Kronach
Kreisstraßen

Im Sommer sollen die Bagger rollen

Über sechs Millionen will der Landkreis 2019 in bessere Straßen stecken. Ein geplanter Ausbau betrifft die KC 32 zwischen Schlegelshaid und Wolfersgrün.
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Die Kreisstraße KC 32   zwischen der Einmündung Schlegelshaid und der Landkreisgrenze bei Wolfersgrün soll mit Baukosten von 2,7 Millionen Euro ausgebaut werden.Veronika Schadeck
Die Kreisstraße KC 32 zwischen der Einmündung Schlegelshaid und der Landkreisgrenze bei Wolfersgrün soll mit Baukosten von 2,7 Millionen Euro ausgebaut werden.Veronika Schadeck

Rund 6 025 000 Millionen Euro will der Landkreis im Jahre 2019 in Ausbau, Sanierung und Unterhalt von Kreisstraßen investieren. Bereits in den letzten Jahren investierte der Landkreis unter anderen in förderfähige Neubau- beziehungsweise Ausbaumaßnahmen von Kreisstraßen. Das Volumen der Baumaßnahmen lag oftmals zwischen zwei und sechs Millionen Euro.

Wie der Pressesprecher des Landratsamts, Bernd Graf, auf Anfrage erklärte, sind auch in 2019 zwei Straßen geplant, wobei die Behörde davon ausgeht, dass diese Projekte gefördert werden.

Zum einen handelt es sich um einen Vollausbau bei der Kreisstraße 32, von der Einmündung Schlegelshaid aus bis zur Landkreisgrenze nach Wolfersgrün. Für die rund 2250 Meter lange Strecke sind Baukosten in Höhe von 2 700 000 Euro kalkuliert.

Förderanträge sind gestellt

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Weiterhin steht die Erneuerung der Brücken über die Rodach und den Mühlgraben sowie der Ausbau der Straße KC 16 mit Geh- und Radweg an. Für die 200 Meter lange Strecke sind Baukosten in Höhe von rund 2 900 000 Euro kalkuliert. Wie Graf erläuterte, sollen die Maßnahmen in Marktrodach bis 2020 abgeschlossen sein.

Er spricht aber auch davon, dass die Abstimmungen mit den Grundstückseigentümern noch nicht abgeschlossen sind.

Bei den beiden Straßenbaumaßnahmen rechnet der Landkreis mit Förderungen. Inwieweit diese in Summe fließen, stehe noch nicht fest, so der Leiter der Tiefbauverwaltung, Gunther Dressel. Die Anträge wurden bereits gestellt. Sie liegen bei der Regierung von Oberfranken.

Wie Dressel weiter erläuterte, werden bezüglich der Sanierung von Kreisstraßen Maßnahmenlisten für die kommenden fünf bis sieben Jahre erstellt. Wann welche Kreisstraße schließlich in Angriff genommen werde, hänge von verschiedenen Kriterien ab. "Ausschlaggebend sind Zustand, Verkehrsbelastung und Wichtigkeit!"

Beispielsweise, so erklärt er, befinde sich die KC 32 in einem wesentlich schlechteren Zustand als die KC 17 bei Marienroth. Diese habe man aber wegen der stärkeren Frequentierung bei der Sanierung vorgezogen.

Er weist auch auf die Gespräche hin, die zum Jahresanfang zwischen dem Landratsamt, der Tiefbauverwaltung, dem Staatlichen Bauamt mit Vertretern der Gemeinden und mitunter auch mit der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) geführt werden.

Abstimmung mit der FWO

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Bei diesen Zusammenkünften werden alle bevorstehenden Straßenbaumaßnahmen für das kommende Jahr miteinander besprochen. Unter anderem geht es um die Abstimmung von Umleitungen während der Baumaßnahmen bei Gemeinde-, Kreis- und Staatsstraßen etc. Mit der FWO müsse man sich beispielsweise abstimmen, wenn im Zuge des Straßenbaus auch Sanierungen der Wasserleitungen im Fernleitungsnetz anstehen.

Dressel spricht auch von Unterhaltungsmaßnahmen, die in diesem Jahr der Landkreis durchführen will. So ist von der Erneuerung der Asphaltschichten bei KC 28 in Steinberg im Bereich der Einmündung zur Staatsstraße 2200 (Ortsdurchfahrt) die Rede. Wie er erklärte, sollte die Sanierung der KC 28 bereits vollendet sein. Jedoch habe man erst die Fertigstellung der Gemeindestraße auf der gegenüberliegenden Seite abwarten wollen. Und als es schließlich so weit war, fehlte es an Kapazitäten der Asphaltierer.

Eine weitere Unterhaltsmaßnahme ist die Erneuerung der Asphaltdeckschicht bei der Kreisstraße 20 in Wallenfels, die mit rund 20 000 Euro zu Buche schlagen wird.

Mitwitz baut mit

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Als Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Mitwitz sieht das Landratsamt die Ortsdurchfahrt Neundorf. Hier steht die Erneuerung der Asphaltschichten an. Für die 940 Meter lange Trasse will der Landkreis rund 380 000 Euro investieren. Im Zuge dieser Baumaßnahme sollen durch die Gemeinde der Kanal und die Wasserleitungen neu verlegt werden.

Die Querungshilfe bleibt

Wie bereits berichtet, wurde im vergangenen Jahr die Baumaßnahme an der KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim abgeschlossen. Im Zuge dessen wurde auch wegen der Verkehrssicherheit eine barrierefreie Querungshilfe am Ortsausgang von Hirschfeld am Friedhof angebracht.

Mittlerweile gab es Gerüchte, dass diese wieder beseitigt werden soll. Dies dementiert Günther Dressel. "Die Querungshilfe kommt nicht weg, es werden aber Anpassungen an den Fahrbahnrändern vorgenommen!"



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