Kronach
Stadtrat

In Neuses darf gebaut werden

Der Bauausschuss hat kürzlich mehreren neuen Projekten zugestimmt, darunter auch dem Bau eines neuen Betriebsgebäudes der Firma Schneider.
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Das "Buffalo- House" in Neuses (links) wird sehr gut angenommen, daher soll es erweitert werden und einen 100 Quadratmeter großen Gaststättenraum erhalten. Nur wenige Meter davon entfernt auf der gegenüberliegenden Seite der KC 5 (rechts) soll in diesem Industriebereich ein weiteres großes Betriebsgebäude der Firma Schneider entstehen. Foto: K.- H. Hofmann
Das "Buffalo- House" in Neuses (links) wird sehr gut angenommen, daher soll es erweitert werden und einen 100 Quadratmeter großen Gaststättenraum erhalten. Nur wenige Meter davon entfernt auf der gegenüberliegenden Seite der KC 5 (rechts) soll in diesem Industriebereich ein weiteres großes Betriebsgebäude der Firma Schneider entstehen. Foto: K.- H. Hofmann
Der Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrates Kronach hatte in seiner Sitzung eine Vielzahl von Bauanträgen durchzugehen. Darunter waren auch wieder einige knifflige Aufgaben, die man in sachlicher Diskussion größtenteils lösen konnte. Andere wurden auf Anraten vom Bauwerber hin zurückgestellt, um einen neuen Anlauf unter Einbeziehung der Anregungen aus dem Gremium, aus der Verwaltung und dem Stadtplaner im Dialog mit Architekten, Bauherren und Stadtverwaltung, zu versuchen.

Auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) wird in solchen Fällen mit einbezogen und bietet Hilfestellung, um Bauwilligen keine zu großen Hindernisse in den Weg zu legen. Die erfreuliche Entwicklung der Dr. Schneider Kunststoffwerke in Neuses ist ein herausragendes Beispiel für die Erweiterung des Industriestandortes Neuses. "Mit einem weiteren eingereichten Antrag auf Neubau einer Multifunktionsfertigungshalle stärkt die Firma den Standort Kronach erheblich und Neuses wird zu einem der größten Industriestandorte der Region", freut sich das Stadtoberhaupt.
Zu dem großen Bauprojekt (70,60 Meter Länge, 41,60 Meter Breite, 15,75 Meter Höhe) gab es aber auch einige kritische Anmerkungen von Stadtplaner Daniel Gerber, vor allem Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes betreffend. Jedoch könnten hierfür Befreiungen erteilt werden. Somit konnte das einstimmige gemeindliche Einvernehmen zu dem Bauvorhaben erteilt werden. Bernd Liebhardt (CSU) führte an, dass man trotz aller Euphorie über den Hochschulstandort Kronach den Industriestandort nicht vernachlässigen dürfe.

Nicht so leicht fiel es dem Stadtrat, einer Tektur für den Anbau des bestehenden Imbisses und Neubau von Lagerräumen, ebenfalls in Neuses, zuzustimmen.Stadtplaner Gerber sah hierbei aus städtebaulicher Sicht eine Fehlentwicklung in diesem Bereich an der Hummendorfer Straße. Bereits bei der Ersteinreichung sei die unangemessene Flächenzunahme kritisiert worden, sagte Gerber. Nach längerer Diskussion riet der Stadtrat dem Bauwerber schließlich dazu, seinen Antrag zurückzustellen, was dieser auch direkt in der Sitzung tat. Bernd Liebhardt wies darauf hin, dass sich der Bauwerber viel Zeit und Ärger sparen könne, wenn er mit seinem Architekten auf die Stadt zugehe und in Gesprächen die gemachten Anregungen seitens der Stadtplanung berücksichtige.
Winfried Lebok (CSU) sprach von einem für Neuses sehr interessanten Gastronomieangebot, welches man unterstützen sollte, zumal die Gastronomie im Ort in den vergangenen Jahren zurückgegangen sei. Thilo Moosmann (SPD) freute sich, dass ein Gastronomieangebot so gut angenommen werde und sah in dem "Buffalo-House" eine Bereicherung für Neuses und die Stadt.


Änderungen

Dem schloss sich auch Hans Simon (SPD) an, der Möglichkeiten sah, bei verschiedenen Änderungen, eine Lösung zu finden. Hans-Georg Simon (FW) wie auch Bernd Liebhardt sahen ebenfalls eine Möglichkeit, dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, wenn entsprechende Änderungen vollzogen würden.

Einen Antrag auf Vorbescheid zur Erweiterung des Bestandsgebäudes des "Denn's Biomarkt" wurde nach kurzer Diskussion das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Diskutiert wurde der vom Stadtplaner vorgetragene Einwand, dass die Baukörpererweiterung in einer langgestreckten Kurve eine unübersichtlichen Engstelle erzeugt. Dennoch stimmte das Gremium mit 5:4 Stimmen zu.
Außerdem wurde in der Sitzung dem Neubau eines Einfamilienhauses in Neuses sowie einem Antrag auf Generalsanierung mit Krippenerweiterung des Kindergartens St. Bonifatius in Gehülz einstimmig zugestimmt.
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