Lauenstein
Investition

In die alte Burg soll wieder Leben einziehen

Der Freistaat Bayern lässt sich die Einrichtung von Ferienwohnungen und eines Veranstaltungssaals auf Burg Lauenstein über sechs Millionen Euro kosten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das ehemalige Burghotel in LauensteinArchiv
Das ehemalige Burghotel in LauensteinArchiv
Der Leerstand der Burg Lauenstein hat ein Ende: Der Freistaat Bayern wird als Eigentümer sechs familiengerechte Ferienwohnungen entsprechend dem international üblichen Standard im ehemaligen Hotel der Burg und im Äußeren Torbau einrichten. Mit dem Ausbau des Orlamündesaals in der Hauptburg zum Veranstaltungsraum entsteht die Möglichkeit, private und kulturelle Veranstaltungen, z.B. kleinere Feierlichkeiten, durchzuführen und damit länger auf der Burg zu verweilen.

Das Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat erteilte den Planungsauftrag für das Bauvorhaben an die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Die Kosten der vom Freistaat durchzuführenden Baumaßnahme sollen sich auf rund 6,2 Millionen Euro belaufen - einschließlich der Kosten für den Substanzerhalt des Denkmals. Die neue Nutzung ist nach einem Gutachten geeignet, mit der Einrichtung von qualitativ wertigen Ferienwohnungen im attraktiven Ambiente der historischen Burganlage Marktnischen zu erschließen.


Positive Reaktionen


MdL Jürgen Baumgärtner: "Mit dem Ausbau erfüllt der Freistaat sein Versprechen, die Burg Lauenstein touristisch wiederzubeleben. Unsere gesamte Region wird davon profitieren, dass wieder Leben in die historische Burganlage einzieht."

Landrat Klaus Löffler: "Diese auch Mantelburg genannte mittelalterliche Höhenburg ist nicht nur die nördlichste Burg Bayerns, sondern auch ein besonderes Kleinod des Thüringisch-Fränkischen Schiefergebirges, auf das wir im Landkreis Kronach sehr stolz sind. Die bemerkenswerte Architektur, die erstklassige museale Ausstattung und die reichhaltige Geschichte von Burg Lauenstein können nicht nur Fachleute begeistern. Ihren Stellenwert unterstreicht auch, dass die Burg vor 100 Jahren eine bedeutende Stätte des deutschen Geisteslebens war."

Bürgermeister Timo Ehrhardt: "Die Entwicklung des ehemaligen Burghotels Lauenstein und natürlich des gesamten Umfelds ist gerade im Bereich des Tourismus in Lauenstein und der Region von besonderer Bedeutung. Ich danke dem Freistaat Bayern, im Besonderen Herrn Staatssekretär Füracker, und all denen, die an der jetzigen Entwicklung beteiligt sind. Mit der Schaffung von Ferienwohnungen und der Grundversorgung für Besucher wird das seit 2008 leerstehende Gebäude wiederbelebt. Dies zwar nicht mit der ehemaligen und auch gewünschten Nutzung als Hotel. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass die jetzige Lösung die Attraktivität der gesamten Burganlage steigern wird."

Nachdem jahrelange intensive Bemühungen um eine Reaktivierung des Burghotels nicht zum Erfolg führten, wird der Freistaat nun selbst die Burganlage wieder mit mehr Leben erfüllen. Vorgesehen ist, den Orlamündesaal umzugestalten für eine Nutzung als Veranstaltungsraum. Cateringeinrichtungen und barrierefreie Toiletten sollen hierzu in angrenzenden Räumen eingerichtet werden. Der barrierefreie Zugang wird über ein neues verglastes Foyer im Arkadengang geschaffen. Im ehemaligen Burghotel werden im Keller ein Kinderspielbereich für Besucher der Burg und die Nutzer der Ferienwohnungen sowie ein Fahrradkeller eingerichtet. Im Erdgeschoss entstehen ein barrierefreier Eingangsbereich mit Rezeption für Ferienwohnungen und die Kasse für die Besucher der Burg, ein Aufenthaltsraum mit Schließfächern und ein Automatenbereich für Getränke und Snacks, ein Kaminzimmer, eine Behindertentoilette sowie eine barrierefreie Ferienwohnung. Weitere Ferienwohnungen werden im Obergeschoss des ehemaligen Burghotels sowie im Dachgeschoss des Äußeren Torbaus untergebracht. Auf der Terrasse des ehemaligen Burghotels wird ein Spielplatz für Kinder eingerichtet.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren