Marktrodach
Politik

Kampfabstimmung in Marktrodach: SPD schickt Oliver Skall ins Bürgermeisterrennen

In einer Kampfabstimmung setzt sich der Kandidat des Oberrodacher SPD-Ortsvereins gegen Dietmar Regel durch.
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Mit Oliver Skall als Bürgermeister-Kandidat möchte die Marktrodacher SPD 2020 wieder ins Rathaus einziehen. Foto: privat
Mit Oliver Skall als Bürgermeister-Kandidat möchte die Marktrodacher SPD 2020 wieder ins Rathaus einziehen. Foto: privat

Nun steht es fest: Mit Oliver Skall als Bürgermeister-Kandidat möchte die Marktrodacher SPD in die am 15. März 2020 anstehende Kommunalwahl ziehen. Der 45-Jährige setzte sich am Sonntagabend in einer Kampfabstimmung der beiden Ortsvereine Ober- und Unterrodach mit 41:11 Stimmen gegen Dietmar Regel (63) durch. "Das ist ein großer Vertrauensbeweis und gibt mir Rückenwind", freute sich Skall über das deutliche Ergebnis. "Ich hoffe, dass ich den Schwung nun in die nächsten Monate bis zur Wahl mitnehmen kann."

Ebenso wie wie seine Wahl stimmte ihn das Altersspektrum der an der Wahl teilnehmenden SPD-Mitglieder zuversichtlich. "Da war von der 21-jährigen Mutter, die gerade erst entbunden hatte, bis zum 94-jährigen Rentner alles dabei - und das aus allen Ortsteilen", betonte er. Das sei wichtig, weil ein Bürgermeisterkandidat nicht nur für eine Gruppierung antreten dürfe. "Denn ich möchte einen Wahlkampf für ganz Marktrodach machen."

Skall ging bereits leicht favorisiert in die Abstimmung, da sein Ortsverein Oberrodach deutlich mehr Mitglieder hat als der Unterrodacher, der Regel für die parteiinterne Wahl nominiert hatte. Theoretisch hätten 80 Personen über den Marktrodacher SPD-Bürgermeister-Kandidaten abstimmen können. Denn wahlberechtigt waren nicht nur die 74 Mitglieder der Marktrodacher SPD-Ortsvereine, sondern auch Sozialdemokraten, die in Marktrodach ihren Wohnsitz haben. Von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten aber letztlich ausschließlich Personen, die Mitglied in einem der beiden Ortsverbände sind.

Gräbners überraschende Ankündigung als Auslöser

Dass die Marktrodacher Sozialdemokraten nun die Wahl zwischen Skall und Regel hatte, liegt letztlich an einer Ankündigung von Bürgermeister Norbert Gräbner. Dieser hatte entgegen mancher Erwartungen - allen voran im SPD-Ortsverein Oberrodach - erklärt, 2020 erneut für das Bürgermeisteramt kandidieren zu wollen.

Noch bevor es zur parteiinternen sachlichen Auseinandersetzung kam, trat Gräbner schließlich aus der SPD aus, weil er Wertschätzung und Respekt vermisste. Er wird nun 2020 vermutlich als unabhängiger Bürgermeisterkandidat antreten.

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