Wallenfels
Adventskonzert

Jubelklang und tanzende Lichter in Wallenfels

In der effektvoll illuminierten Wallenfelser Pfarrkirche St. Thomas verzauberten zahlreiche Akteure die Zuhörer mit Gesang und Musik.
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Die Musiker des Musikvereins Wallenfels füllten den Altarraum, in der von Lichteffekten verzauberten Pfarrkirche St. Thomas. Susanne Deuerling
Die Musiker des Musikvereins Wallenfels füllten den Altarraum, in der von Lichteffekten verzauberten Pfarrkirche St. Thomas. Susanne Deuerling
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Eine Spannung lag in der Luft, Lichter tanzten durch das Kirchenschiff und die Atmosphäre war zum Atemanhalten - es war Adventskonzert in der Stadtpfarrkirche St. Thomas in Wallenfels.

Noch ging ein Raunen durch die Kirche, die Zuschauer und Musiker murmelten vor sich hin, schlugen die Notenblätter auf und die Sänger versuchten noch einmal, den Ton zu halten. Dann war Stille - die Orgel setzte ein und Marcel Müller spielte zum Auftakt gemeinsam mit Andrea Löffler die Hymne der Highland Games "Highland Cathedral".

In seiner Begrüßung bezeichnete Pater Jan Poja das Konzert als geistige Vorbereitung und Einstimmung auf Weihnachten. In dieser Zeit hört man überall Weihnachtslieder, meist aus Lautsprechern und vom Band. Doch beim Adventskonzert ist alles live und die Künstler bereiten den Zuhörern nur Freude.

Und Freude empfanden auch die kleinen angels, die den Anfang beim Konzert machten. Als "Weihnachtsmäuse" und mit "Weihnachten ist die schönste Zeit" sangen sie inbrünstig unter ihren roten Nikolausmützen und unter der Leitung von Annegret Hümmrich.

Richtig emotional wurde es bei Maik Förner und seiner Panflöte. Bei Lichtzauber und leiser Musik verzauberte er die Kirche mit allen Besuchern mit den Liedern "Heidschi Bumbeidschi" und "Eleni". Ein unvergleichlicher Klang, der zu Herzen ging. Katrin Werner hatte mit ihrem Ministrantenchor das Thema Licht in ihrem Repertoire. "Denn dein Licht kommt", "Fang das Licht" und "Die Mauern meiner Zeit" vermelden das Heil des Lichtes von Bethlehem, das sich über die ganze Welt verbreiten soll.

Von der Empore herab drangen dann die kraftvollen Stimmen der großen Angels, die es ein wenig rockiger angingen. "Jingle Bell Rock" und "This little light of mine" waren schwungvoll, bevor mit "Alles im Leben hat seine Zeit" ein etwas ruhiger Ton in den Gesang kam. Der Gesangverein "Cäcilia" unter der Leitung von Julia Bauer erzählte von Weihnachten "Weit, weit weg" und "Weihnachten bin ich zuhaus" bevor sie allen mit "Wir wünschen frohe Weihnachten" ein besinnliches Fest wünschten.

Ganz und gar ausgefüllt war der Altarraum mit den Musikern des Musikvereins Wallenfels mit ihrem Dirigenten Andreas Bratsch. Ihr "Halleluja" durchtoste das Kirchenschiff und verwandelte die Lichter in einen Lobpreis an das Kind in der Krippe. Auch mit "You raise me up" (du ermutigst mich) zieht man Parallelen zur Heilsbotschaft Christi. Als Dank an den Tag und den Abend erklang am Ende noch der "Abendmond". Ein Jubel drang noch einmal durch das Gotteshaus, als Marcel Müller an der Orgel "Weihnachten bin ich zuhaus" intonierte.

Zum Nachdenken angeregt hatte zwischen den Musikstücken und Liedern Franz Behrschmidt mit seinen Geschichten von der kleinen Kirchenmaus und der Bienenwachskerze, die immer kleiner werden musste, damit sie lange leuchtet. "Ein Esel geht nach Bethlehem" zeichnet den Weg des kleinen unscheinbaren Esels nach, der nach allerlei Tiefschlägen endlich den Stall erreicht, wo man schon sehnsüchtig auf ihn wartet. "Die Flöte des Hirtenjungen" erzählt die Geschichte eines Jungen und einer außergewöhnlichen Flöte, die an der Krippe nur noch einen Ton spielen kann und dann doch zu jubilieren beginnt.

Ergriffen von den herrlichen Melodien und der weihnachtlichen besinnlichen Stimmung dankte Bürgermeister Jens Korn allen Mitwirkenden. Es sei ein Abend, der alle Herzen geöffnet habe durch die Musik. Er war stolz auf eine solche Vielfalt an Musikern und Sängern, vor allem an jungen Leuten, die es in der Stadt gibt. Gerade bei dem Lichtevent "St. Thomas leuchtet" sei das Ambiente für dieses Adventskonzert so hervorragend gelungen und die Kirche in ein ganz besonderes Licht getaucht worden.

Nach einem nicht enden wollenden Applaus für alle Mitwirkenden sangen alle Besucher gemeinsam "Süßer die Glocken nie klingen" bevor man sich auf dem Kirchplatz noch mit Glühwein und verschiedenen Eintöpfen stärken konnte.

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