Kronach
Kommunalwahlen

Jugendliche im Kreis Kronach sind gefragt

Am Donnerstag, 5. Dezember, können Jugendliche bei einer "etwas anderen" Podiumsdiskussion ihre Anliegen den Kreistags-Kandidaten kundtun.
Artikel drucken Artikel einbetten
KJR-Vorsitzender Andy Fischer und Kreisjugendring-Geschäftsführerin Eva Wicklein laden alle Jugendlichen zum Austausch mit Kommunalpolitikern ein.Heike Schülein
KJR-Vorsitzender Andy Fischer und Kreisjugendring-Geschäftsführerin Eva Wicklein laden alle Jugendlichen zum Austausch mit Kommunalpolitikern ein.Heike Schülein

Im Landkreis Kronach haben am 15. März 2020 Tausende von Wahlberechtigten die Möglichkeit, ihre Stimme für die Partei abzugeben, von der sie ihre Anliegen am besten vertreten sehen. Aber was ist mit denen, die noch nicht wählen gehen dürfen? Wie präsent sind die Anliegen der Jugendlichen - also der zukünftigen Wähler - bei den Kommunalpolitikern? Inwieweit fühlen sich Jugendliche von der Politik gehört und verstanden?

"Auch Jugendliche, die noch noch nicht selbst wählen dürfen, sollen bei den anstehenden Kommunalwahlen nicht außen vor gelassen, sondern eingebunden werden. Schließlich betrifft auch sie der Ausgang der Wahl", erklärt KJR-Geschäftsführerin Eva Wicklein. Zu den Aufgaben und Zielen ihres Sachgebiets am Landratsamt Kronach gehört es auch, Jugendliche dazu zu animieren, selbst jugendpolitisch aktiv zu werden. So entstand gemeinsam mit der Vorstandschaft des Kreisjugendrings und dessen Vorsitzenden Andy Fischer die Idee für die "#faceup"-Aktion am 5. Dezember ab 19 Uhr im Kitsch-Stadl.

"#faceup" soll - so die beiden - keine klassische "Frontalveranstaltung" sein, sondern vielmehr ein Austausch zwischen Kommunalpolitikern sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diesen wird dabei ermöglicht, ihre speziellen Fragen, Anliegen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge an die Kreistagskandidaten zu richten.

Einladungen ergingen an alle Parteien. Ihr Kommen zugesagt haben Vertreter von FW, JU, CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Frauenliste Stadt und Landkreis Kronach. Moderiert wird die Veranstaltung von Lars Hofmann.

"Nachdem wir gemeinsam mit dem Moderator die inhaltliche Gestaltung der Diskussion besprochen haben, sind wir zur Entscheidung gekommen, keine übliche Podiumsdiskussion mit Fragen und Antworten stattfinden zu lassen, sondern vielmehr einen Austausch zwischen Jugend und Politik und eine Annäherung von beiden zu forcieren", erläutert KJR-Vorsitzender Andy Fischer.

Im direkten Dialog - face to face - mit den Politikern können Jugendliche ab etwa 13 Jahren ihre Fragen loswerden, Wünsche äußern und Ideen für die Vermittlung ihrer Anliegen entwickeln.

Austausch in Kleingruppen

Für eine Annäherung von Politik und Jugend findet auch ein Austausch in Kleingruppen (jeweils ein Politiker sowie Jugendliche) statt. "Es sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie die Distanz zwischen Politik und Jugend verringert werden kann und wie es funktionieren kann", verdeutlicht Fischer.

Vor der Veranstaltung haben die Jugendlichen die Möglichkeit, anonym konkrete Fragen auf Moderationskarten festzuhalten und an Stellwänden zu befestigen. Die Fragen sollen während der Diskussion beantwortet beziehungsweise diskutiert werden.

Für die Fragestellungen vorgegeben sind die Themenbereiche "Freizeitangebote und Nachtleben", "Ausbildung und berufliche Perspektiven", "Nahverkehr und Infrastruktur", "Mitbestimmung und Beteiligungsformen" sowie "Welt- und Klimapolitik".

Gefördert wird die Veranstaltung mit Mitteln aus "Demokratie leben" des Bundesfamilienministeriums.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren