekten betrifft. Ursula Eberle-Berlips (CSU) entgegnete, dass der Haushaltsplan solide ist. Planungsschwerpunkte bilden dabei Kinder und Bildung. "Das sind unsere Säulen, auf die wir bauen!"

Ohne Gegenstimme erhielt die Firma Komuna GmbH den Auftrag, gemäß ihrem Angebot für die Lieferung, Installation und Schulung der "Rechnungserstellung/Fakturierung", das elektronische Anordnungswesen" und die Hard- und Software für die Langzeitarchivierung zu liefern. Die Verwaltung wird nun die entsprechenden Verträge mit dem Unternehmen abschließen. Bereits seit dem Jahre 1997 setzt der Markt die Finanzsoftware CIP-KD der Firma ein. Das neue System soll nun gravierende Vorteile für die Sachbearbeiter bringen.

Zudem wurde auch befürwortet, die Kanäle zur Fremdwasserreduzierung bei der Abwasseranlage in Burkersdorf zu sanieren. Wie Rebhan erklärte, seien vor zwei Jahren bei einer Kamerabefahrung des Kanalnetzes Schäden festgestellt worden. Die Kanalsanierungen werden im Rahmen der Dorferneuerung in der "Burgkunstadter Straße" und "Am Bach" im Rahmen der Straßenbauarbeiten mit erledigt. Im Jahr 2021 wird der Landkreis die den Ort durchquerende Kreisstraße KC 22 in Angriff nehmen. Auch hier werden Kanalsanierungen durchgeführt. Der Rest dieser Maßnahmen soll in geschlossener Bauweise durchgeführt werden. Hier ist mit Kosten in Höhe von 314 832 Euro zu rechnen.

Zuvor informierte Rebhan aus der nicht öffentlichen letzten Sitzung. Demnach wurde dem Gremium ein Eigenenergiekonzept für die Schule Küps vorgestellt. Die Verwaltung sei beauftragt worden, die notwendigen Schritte für die Realisierung einer Photovoltaikanlage in die Wege zu leiten, erklärte er.

Weiterhin wurde für die Sanierung der Remise am Oberen Schloss das Architekturbüro architektur+denkmalpflege, Dirk Raffegerst & Oliver Reiss, Scheßlitz/Nürnberg mit den Leistungsphasen 4 bis 9 zum Preis von 981 433 Euro beauftragt. Hier fließen 90 Prozent an Zuschüssen. Zudem beschloss das Gremium, das alte Feuerwehrhaus in Hain an den höchst bietenden Bewerber zu verkaufen.

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