Ludwigsstadt
Stadtrat

Keine Zuschüsse für neuen Bauhof

Ludwigsstadt muss für die 830 000 Euro für den Neubau alleine aufkommen.
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Der Bauhof in Ludwigsstadt wird neu gebaut. Es ist seit langem das erste Projekt, für das die Stadt keinerlei Förderungen erhält.Veronika Schadeck
Der Bauhof in Ludwigsstadt wird neu gebaut. Es ist seit langem das erste Projekt, für das die Stadt keinerlei Förderungen erhält.Veronika Schadeck

Rund 830 000 Euro will die Stadt Ludwigsstadt in den Neubau ihres Bauhofs investieren. Bürgermeister Timo Ehrhardt wurde am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung dazu ermächtigt, in Anbetracht der Einhaltung des Zeitplans die Aufträge an die jeweils günstigsten Anbieter zu vergeben. Der Bauhof ist seit langem ein Projekt, für das die Stadt keine finanziellen Zuwendungen erhält.

Wie Ehrhardt erläuterte, wurden für 13 Gewerke Angebote abgegeben, lediglich für die Estricharbeiten ging keines ein. Ursprünglich, so der Bürgermeister, lag die Kostenschätzung bei 737 000 Euro für alle Maßnahmen. Tatsächlich sind Mehrkosten in Höhe von 12,21 Prozent vorhanden.

Einstimmig sprach sich das Gremium für die Beteiligung an der Sanierung des Wasserzweckverbandes Frankenwaldgruppe (FWG) aus. Demnach wird Ludwigsstadt eine Investitionsumlage in Höhe von 131 450 Euro bezahlen. Die erste Rate erfolgt im Jahre 2020 in Höhe von 6572 Euro.

Wie der Bürgermeister erläuterte, sei die Beteiligung bereits in Novembersitzung 2015 beschlossen worden. Damals ging man von einer Umlage in Höhe von insgesamt 231 438 Euro aus. Sein Dank galt diesbezüglich den Vorsitzenden der Frankenwaldgruppe, Jürgen Baumgärtner, der sich in München für die FWG stark machte und eine hohe finanzielle Unterstützung durch den Freistaat zuwege brachte.

Wasserpreis bleibt wohl stabil

Ehrhard sprach von einer Solidargemeinschaft und dass es darum gehe, die Lauenhainer Bürger zu unterstützen. Lauenhain ist der einzige Stadtteil, der Wasser von der FWG bezieht und 2,99 Euro netto für den Kubikmeter bezahlt. Beim übrigen Stadtgebiet greift die eigene Wasserversorgung. Der Preis liegt hier bei 2,18 Euro pro Kubikmeter.

Wie der Bürgermeister erläuterte, werde man sich demnächst mit einer neuen Wasserkalkulation befassen müsse, da die bisherige 2019 auslaufe. Er gehe davon aus, den aktuellen Wasserpreis stabil halten zu können, da im Jahr 2017 ein Überschuss in Höhe von 81 731 Euro erzielt werden konnte.

Bezüglich der Jahresabschlussrechnung für das Hallen- und Freibad Ludwigsstadt sprach Ehrhardt von einem Defizit im Jahre 2017 in Höhe von 77 652 Euro. Er wies darauf hin, dass man nach Einsparungsmöglichkeiten suche.

Lückenschluss beim Mobilfunk

Ein anderes Thema waren die Lücken beim Mobilfunk. Diese sind im Stadtgebiet zum einen die Schildwiese am Rennsteig und die Gemeinde Steinbach/Haide. Das Gremium entschied nun, mit Hilfe des Mobilfunk-Förderprogramms des Freistaats in Steinbach/Haide die Lücke zu schließen. Auf den Beschluss aufbauend wird das Mobilfunkzentrum Suchkreise bei den Netzbetreibern anfragen, in denen ein zusätzlicher Mast errichtet werden könnte. Gefördert wird das Projekt zu 90 Prozent und maximal mit 500 000 Euro pro Gemeinde.

Max Heyder (CSU), fragte an, ob es nicht möglich sei, aufgrund der Nähe zu den thüringischen Gemeinden Lichtentanne und Großgeschwenda, den "weißen Fleck" in Steinbach/Haide von den dortigen Funkmasten aus mit schließen zu können. Ehrhardt sieht hier eher wenig Chancen.

Unter Punkt "Sonstiges" sprach Eva Jahn (SPD) die Parkplatzsituation vor der Turnhalle zum Siedlungsweg an. Es sei nicht korrekt, wie manche Kraftfahrer ihr Fahrzeug dort abstellen.

Torsten Hetz appellierte an die Waldbesitzer, nach Holzarbeiten ihre Wege wieder in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Gerhard Rentsch CSU) meinte, dass die meisten Waldbesitzer nach Abschluss ihrer Holzarbeiten ihre Wege auch wieder aufräumten.

Der Stadtrat in Kürze

Genehmigt wurde die Aufstellung einer Raumcontainer-Anlage durch die W.O.M. Word of Medicine GmbH, Berlin.

Verlängert wurde das City- und Stadtbaumanagement mit "Planwerk" bis zum Juni 2020.

Der Planungsumfang für die Dorferneuerung Ottendorf in der Ottendorfer Straße wurde auf den Bereich zwischen Feuerwehrgerätehaus und Lehestener Straße erweitert. Der Planungsauftrag wurde an das Büro Lauer & Lebok ergänzt. Zudem wurde das Büro Schlicht & Fischer Kronach mit der Tragwerksplanung für die Stützmauer beauftragt.

Erworben wurde im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern das Anwesen "Am Bühl 1". Dies soll zurückgebaut werden und die Freifläche zugunsten der Ortsstraße umgestaltet werden.

Erworben wurde auch die Anwesen Frankenwaldstraße 47/49 sowie "Rosengasse 19". Beide Gebäude sollen zurückgebaut werden.

Das Büro HTS-Plan wurde mit den Planungsleistungen für die Engstellenbeseitigung in der Kehlbacher Straße im Bereich Walkmühle/Einmündung Wetzel beauftragt.

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